Sonntag, 20. Mai 2012

Groundhog Besuch...

…oder; 
„Täglich grüßt das Murmeltier“!
Wer kennt ihn nicht, den lustigen Hollywoodtreifen aus dem Jahre 1993. (Originaltitel: „Groundhog Day“) 


Hin und wieder sehe ich aus der Ferne ein originales Waldmurmeltier, aber nie die Möglichkeit gehabt einen kamaramäßig abzuschießen.
Sie leben eher auf Felder und weniger in bewohnten Gegenden. Der Bursche hier machte eine Ausnahme und besuchte unseren Garten. Ich war zufällig draußen beim frühstücken, da sah ich ihm. Schnell schlich ich ins Haus, holte meine Kamera und hatte das Glück ihn einmal drauf zu bekommen, bevor das scheue Geschöpf das Weite suchte.
Übrigens, steckt sehr viel mehr hinter den besagten Film als nur ein Film.
In Nordamerika und Kanada gibt es wirklich einen „Groundhog day“. Jedes jahr, am 2. Februar ist es soweit.
Lustig ist aber, dass das Ganze einen deutschen 
Ursprung hat.
Der älteste Beleg dafür, befindet sich in Pennsylvanien, im „Pennsylvania Dutch Folklore Center“.
Am 4. Februar 1841 schrieb James Morris, ein Ladenbesitzer in Morgantown, Berks County (Pennsylvania) 
in sein Tagebuch:
(„Letzten Dienstag, den 2. Februar, war Lichtmess. Die Deutschen sagen, dass an diesem Tag das Waldmurmeltier kurz aus seinem Winterquartier hervorlugt. Wenn es seinen Schatten sieht, verschwindet es für die nächsten sechs Wochen wieder in seiner Höhle um zu schlafen. 
Doch ist der Tag bewölkt, bleibt es draußen, 
da das Wetter gemäßigt sein wird.“)
Ja, ob ihr es glaubt oder nicht, diese alte deutsche Bauernregel, ist heute noch sehr aktuell und jedes Jahr wird spekuliert, ob am 2. Februar das Waldmurmeltier seinen Schatten sieht oder nicht. In den USA wie hier in Kanada.
In „Pennsilfaanisch Deitsch“ heißt das Murmeltier Grundsau, oder in englisch-deutscher Orthographie Grundsow. Bei den Pennsylvania Dutch pflegen besonderre Männerbünde, die Grundsow Lodges (englisch: Groundhog Lodges) das Brauchtum zugleich mit der Mundart mit jährlichen Festessen. Die Tradition geht auf das Jahr 1934 zurück. Bei den Festessen darf nur Pennsilfaanisch Deitsch gesprochen werden. Wer Englisch spricht, muss eine symbolische Strafe zahlen, zum Beispiel 5, 10 oder 25 Cent pro Wort, die in eine Schale in der Tischmitte gelegt werden. Neben den etwas in die Jahre gekommenen Groundhog Lodges gibt es in deren Tradition häufig vom gleichen Personenkreis besuchte Fersommlinge (Versammlungen) mit Festessen, die auch Frauen offenstehen und mit Ansprachen und Theater ebenso der Sprachpflege dienen. Aktuell bestehen dort etwa zwei Dutzend Vereine, deren jährliche Versammlungen jeweils mehrere Hundert Teilnehmer anziehen.
Es gibt mittlerweile so zwei Dutzend berühmte Murmeltiere, die haben einen Namen und sind jedes Jahr die Stars unter den hellsehenden Wetterfroschnagetiere.
Hier ein paar Beispiele:
 „Phil“ aus Punxsutawney (daher der Film).
„Balzac Billy“ aus Alberta, Kanada.
„General Beauregard Lee“ aus Stone Mountain, Georga, USA.
“Jimmy the Groundhog” aus Sun Prairie, Wisconsin.
“Schubenacadie Sam” aus Novascotia, Kanada.
„Staten Iland Chuck aus New York City.
“Wiarton Willie” aus Wiarton, Ontario, Kanada.

Aber das Allerlustigste… sie haben nur eine 33% Trefferquote!
Was lernen wir daraus?
Das Wetter kommt eh wie es will, aber Feiern kann man immer!
Herzliche Sonntagsgrüße!

