Donnerstag, 23. März 2017

Streifen in der Natur für DND

Die vergangene Woche hatte ich einen extrem eingeschränkten Internet Zugang, doch rechtzeitig
ist ab heute wieder alles in Ordnung.
(Kommentare werde ich nach und nach aufholen)
Eigentlich und im Großen-Ganzen, hatten wir bisher einen sehr milden Winter, doch letzte Woche war es, nach viel Regen, nochmal kalt geworden.
Die Pfützen in unserem Wald waren zugefroren.
An einem sonnigen Spätnachmittag, konnte ich diese Bilder für Euch von einem Spaziergang mitbringen.






Noch mehr schöne Natur Fotos und Beiträge,
findet ihr wie an jedem Donnerstag bei Jutta.
Einfach aufs Logo klicken!
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Habt ein schönes Wochenende und ganz liebe Grüße

Mittwoch, 15. März 2017

Der Helmspecht

Unser Großer 
 Den Helmspecht hatte ich bisher nur aus Bilder gekannt. Als wir hier hergezogen sind, hoffte ich immer wieder einen zu sehen und vor allem, auch vor der Linse zu  bekomme. 
Neulich war es soweit und seit her kommt der Bursche regelmäßig. Er ist eine Bereicherung für meinen kleinen Safaripark.


In ganz Amerika ist es der größte Specht. Er kann bis zu 49cm werden... ja, im Vergleich zu den vielen anderen Spechte hier, ragt er an Größe gewaltig heraus.
Übrigens; Der Helmspecht war Walter Lantz's Vorbild für die Zeichentrickserie "Woody Woodpecker".
Nach langer Zeit wieder beim DND dabei!
Hier bei Jutta git es viele schöne Naturbeiträge.
Schaut rein!
DND-wieder jeden Donnerstag
Ich bedanke mich für euren Besuch und
sende ganz liebe Grüße!

Montag, 13. März 2017

Und... Klappe zu!

Die Natur ist sowas von schön, doch ich muss zugeben, sie kann auch nerven! So hatten wir vor zwei Jahre eine Mückenplage, im letzten Sommer NULL Mücken! Lag wohl an der Trockenheit im Frühjahr. Diese Trockenheit war wahrscheinlich auch der Grund, dass es im vergangenen Herbst keine Nüsse, Eichen, oder sonstige Naturnahrung für einige wildlebende Tiere hier in der Umgebung. Das wiederum bringt mich zu diesem Post. Und zwar; als ich Mitte Januar, nach sechs Wochen aus Europa wiederkam, war hier kein einziger Vogel... total nichts! Nicht einmal einer der sich verirrt hätte...nada! Also bin ich erstmal los und habe ein paar Säcke Vogelfutter gekauft. Die Vogelhäuser gefüllt und aufgehängt. Es dauerte eine ganze Woche und wie üblich, ein Schneefall, dann kamen die ersten Spechte, gefolgt von den kleinen Goldfinken, usw. Nur habe ich in diesem Jahr noch kein einzigen Blue Jay gesehen.
 (Die Bilder sind nicht so besonders, weil ich ja nicht bis ans Fenster gehen kann.
Eben nur damit ihr euch ein Bild machen könnt!)

