Herzlich willkommen in meiner kleinen Welt!

Nach über sechs Jahren, 500 Einträge, tausende dazugehörige Fotos und eine gescheiterte Ehe, entschied ich mich für einen Neuanfang in Brasilien http://backhomesouth.blogspot.com. Zwar stimmten die Voraussetzungen die mir mein Verstand zuflüsterte, doch mein Bauchgefühl kämpfte stark dagegen, und so blieb es bei einer drei monatigen Probezeit.

Eine Zeit die mir nicht nur die Möglichkeit bot nachzudenken, sondern auch zu lernen und vor allem um Kräfte (die mir oft falscher Weise angedichtet wird) zu sammeln. Danke an allen die mich so lieb unterstützt haben!

Ich habe mich entschlossen hier in Kanada zu bleiben. Dazu gibt es viele Gründe, doch ganz weit oben steht;

Mein Gefühl sagt „ja“!

Heute bin ich endlich soweit diesen Blog wieder ins Leben zu rufen und lade Euch herzlich ein,

an „My new life in Canada – 2. Teil“ teilzunehmen!

Damals in Paraguay (Mein 2. Blog)

Geschichten aus meiner ersten Heimat.
Schaut mal rein und lasst Euch in eine andere Welt und Zeit versetzen.
Ich freue mich über Euren Besuch und Kommentare!
Einfach hier unten anklicken.
http://damalsinparaguay.blogspot.com/

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Hallo meine Lieben!

Es ist allerhöchste Zeit, oder besser noch es war schon vor Wochen allerhöchste Zeit... vielleicht schon vor Monaten, um mich wieder zu melden.
Aber es ging einfach nicht. Ich weiß nicht wie ich das erklären soll, ich hatte keine Lust weil ich einfach nicht ich selbst war. 
In Gedanken habe ich schon viele Einträge geschrieben, aber das hilft ja nichts. Meine Gedanken lesen, vielleicht nich ganz gut so!
Dann war es auch noch so, dass was ich schreiben wollte war vielleicht nicht das Richtige, und das Richtige wollte ich vielleicht nicht schreiben.
In der letzten Monaten kam sehr viel auf mich zu. Das ganze ist mir ein wenig über den Kopf gewachsen, oder sollte ich besser sagen, über die Seele geschwappt. Natürlich folgte, was folgen musste; ich wurde sehr depressiv und niedergeschlagen. Es kam mir vor, als ob ich mein Leben auf Stand-by runter geschaltet habe, und  funktionierte nur um für Kurt dazu sein. 
Ich hatte keine Probleme damit, einen kranken Menschen zu pflegen zu helfen und zu unterstützen. Doch in meinem meinem Kopf drehten sich zu viele Gedanken: was mache ich wenn? Was kommt dann? Und überhaupt wie soll ich das erledigen? Komme ich überhaupt damit klar? Gibt es für dies und jenes überhaupt eine Lösung? So kreisten die Gedanken in meinem Kopf. 
Bis hier hatte ich schon vor Wochen geschrieben.
Es war auch nicht der einzige "Anfang".
Immer wieder gelöscht und immer wieder neu anfangen.
Heute lösche ich das bereits geschriebene nicht. Im Gegenteil, ich bleibe hier sitzen bis der Bericht zu Ende ist.
Als erstes möchte ich euch mitteilen, dass Kurt vor zwei Tagen, am 24. Oktober friedlich und für immer eingeschlafen ist. 
Ganz seinen Wunsch entsprechend, ist er hier zuhause in meinem Beisein gestorben. 
In so einer Situation, ist es immer schön, wenn man von einer Erlösung sprechen kann. Nach fast eineinhalb Jahr Kampf gegen den Krebs, war es genau das für ihn.
In den letzten Monaten kam ein ständig wiederkehrendes Delirium erschwerend hinzu. Meistens hielt es über Tage an und es war nicht immer einfach diese Situation mitzuspielen, beziehungsweise ihm vor spontanen Dummheiten geschickt zu bewahren.
Möge seine Seele jetzt in Frieden ruhen.
Ich bin sehr froh, dass ich für ihn da sein konnte.
An dieser Stelle muss ich auch unbedingt das kanadische System loben. 
Wir bekamen eine einwandfreie und kostenlose medizinische und betreuerische Unterstützung. 
Jetzt sind erstmal Papierkram und viele Gänge um alles zu erledigen angesagt.
Am kommenden Sonntag gibt es kleine Gedenkfeier hier im Haus. Zusammen mit Freunden, krempeln wir die Ärmel hoch, und organisieren ein paar schöne Stunden um Kurts Leben zu feiern.
Seid mir meiner langen Abwesenheit bitte nicht böse. Auch dass es immer so lange dauerte um eine Antwort auf eine Email oder Nachricht zu bekommen.
Es geht mir gut, macht euch bitte keine Sorgen und bald geht es wieder weiter hier im Blog.
Seid ganz herzlich gegrüßt!