Kommentare:

  1. Tolle Backgroundinfo Ela, danke! Den Ursprung kannte ich auch noch nicht. Noch ein schoenes verlaengertes Wochenende!
    GLG,
    Sue

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  2. Danke Ela für die Info und das tolle Bild!--- Bauernreglen gibt es ja immer noch- hier ist es Hundstage, kalte Sofhie etc etc- nur stimmts wirklich selten mit dem Wetter dann

    Das könnte hier besser sein! Es regnet, 13 Grad------- das Jahr war bis auf 5 Tage nicht so dolle wom Wetter her

    Liebe Grüße
    elma

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  3. Hallo liebe Ela,


    das Murmeltier kenne ich aus den Bergen. Früher machte ich viele Hüttenwanderungen mit meinem Pa, ich bekam es tatsächlich vor die Linse, aber damals hatte ich noch keine Spiegelreflex , trotzdem war es so nah vor mir, dass man es sehr gut erkennen kann. Ich beobachtete unsere Murmeltiere im Zusammenspiel mit den Gämsen , wenn der Feind kam, also wir Wanderer dann gaben sie gemeinsame Laute von sich...


    Liebe Grüße
    Birgit


    Dein kleiner Pumuckel ist ja süß...hab gerade die tollen Bilder genossen, bin leider zur Zeit nicht regelmäßig on...

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  4. ...und wieder etwas dazu gelernt liebe Ela...

    der sieht ja putzig aus der Geselle, aber eben am Haus will man ihn dann doch nicht ständig haben...

    habe eine schöne Zeit und lass dich grüßen von der

    Geli

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  5. hallo liebe ela,
    ein tolles bild hast du da geschossen und vielen dank für diesn tollen post. sehr interessant!!!
    ganz liebe grüße sendet dir
    margit

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  6. Danke für mehr Hintergrundinfos. Der Film ist unvergessen und ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich die Musik von Sonny und Cher im Radio hör und seh den Wecker vor mir. *summ* They say we´re young and we don´t know... Babe, I got you Babe

    Das werd ich den ganzen Tag nicht wieder los.

    LG
    Susanne

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  7. Liebe Ela,
    da hast Du ja einen tollen Schnappschuss gemacht super, und Danke für die tollen Informationen.
    Schick Dir ganz liebe Grüße über den großen Teich.
    Barbara

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  8. Hallöchen
    das Murmeltier begegnet uns in den Bergen! Ein sehr hübsches Bild!
    Grüßle und einen schönen Tag
    Crissi

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  9. Über den Murmeltiertag habe ich schon eine Reportage gesehen. Dass du auch noch eins "erwischt" hat ist ja unglaublich.
    LG Sabine

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  10. Hallo liebe Ela, wie sooft hast Du mal wieder etwas sehr wissenswertes niedergeschrieben...herrlich diese Geschichten bei Dir nachzulesen. Was immer auch so ein Murmeltier für eine Bedeutung hat, die Erzählungen machen den Reiz aus - ebenfalls das gelungene Foto von dem "Gast".
    Wuff und LG Aiko

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  11. Liebe Ela, danke Dir ganz herzlich fuer Deinen netten Kommentar. War nicht ganz einfach dieses Teil, hat aber Spass gemacht. Ich habe mir eine tolle Janome Horizon 7700 gekauft und damit lief es voellig ohne Probleme. Gibt ja auch wieder viel zu lesen bei Dir.
    Viele Gruesse,Christel, heute hier nicht so schoen

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  12. Liebe Ela,
    vielen Dank für Deinen netten Kommentar auf meinem blog.
    Ja, der Japanische Garten ist wirklich sehenswert. Man fühlt sich in der Tat als wäre man in Japan.
    Die wunderschöne Blumenpracht in Keukenhof ist Balsam für die Seele. So habe ich es empfunden.
    Was Dir passiert ist mit der Linse, das könnte mir auch passieren, denn ich schaue selten nach, ob die sauber ist.
    Schade um die schönen Bilder, die man doch zeigen möchte.

    Ach, habe ich schon erwähnt, daß ich am 12.6. nach Chicago fliege mit einer großen Patchworkgruppe. Ab München geht die Reise los und ab Chicago rund um den Michigan-See.

    Ich freue mich sehr darauf.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.
    Liebe Grüße Ingeburg

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  13. Ela, toll! Von dir lerne ich nur dazu! Danke für die Erklärung!

    LG Regina

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  14. Aaah Ela, was für ein Schnappschuss ist Dir da gelungen! Einfach toll!
    Wir haben ja den Siebnschläfer für Wettervorhersagen. Der trifft zu oder auch nicht. Das haben die beiden gemein.... :-)

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