Inzwischen habe ich hier wieder eine riesen Vielfalt an Vögel, die direkt vor mein Wohnzimmerfenster herumschwüren. Leider kamen nicht nur die gefiederte Freunde, sondern auch das Eichhörnchenpack.
Die sind ja nicht einmal hübsch. Einfach nur schwarze Ratten mit einem buschigen Schwanz! Und verhalten sich auch ebenso! Sie fanden immer und immer wieder einen Weg an dem Vogelfutter zu kommen. Sie fraßen nicht nur, nein, sie belegten den Platz und zerstörten die Futterstätten dazu! Ständig hing ich die Futterhäuschen an einer anderen, von mir geglaubten sichere Stelle. Es dauerte nicht lange und schon waren sie wieder drin und drauf. Sie kosteten meine letzten Nerven. Es waren immer sieben oder acht Stück, die sich hier total zuhause fühlten. Ich hatte auch schon die ersten Namen verteilt; so wie "Scarface", "Browny", etc. Da ich mich zwischen "es Akzeptieren oder was Ändern" entscheiden musste, war ganz klar; Ich muss und werde was Ändern, schließlich muss ich auch vorausdenken, und das bedeutet der Frühling steht vor der Tür und schwupp-die-wupp haben sie sich vermehrt! Ich habe die Äste der Bäume lings ums Haus Abgesägt, damit die Biester nicht schon am frühen Morgen aufs Dach springen um dann tap, tap, tap vom Dach zu den darunter hängenden Häuschen zu kommen. Manchmal bin ich hin, öffnete das Fenster und zog sie am Schwanz herunter! Es dauerte keine drei Minuten und sie waren wieder drauf. Als die Äste weg waren, fanden sie einen Weg an den Wänden hochzuklettern... ich sag euch, ich habe sie verjagt, ich habe ihnen im Wald Futter hingetan... die Vogelfutterstätten waren ihre Lieblingsplätze. Dann bin ich zum Baumarkt um mir eine Eichhörnchenfalle zu kaufen (ja, das gibt es hier in jedem Baumarkt und ich verstehe jetzt auch nur zu gut warum), doch als ich die Teile vom Regal weit oben heruntergehievt hatte und den Preis sah, war es ein "no go"! Knapp über $100,00 für so ein Drahtteil? nee, das kann ich mir nicht leisten. Zum Glück, haben hier ja alle damit zu dealen und es dauerte nur zwei Anfragen und ich konnte mir am letzten Donnerstag so ein Teil ausleihen. Bevor ich weiter erzähle, nein... ich kann sie nicht töten, ertränken oder sonst was... ich bin sehr human (tierisch human eben) mit den Tieren umgegangen.
Am Anfang, dieser Moment wenn sie sich der Falle nähern,
ich musste mir immer wieder sagen; "Ella, atme"!
Go, go, go... und schön weiteratmen...
...noch ein Stück und go... atmen!

und... KLAPPE ZU! YEAH!
Ich war sehr erfolgreich und mein gesamter Fang bis jetzt liegt bei; 7 Eichhörnchen, 1 Streifenhörnchen und 14 Goldfinken... außer den Ratten ließ ich alles andere sofort und unbeschädigt frei.
Die Schwarzen Ratten allerdings, trug ich ins Auto, machte sogar Musik und Heizung an... und los ging es mindestens 5-7 Km zu einem neuen Waldstück und lies sie frei!

Hasta la Vista Baby # 7...
...welch himmlische Ruhe und schöner Blick aus dem Fenster!
Liebe Grüße sendet euch "Trapper Ella" aus "Wildnis ums Haus"
PS. Habe erfahren, dass Eichhörnchen sehr gut schmecken... mmmm,
vielleicht wenn mal Besuch kommt... hihi!
Unter den Speisezetteln werden sie "Baumhähnchen" genannt.