Sonntag, 26. Juni 2016

Rollstuhlwanderschieben

Eben hat sich mein PC von alleine aufgehängt...
...warum macht das meine Wäsche eigentlich nicht wenn sie gewaschen ist?
Nun, PC endhängt und es geht weiter...
Unsere gemeinsame Wanderung zum "Groto".
Am Abend zuvor hatte ich mich in den Provincial Parks Visitors Center informiert und ich bekam gesagt, dass es vom letzten Parkplatz zu den Groto, einen Rollstuhl freundlichen Weg gäbe. Nur 1Km... Aber was ein Wanderkilometer und ein Autokilometer ist, habe ich damals auf den Jakobsweg schon begriffen. 
Jetzt kenne ich auch den Unterschied zwischen einen normalen Wanderkilometer und einen 250Pfund schweren Rollstuhlschiebewanderkilometer!
Wir ihr auf dem Foto sehen könnt; wirklich sehr gut ausgebauter Weg... nur, so eben war der Weg nicht ständig. 
Es ging manchmal ganz arg bergauf, da brauchte ich 
wirklich alle Kraft. Bergab war noch beängstigender; 
trotz voll angezogener Bremse, hatte ich extrem Mühe 
den Stuhl zu halten.
 Momente gab es, da dachte ich in einem 
"Dick und Doof Film" versetzt zu sein.
Die letzten 30 Meter ging es dann ganz langsam ohne Stuhl, steil und steinig bergab. Doch wir ihr sehen könnt, hat es sich voll gelohnt. Kurt war so glücklich das erleben zu dürfen, es war eine richtige Aufmunterung für ihm.
Auf das nächste Foto könnt ihr ganz klein erkennen, wo ich Kurt hingesetzt habe. Mit dem Rollstuhlkissen untern Po, was zum trinken, was zum essen, ein Buch und einer grandiosen Aussicht, saß er auf einer Bank, ganz oben rechts neben gelben Schild und ich konnte ein wenig die Gegend erkunden, klettern und Fotos machen.
Und weil es viel leichter ist Bilder auf den Block zu stellen, anstatt Rollstuhlkilometerschieben... nehme ich euch jetzt alle mit um diese wunderschöne Aussicht zu genießen! 
(ha ha... PC ist zwar endhängt... haben aber gerade Stromausfall. Wird jetzt nichts mit bloggen...)
Stunden später... Strom ist wieder da!

































Allerliebste Grüße!

