Samstag, 19. März 2011

Der Rancho und die Motorräder

Viel, viel, viel Arbeit und Projekte die bei mir Schlange stehen, bzw. in der Ecke liegen, haben fast zwei Wochen verhindert, dass ich zum posten komme.

Jetzt, Samstagnacht, muss ich doch endlich was für meinen Blog tun. Aber als erstes möchte ich mich bei all denen bedanken, die schon hier oben in meiner Sponsorenliste stehen. Besonders freue ich mich auch, dass so viele unterstützende Wünsche mich auf den Camino begleiten werden.

Auch heute werde ich nicht Kanadiensisches im Blog stellen. Schneeglöckchen, Schneemelze, blauer Himmel und sonstige Frühlingsboten gibt es zu genüge in der Bloggerwelt. Ich zeige Euch lieber Buntes aus Paraguay.

Dort ist die typische (ländliche) Behausung der „Rancho“. Allerdings ist auch hier eine gewisse Veränderung erkennbar. Früher war es das Strohdach, dieser ist heute meist durch Schindeln, Ziegel oder Wellblechdach ersetzt. Heute wie damals, ist der Mangobaum das „Wohnzimmer“ eines jeden Ranchos!

Doch wenn man genau hinschaut, ist der eine oder andere original Rancho noch zu finden. So auch hier bei ganz lieben Freunden, die ich durch meinen Blog kennengelernt habe. Sigi und Manfred haben sich einen über 100 Jahre alten Rancho gekauft und originalgetreu restauriert. Eine wunderschöne Oase um den verdienten Ruhestand in Paraguay zu genießen.

Mit sehr viel Liebe zum Detail, handwerklichen Geschick und guten Geschmack, haben sich die Beiden dieses Zuhause geschaffen. Ich kann nur sagen Hut ab und viele glückliche Jahre in Cap. Samudio!Hier und da habe ich aus dem fahrenden Bus den einen oder anderen Knipser gemacht. Bitte entschuldigt die, da durch entstandene schlechte Bildqualität. Abgesehen vom Dach, was hat sich denn noch verändert? Früher standen immer ein oder ein paar Pferde vorm Haus angebunden. Heute steht ein Motorrad vor jedem Rancho.










Die wahre Motorradpest ist in Paraguay ausgebrochen! Ja, es ist wirklich eine „Pest“! Mit knapp 20 bis 25 Euro als Anzahlung, kann man sich schon so ein motorisiertes Teil abholen. Man braucht keinen Führerschein, keine Versicherung, keinen Helm, keine Erfahrung… einfach draufsetzen und losfahren! Wie ursprünglich beim reiten… nur ganz so einfach ist das ja nicht, doch das juckt den neuen Motorrad(Besitzern) nun mal gar nicht, denn Schuld hat eh immer der Autofahrer! Mit ein wenig Glück bei einem Unglück, ist dann auch noch viel zu holen. Es kommt darauf an, was passiert ist. Kommt es zu einem Todesfall des Motorradfahrers oder zu einem seines Sozius, dann muss die goldene Autofahrergans ganz viele goldene Eier legen.

Mit dem Motorrad besteht auch die Möglichkeit eine sofortige „Ich & Co. AG“ zu gründen.

Ersetzt das Pferdetaxi… …einen Anhänger und Lautsprecher, wird so Manches auf der Straße angepriesen (Bzw. man bekommt es aufs Trommelfeld gedonnert) und verkauft. …oder, Pizza/Torten Auslieferungsservice, usw. Die Polizei kontrolliert nicht wie viele drauf sitzen, sie hilft noch beim tanken. In der rechten Hand die Waffe, in der linken den Zapfhahn. Eigentlich alles easy...

...und den Tiger im Tank!

Ach ja… findet man keinen Schattenplatz zum parken, dann muss improvisiert werden.Ich werde jetzt schlafen, denn Morgen (Sonntag) werde ich eine 23Km Strecke wandern! Doch am Montag habe ich wieder ein wenig Zeit um kurz in die Bloggerwelt reinschnuppern.

Bis dann meine Lieben, einen schönen Sonntag und ganz liebe grüße!


Kommentare:

  1. Liebe Ela
    Deine Geschichten sind immer sehr eindrücklich und spannend! Vielen Dank dafür!
    Viel Spass auf der heutigen Wanderung wünscht Dir Yvonne

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  2. Liebe Ela,

    da habe ich etwas verpasst:
    Bist du allein auf dem Jakobusweg?
    Schreibst du uns von unterwegs?

    Deine Informationen sind mir neu. Sie beeindrucken mich.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  3. Danke für den Bericht Ela-----
    wünsche Dir eine schöne Wanderung!
    23 km- boh- würde ich nie schaffen
    LG
    elma

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  4. Da kann man ja nur hoffen, dass die Verletzten nach einem Motorradunfall nicht einfach am Straßenrand liegen bleiben! (In Brasilien z.B. durchaus möglich).

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  5. Du meine Güte! Wenn man sich die Bilder ansieht, dann kriegt man es mit der Angst zu tun. Die fahren mit Flipflops Motorrad. Unglaublich.
    LG Sabine

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  6. Liebe Ela,
    da bin ich aber froh, dass ich nicht mit dem Auto fahren muss, wenn so viele "wilde" Motorraeder unterwegs sind!
    Wie halten das denn die Busfahrer?
    Bestimmt hoeren wir uns nochmal kurz, bevor Du fliegst?
    Lieben Knuddelgruss,
    Sue

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  7. Dann ist es bei uns doch ein bißchen sicherer auf den Strassen. Soooo, die Dachterasse ist bereit für euch. Wann kommste?? LG Inge

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  8. ...schön, wieder von dir zu hören, liebe Ela,

    oh vor diesen Motorradfahrern hätte ich auch höchsten Respekt...da möchte ich nicht unbedingt im Straßenverkehr kollidieren.

    Hattest du einen gute Wanderung? Sind deine Schuhe für den Camino schon gut eingelaufen? Glaube dir, dass es da noch viel vorzubereiten und zu erledigen gibt.
    liebe GRüße von Birgitt

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  9. schöne bilder (wie immer), wünsche dir ein fröhlich beschwingtes laufen auf deinem camino! lg kri

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  10. Hola Ela, danke für den netten Eintrag über unser Rancho und die trefflichen Bemerkungen über unsere Motofahrer - einfach irre. Liebe Grüße aus dem inzwischen schon herbstlich werdenden Cap.Samudio
    Sigi y Manfred

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