Samstag, 11. März 2017

Schlussstrich und Neuanfang

Das ein Wiedereinstieg einfacher ist als einen ganz neuer Einstieg, stimmt auch nicht ganz. Drum gehe ich den Mittelweg als Kompromiss.
Ja, ich dachte ernsthaft darüber nach, einen ganz neuen Blog anzufangen. Mochte wohl daran liegen, dass der Alte schon zu alt war. Voll mit alte Erinnerungen. Dinge die mir garnicht mehr relevant scheinen. Schließlich stecke ich mitten in so einer Art "Neuanfang"... ja, nur so eine Art eben... daher habe ich es auch so lange hinausgeschoben. Ja, in letzter Zeit hielt ich mich sehr zurückgezogen, nimmt es bitte nicht persönlich. Was letztendlich zählt;
"Hier bin ich wieder!" Und zwar habe ich meinen Blog nur ein wenig verändert und umgebaut.
Es ist und bleibt "mein Leben in Canada!"
Jetzt erst einen kleinen Rückblick. 
Viel Zeit verbrachte (vergeudete) ich, in dem ich einfach nur so herumhing. Als im letzten Jahr hier das Gröbste vorbei war, ging ich erstmal zu meiner Tochter nach Cincinnati. Als ich dort mit den Pumuckl einen Tag im Zoo verbrachte, sah ich mich plötzlich in diesen weitläufigen Verwandten wieder. Da dachte ich; mach ein Foto und hänge es dir am Kühlschrank!
(Ich meine man steht ja nicht neben sich selbst... und der Spiegel wird zum morgendlichen Feind... und Feinde vermeidet man!)
Zurück aus den Staaten, rückte auch schon bald meine Reise nach Deutschland mit all den guten Absichten was ich dort alles tun und erleben wollte, in den Vordergrund. 
Anfang Dezember war es dann soweit. Nach über drei Jahre wieder in Deutschland! Mein Baby- Enkel war inzwischen ein "großer Junge" (wie er sich gerne selbst bezeichnet.) und so wurde die Vor-Weihnachtszeit eine sehr schöne!
Nur das Wetter dort, machte mich ein wenig zu schaffen. Hinzu kamen die kurzen Tage, das war ich alles nicht mehr gewöhnt. Ich bekam eine Erkältung, war aber nicht schlimm, außerdem erwischt es mir nur so alle 10 Jahre. War aber trotzdem einen schönen Grund um etwas länger als geplant, bei Elsita und Hans in Lüneburg zu entspannen.
 Wochenmarkt in Lüneburg
Spaziergang an der Ilmenau
Auch in Berlin bei meiner Schwester und ihrer Familie war es sehr schön. 
Kurz vor Weihnachten war ich dann wieder bei meinen Sohn und seiner Familie und ich hatte ein super Weihnachtsfest.
Für Silvester war ich in Stebbach eingeladen, für diesen Zweck habe ich mir kurz einen Mietwagen genommen... und als so zu sagen "Gratis Zusatzpaket" bekam ich viele alte Erinnerungen. Wie z.B.:
1. Schon nach knapp 70Km traf ich auf den ersten unangenehmen alten Bekannten; "Stau", dann Umleitung, usw.
2. Man kann in Deutschland Entfernungen nicht mit Zeit messen. Und mit Tempomat zu fahren, ist genauso so unrealistisch, wie man mit der Küchenrolle durch die Küche Rollt!
3. Blitzer! Bin allerdings nur von einen erwischt worden, aber das Kaleika was erst später kommt... Sch....!
4. Benzinpreise! Ich meine, wenn der Liter Benzin nur noch aus 450ml besteht! dann tut das schon weh... und damit soll man von A bis Z kommen! 
...Allerdings; der Radio Empfang durch den Kasseler Bergen, hat sich seit meiner letzten Durchfahrt wesentlich verbessert!
Ja Leute, ich hatte so viel vor, doch wurde ich vom Winterwetter, mein Gemüt und mein Portmonee stark eingeschränkt. War dann doch nicht so mit dem herumreisen.
Silvester hatten wir dann endlich schönes Wetter. Knackig kalt, aber schön. So fing das Jahr mit einem Spaziergang an.
Der nächtliche Frost zauberte eine herrliche Landschaft.
...und so wurde aus "Maschendraht" "Stacheldraht".
Spontan entschloss ich mich endlich was für meinen seit fünf Jahren kaputten Unterkiefer zu tun und war, zwar mit vielen Hindernissen, zwei Wochen später in Varna, Bulgarien.
Das die ganze Sache nicht nur vor- sondern auch Nachteile mit sich bringen wird, war mir schon klar. Aber ich sehe es mit Humor und als neue Herausforderungen. Wichtig ist mir nur, dass sich die alte Baustelle in meinem Mund endlich erledigt, und dass es für mich bezahlbar wird!
Ach und bevor ich jetzt weiter schreibe, hier ein paar Fotos die ich damals nicht hochladen konnte. Es war sowas von kalt... für dort eine seltene Seltenheit, die wahrscheinlich nur auf mich gewartet hat! 
 Nach einen Spaziergang am Strand vom Schwarzen Meer, tut ein Latte besonders gut! Das Weiße ist kein Sand!
 Varna ist bekannt für seine Katzen. Überall begegnete ich Katzen. Doch alle sind gut ernährt und genießen das Leben.
Die erste Behandlung in Januar beschränkte sich auf das einoperieren von drei Implantaten. Ich war sehr zufrieden und es heilte auch hervorragend. Ein Nachteil; es braucht eine Zwischenzeit von drei Monaten, bevor es weitergehen kann. Das heißt, Anfang April fliege ich wieder hin.
(Bis dorthin wird das Eis wohl geschmolzen sein)
Habe so gebucht, dass ich für Ostern wieder in Deutschland bin. Diesmal aber nicht mehr so lange.
In den letzten Wochen war ich hier sehr beschäftigt. Viel Rennerei mit Behörden, doch G.s.D. sind hier alle sehr hilfsbereit. Inzwischen ist so ziemlich alles im Lot. Auch habe ich mich mit vielem hier im Haus abgetan. Auch endlich das letzte Duzend Kartons ausgepackt, die seit den Umzug provisorisch in der Garage zwischengeparkt wurden. Ja, ich bin fest entschlossen hier in Kanada zu bleiben und wieder más o menos regelmäßig im Blog aktiv sein!
Die allerherzlichsten Grüße!