Mittwoch, 22. Juni 2016

Victoria W-Ende Ausflug nach Tobermory

Eigentlich wollte ich sofort über unseren Ausflug berichten, doch als wir zurück waren, war ich total KO. Auch hatten wir kein Internet weil sich die Satellitenschüssel verschoben hatte. Ich musste die zwei Tage wieder einholen und für meine bevorstehende Abwesenheit vorbereiten und kräftig vorarbeiten. Anschließend mit den Kindern wurde es absolut unmöglich.
Also bei euch zwar nicht, aber mir ist es immernoch Mittwoch der vergangenen Woche und ich sitze immernoch im Auto während Kurt hier im KH sein Venenfutter bekommt.
Irgendwie auch gut für mich, so komme ich zum schreiben. Mal schauen, wann ich es posten kann. (Hat 'ne ganze Woche gedauert.)
Na schön, zurück zum Ausflug, Montag vor vier Wochen. 
Allein an was man alles denken, vorbereiten und einpacken muss für einen zweitägigen Ausflug mit einem kranken Mann, ist endlos. Angefangen vom Essen und Getränke, über Pillen und Medikamente, bis hin zur provisorisch- selbstgebastelten Not- Toilette mit genügend Wasser zum notspülen. Ja, lacht nicht, aber die Zeiten dass Kurt sich im Wald setzen kann, sind schon langE vorbei. Und wenn was muss, dann muss es...
Es waren ca. 6 Stunden Fahrt, denn wir wählten viele kleine Nebenstraßen.
Gegen 15:00 Uhr sind wir angekommen und haben uns ein Hotel gesucht. Kurt hat sich sofort hingelegt und ist eingeschlafen. Und wenn ich mich auf was verlassen kann, dann auf seinen tiefen Schlaf.
Zeit für eine kleine Wanderung im Bärenland!
Und endlich... konnte ich meine neuen Wandersocken ausprobieren!
Es war ziemlich heiß, doch im Wald und am Wasser 
angenehm bis juhuuuuuuu herrlich.
Ich habe mir einen 6 Km Rundgang mit höhere Schwierigkeitsstufe ausgesucht. Am obersten Teil der Halbinsel, durch Wald und  hier und da ein paar schöne  Aussichtspunkten.
Erst hatte ich mich verlaufen und 3 Km verschwendet, ich wollte mich eben beeilen. Von hier aus gesehen, genau gegenüber. Dort an den kleinen weißen Fleck vorbei und weiter links um die Kurve.

 Dann schließlich auf dem richtigen Hike.
 Hier unten der erste "weiße Fleck".

Es wurde später und ich traf nur am Anfang noch ein paar Hiker. Dann war ich total alleine. Richtig konnte ich es nicht genießen, denn ich beeilte mich so sehr, um beizeiten zurück zu sein, falls Kurt doch mal früher aufwachen sollte. Ich hätte es besser wissen müssen. Außerdem hing die Sonne schon ziemlich schräg und bekanntlich wird es im Wald schneller dunkel.
Gerne wäre ich einfach eine halbe Stunde sitzengeblieben und hätte die schöne Aussicht genossen. Anstatt dessen, machte ich viele Fotos und genieße sie später.
Schauen wir sie uns doch gemeinsam an...













 Gegenüber liegt die "Flower Pot Island".
Foto unten habe ich von ganu weit angezoomt.
Dort waren wir vor zwei Jahre. Wer gerne mehr über diese Insel erfahren möchte, hier der Link zum anklicken;
Flower Pot Island
 Möwen und einen "Loon".
...wieder durch Wald, über Stock , Stein und Wurzel.

Es war trotz der Eile einfach phantastisch und reichte vorerst meinen Akku mit einer kleinen Füllung zu bescheren.

Zurück im Hotel... wahrhaftig, Kurt schlief noch.
Nachdem ich mich ein wenig entspannte und gemütlich einen Kaffee schlürfte, habe ich ihn geweckt und was zum essen gegeben. Gleich danach ist er wieder eingeschlafen  bis zum nächsten Morgen, als ich ihm mit den Satz; "Aufstehen, wir zwei gehen wandern!" geweckt habe.
Er schaute sowas von überrascht... das seid ihr jetzt bestimmt auch... 
Ob es mein voller Ernst war, oder ob es nur ein Witz war, das erfährt ihr im nächsten Beitrag!
Herzliche Grüße!

Übrigens... ganz herzlich bedanke ich mich an dieser Stelle an alle Leser für euren Besuch und besonderen Dank für die lieben Kommentare und Wünsche. Auch ein großes Dankeschön für euer Verständnis... und versprochen; ich werde bald auch wieder mehr Zeit für euch haben.