Mittwoch, 11. Januar 2017

Aus dem Winter, in dem Winter

Das muss ich mir merken; aus dem Winter nur in dem Sommer und nicht in den nächsten Winter rein!
Ich muss aber gestehen, dass Familie und Freunde wieder sehen ist zu jeder Jahreszeit schön. Was ich meine das verreisen selbst. Nicht genug dass ich meine Koffer mit lästigen, schweren Kleidungsstücke und schwere Schuhe voll stopfen musste. Ja... lustig wird es richtig, wenn dann auch noch die Flüge gestrichen werden.
Ok, neulich schrieb ich kurz, dass ich umgebucht habe um einen kleinen Umweg nach Bulgarien zu unternehmen... so weit so gut, ich habe mich so richtig, richtig und zwar wie ein kleines Kind darauf gefreut. Endlich, ja wirklich ganz endlich meine Zähne machen zu lassen. Mir ist dabei auch klar, dass durch diese Aktion mein langjähriger Traum eben ein paar "Roststellen" mehr haben wird, aber das ist ok.
Also, nachdem ich diese Entscheidung traf, war mein erster Gedanke; "ich habe ja gar keine leichte Klamotten dabei". Na ja, ans schwarze Meer und so... da denkt man sich doch gleich die Sonne und schönem Wetter dazu. Als ich dann den Wetterbericht vom Zielort anschaute...
o-weia! -14grad und die gefühlten -25Grad! Na schön dachte ich und anstatt ein paar T-Shirts musste ich mir extra warme Mütze und Schal kaufen. (Auch das konnte meine Laune nicht verderben)
Am Sonntag morgen, ganz früh, sollte mein Flug ab HH, über Istanbul nach Varna starten. Hier die kurz Fassung;
Flug gestrichen, 2,3 Stunden am Schalter, umbuchen auf Montag. Ging nur über Kanada. Erst eine Stunde in der telefonische Warteschleife, später nochmal 2,1 Stunden am Telefon. Abends um 20:30 Flug bestätigt. Montag morgen wieder ganz früh mit zwei Koffer am Flughafen, Flug wieder gestrichen. Wieder am Telefon (nur 40 Minuten) Flug über Wien gebucht. Andere Fluggesellschaft, andere Koffer Philosophie. Halbe Koffer auspacken, denn jetzt hatte ich nur einen Koffer frei.
3. Versuch... mit viel Verspätung, aber immerhin, ich war schonmal in Wien! 23:00Uhr, ich war sowas von hundemüde. Habe bei der Info nach eine Ruhezone gefragt. (Mein Weiterflug war erst 10:00 Uhr). Ja, gibt es... wieder zum anderen Ende und 3 Etagen höher, vorher aber wieder durch die Security, endlich in der Ruhezone. Hab mich zwar gewundert, dass ich die einzige dort war... aber die Müdigkeit schleppte mich gerade noch zur längsten Couch. Die Stiefel aus, die Füße brannten, hingelegt und AAAAAHHHHHH!!! Keine drei Minuten später stand einer vor mir und fragte was ich da wohl mache... so eine doofe Frage aber auch... er meinte, es sei schon seit 22:30 geschlossen und wie ich überhaupt durch die verschlossene Tür reinkam?... so folgte eine dummen Frage der nächsten. Ich Stiefel an, zurück zur Info... keine Info bekommen. Also zum Shuttle/Taxi stand. Halbe Stunde später war ich in Wien, im Hotel und endlich im Bett!
Dienstag, zum Flughafen, Verspätung ( weil Crew nicht vollständig) und endlich um14:00Uhr in Varna angekommen. Als wir gelandet sind, klatschten alle, da sagte meine Nachbarin; wir klatschen weil das der dritte Versuch ist. Schon zweimal sind wir bis hier geflogen und mussten umkehren. Ok, die Landebahn war geklärt, aber um den Flughafen anzufahren, hoppelte der Flieger gewaltig übern festgefrorenen Boden. Angeblich gab es sowas noch nie in Varna.
Dann würde ich abgeholt, die Koffer wurden im Hotel abgeladen und wir wurden sofort zur Klinik gefahren.
Mein erster Eindruck: 1A Bin sehr beeindruckt!
Nach vier Stunden war ich dann endlich im Hotel (das die Klinik für mich gebucht hat und bezahlt). Habe ein herrliches Zimmer mit allen drum und dran (hier liegt sogar ein verpacktes Kondom im Bad)! Nicht das es wichtig für mich wäre... ich genieße einfach nur ein tolles Bad mit den tollen Badesalz, wickle mich in den flauschigen Bademantel und fühle mich so richtig wohl.
Nachdem ich gestern zu Abend aß, bin ich ins Bett und habe 10 Stunden geschlafen.
Heute scheint die Sonne, ist aber trotzdem arschkalt, doch das lässt mich noch kälter. Gleich gehe ich zur Klinik und bekomme drei Implantate eingesetzt.
Fortsetzung folgt! (Das Foto ist von meinem Balkon aus) sorry, kann nicht hochladen.

Herzliche Grüße aus Varna Bulgarien

Freitag, 23. Dezember 2016

Fröhliche Weihnachten!


Glaubt es oder nicht, ich bin es... wieder fünf vor zwölf und  das große Ereignis des Jahres steht vor der Tür;
Morgen ist Heiligabend!
Um nicht nur mir selbst, sondern auch euch Zeit zu sparen, gibt es eine ein Bericht im Schnellverfahren.
Was hab ich so gemacht... und, was mach ich gerade?
Ich hatte den blauen Himmel und die Sonne in Kanada satt, drum bin ich jetzt in Deutschland.
In November war ich erst zwei Wochen in Cincinnati und habe so total auf faul gemacht. Da ich Anfang September meine Hand operieren ließ, anschließend sechs Wochen Gips und weitere zehn Wochen im absoluten Schongangmodus durch ärztliche Anweisung verbannt wurde, nahm ich dies auch sehr ernst und tat eben so wenig wie möglich. Wenn ich ehrlich bin, so muss ich gestehen, dass ich diese Zeit auch ein wenig genossen und ausgenutzt habe?
Jetzt lass ich mich von Anna und Stephen ein wenig verwöhnen, und auch wenn hier die Sonne nicht zu sehen ist, so hüpft mein eigener kleiner Sonnenschein "Joko" (der inzwischen bald vier Jahre ist), jeden Morgen zu mir ins Bett und labert seine "Oma-Kanada" voll.
Eigentlich wollte ich mich viel früher melden, kam aber immer was dazwischen... na ja, das Übliche eben.
Jetzt bin ich seit den 4.12. in Deutschland. Erst hier in Hasloh bei HH, in Lüneburg und Berlin. Somit ist vorerst die Verwandtschaft abgeklappert.
Berlin war ein wenig gruselig. Ist doch total Schiete was da so kurz vor Weihnachten wieder passiert ist.
Wir waren an dem Abend auch am Weihnachtsmarkt in Berlin, aber auf einen anderen. Trotzdem; was sind das nur für hirnlose Menschen, die anderen so viel Leid zufügen können?
Jetzt bin ich wieder in Hasloh und morgen werde ich mit dem kleinen Enkel den Weihnachtsbaum schmücken, weil Mama und Papa noch arbeiten müssen.
Am Abend kommt dann der Weihnachtsmann... die Aufregung und Vorfreude ist groß!
Silvester gibt es eine Feier bei Profi (in einer meiner alten) Heimat im Südweschten!
Ich freue mich schon sehr auf das Wiedersehen... obwohl ich noch kein Plan habe wie ich da hinkomme. Für jemanden wie mich, der eher alles auf'n letzten Drücker schiebt und die Spontanität liebt, ist die deutsche Bahn der reinste Luxus. Das kann man sich echt nur als "Frühbucher" leisten. Wie auch immer... ich werde da sein und wir werden es krachen lassen!
Am 8.1. trete ich meinen Rückflug an und zwar über Bulgarien. Dort bleibe ich bis zum 13.1., lass mich noch ein wenig quälen und fliege mit einem neuen Lächeln, über Istanbul und Zürich zurück in meiner Wahlheimat.
Bitte habt Verständnis, dass ich mich nicht oder kaum gemeldet habe. Jetzt geht es mir viel besser und bin erholter.
Allerdings, mit dem posten (mit Bilder und Regelmäßigkeit)...
Da muss ich erst meinen neuen PC (der inzwischen ein volles halbes Jahr alt ist) besser kennenlernen. Ich bin noch nicht richtig dazu gekommen.
Auch meine Kamera war total eingestaubt... ehrlich!
Und überhaupt... habe ich diesen Blog in seiner jetzigen Form und Aufmachung ziemlich satt. Es macht mir keinen Spaß ihn überhaupt zu öffnen.
Anfang des Jahres, obwohl ich wieder arbeiten muss, werde ich genügend Zeit haben, mich damit zu befassen.
Jetzt möchte ich mich noch ganz, ganz, ganz lieb bei euch bedanken. Eure Kommentare zu meinen letzten Post haben mir sehr geholfen und mir viel Kraft gegeben.
DANKE!!!
Nun wünsche ich euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und alles liebe und gute fürs neue Jahr!
Herzlichen Dank auch für eure lieben Emails und Nachrichten in den letzten Tagen. Auch wenn nicht sofort, aber ich werde mich zurückmelden.
In Gedanken geht eine ganz feste Umarmung mit diesem Eintrag an jedem von euch!

🎄

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Hallo meine Lieben!

Es ist allerhöchste Zeit, oder besser noch es war schon vor Wochen allerhöchste Zeit... vielleicht schon vor Monaten, um mich wieder zu melden.
Aber es ging einfach nicht. Ich weiß nicht wie ich das erklären soll, ich hatte keine Lust weil ich einfach nicht ich selbst war. 
In Gedanken habe ich schon viele Einträge geschrieben, aber das hilft ja nichts. Meine Gedanken lesen, vielleicht nich ganz gut so!
Dann war es auch noch so, dass was ich schreiben wollte war vielleicht nicht das Richtige, und das Richtige wollte ich vielleicht nicht schreiben.
In der letzten Monaten kam sehr viel auf mich zu. Das ganze ist mir ein wenig über den Kopf gewachsen, oder sollte ich besser sagen, über die Seele geschwappt. Natürlich folgte, was folgen musste; ich wurde sehr depressiv und niedergeschlagen. Es kam mir vor, als ob ich mein Leben auf Stand-by runter geschaltet habe, und  funktionierte nur um für Kurt dazu sein. 
Ich hatte keine Probleme damit, einen kranken Menschen zu pflegen zu helfen und zu unterstützen. Doch in meinem meinem Kopf drehten sich zu viele Gedanken: was mache ich wenn? Was kommt dann? Und überhaupt wie soll ich das erledigen? Komme ich überhaupt damit klar? Gibt es für dies und jenes überhaupt eine Lösung? So kreisten die Gedanken in meinem Kopf. 
Bis hier hatte ich schon vor Wochen geschrieben.
Es war auch nicht der einzige "Anfang".
Immer wieder gelöscht und immer wieder neu anfangen.
Heute lösche ich das bereits geschriebene nicht. Im Gegenteil, ich bleibe hier sitzen bis der Bericht zu Ende ist.
Als erstes möchte ich euch mitteilen, dass Kurt vor zwei Tagen, am 24. Oktober friedlich und für immer eingeschlafen ist. 
Ganz seinen Wunsch entsprechend, ist er hier zuhause in meinem Beisein gestorben. 
In so einer Situation, ist es immer schön, wenn man von einer Erlösung sprechen kann. Nach fast eineinhalb Jahr Kampf gegen den Krebs, war es genau das für ihn.
In den letzten Monaten kam ein ständig wiederkehrendes Delirium erschwerend hinzu. Meistens hielt es über Tage an und es war nicht immer einfach diese Situation mitzuspielen, beziehungsweise ihm vor spontanen Dummheiten geschickt zu bewahren.
Möge seine Seele jetzt in Frieden ruhen.
Ich bin sehr froh, dass ich für ihn da sein konnte.
An dieser Stelle muss ich auch unbedingt das kanadische System loben. 
Wir bekamen eine einwandfreie und kostenlose medizinische und betreuerische Unterstützung. 
Jetzt sind erstmal Papierkram und viele Gänge um alles zu erledigen angesagt.
Am kommenden Sonntag gibt es kleine Gedenkfeier hier im Haus. Zusammen mit Freunden, krempeln wir die Ärmel hoch, und organisieren ein paar schöne Stunden um Kurts Leben zu feiern.
Seid mir meiner langen Abwesenheit bitte nicht böse. Auch dass es immer so lange dauerte um eine Antwort auf eine Email oder Nachricht zu bekommen.
Es geht mir gut, macht euch bitte keine Sorgen und bald geht es wieder weiter hier im Blog.
Seid ganz herzlich gegrüßt!

Sonntag, 26. Juni 2016

Rollstuhlwanderschieben

Eben hat sich mein PC von alleine aufgehängt...
...warum macht das meine Wäsche eigentlich nicht wenn sie gewaschen ist?
Nun, PC endhängt und es geht weiter...
Unsere gemeinsame Wanderung zum "Groto".
Am Abend zuvor hatte ich mich in den Provincial Parks Visitors Center informiert und ich bekam gesagt, dass es vom letzten Parkplatz zu den Groto, einen Rollstuhl freundlichen Weg gäbe. Nur 1Km... Aber was ein Wanderkilometer und ein Autokilometer ist, habe ich damals auf den Jakobsweg schon begriffen. 
Jetzt kenne ich auch den Unterschied zwischen einen normalen Wanderkilometer und einen 250Pfund schweren Rollstuhlschiebewanderkilometer!
Wir ihr auf dem Foto sehen könnt; wirklich sehr gut ausgebauter Weg... nur, so eben war der Weg nicht ständig. 
Es ging manchmal ganz arg bergauf, da brauchte ich 
wirklich alle Kraft. Bergab war noch beängstigender; 
trotz voll angezogener Bremse, hatte ich extrem Mühe 
den Stuhl zu halten.
 Momente gab es, da dachte ich in einem 
"Dick und Doof Film" versetzt zu sein.
Die letzten 30 Meter ging es dann ganz langsam ohne Stuhl, steil und steinig bergab. Doch wir ihr sehen könnt, hat es sich voll gelohnt. Kurt war so glücklich das erleben zu dürfen, es war eine richtige Aufmunterung für ihm.
Auf das nächste Foto könnt ihr ganz klein erkennen, wo ich Kurt hingesetzt habe. Mit dem Rollstuhlkissen untern Po, was zum trinken, was zum essen, ein Buch und einer grandiosen Aussicht, saß er auf einer Bank, ganz oben rechts neben gelben Schild und ich konnte ein wenig die Gegend erkunden, klettern und Fotos machen.
Und weil es viel leichter ist Bilder auf den Block zu stellen, anstatt Rollstuhlkilometerschieben... nehme ich euch jetzt alle mit um diese wunderschöne Aussicht zu genießen! 
(ha ha... PC ist zwar endhängt... haben aber gerade Stromausfall. Wird jetzt nichts mit bloggen...)
Stunden später... Strom ist wieder da!

































Allerliebste Grüße!