Sonntag, 2. September 2012

Untergetaucht...

…wieder aufgetaucht!
Hatte in letzter Zeit sowas wie „U-Boot-Syndrom“;
Lucke zu und die Oberfläche verlassen.
Es war aber auch einiges los und irgendwann war ich einfach nur kaputt. Ach, was sehne ich mich nach ein paar Tage vollkommene Ruhe. Eine Woche allein irgendwo im Wald, niemanden sehen, mit niemanden reden. Kein Lärm, keine Verpflichtungen… ein Traum!
Natürlich war in den letzten Wochen nicht alles mit Stress verbunden. Es waren auch ein paar schöne Tage dabei und wie immer, werde ich diese Momente mit euch teilen.
Heute schreibe ich über den kurzen Besuch von Sonja und Family… und ja, ihr ahnt es schon; der Pumuckl war auch dabei und wo der Pumuckl ist, ist immer was los!
Der Begriff „Gefahr“ ist in sein Gehirn anscheinend nie einprogrammiert worden und verweigert strickt jeden Versuch es nachzuholen, sei es durch Lehre oder Erfahrung. Einzige Möglichkeit; ständig hinterher rennen.
Schrammen, Hemmatomen, gebrochene Fingerknochen… trotzdem immer ein sonniges Gemüt und das ganze Gesicht lacht! (Ausgenommen die vielen Momente wenn er seinen Zorn hat.)
Sonja mit den Jungs und ihre Freundin Ally mit ihren zwei Kindern waren Anfang August hier in der Nähe zum Campen. Wir haben ihnen die Schnecke zur Verfügung gestellt.
Ally war nur vier Tage hier, Sonja eine Woche. Als Ally zurück ist, kam auch Scott (Sonjas Mann) hinzu.
Am Samstag die erste Nacht, waren alle hier bei uns. Am Sonntag habe ich die Schnecke zum Platz gefahren und aufgebaut. Da wir auch noch ein großes Zelt dabei hatten, blieb ich die Nacht dort und bin Montag früh direkt zur Arbeit.
Abends, nach dem Essen sind wir noch alle zum Strand. Es war ein wenig windig und der See schlug ordentlich Wellen. Wir hatten auch nicht vor zu baden. Doch was interessiert das den Pumuckl! Er rennt einfach im See!  (Hier im orangen T-shirt) 
Ich hatte „Aufpassschicht“ und da er nicht halt macht wenn er bis zur Knie im Wasser ist, auch nicht wenn schon bis zum Bauch, oder bis zum Hals… es lustig findet wenn die Wellen ihn untertauchen und wieder hoch schleuderten… musste ich mit samt Klamotten hinterher! War ja nicht schlimm… es war warm und brauchte die gleichen Kleider nur am nächsten Tag zum arbeiten… aber das kleine Frettchen immer und immer wieder ins Flache zurück zu scheuchen, war schon anstrengend. Man kann ihn eben keine Sekunde allein lassen. Ich meine, wir haben wirklich schon alles mit ihm erlebt; von in letzter Sekunde aus dem Wasser zu ziehen, bis hin zu aus dem ins  Lagerfeuer gefallen zu retten. Ehrlich!
Zwei Wochen bevor sie hergekommen sind, hatte er Zuhause auch einen „autsch-tut-das-weh-Unfall“.
Er muss ja überall hochklettern um das zu bekommen, was Andere ganz weit oben… am obersten… von ihm fernhalten wollen.
So auch an dem Tag im Zimmer seines Bruders. Seine Cousine war da zum spielen, die ganz erschrocken zu Sonja runter kam um ihr mitzuteilen dass Finn seinen „Wiener“ abgebrochen hätte. Sonja zusätzlich vom Pumuckl‘s schreie alarmiert raste hoch und wow… sein kleines Teilchen war total gequetscht, wurde auch sofort total Blau und schwoll auf dreifacher seiner kleinen Größe an, aber nicht „abgebrochen“ wie von seiner Cousine im Schock fälschlich diagnostiziert.
Wie konnte das passieren? Er öffnete alle Schubladen von Jakes Kommode die im Wandschrank steht und kletterte von Schublade zu Schublade hoch um ganz oben im Schrank was zu stibitzen. Pech nur, dass er die Angewohnheit hat, sich ständig nackig auszuziehen und im ungeschütztem Adamskostüm rumzurennen. Irgendwie klemmte er bei diesem Manöver seinen „Wiener“ in die Schublade.
Sonja ging gleich zum Arzt mit ihm (wo der Pumuckl in der Notaufnahme schon sowas wie ein Ehrenmitglied ist), doch alles was sie machen konnte war Geduld haben.
Zwei Wochen später als sie hier waren, war das Teilchen immer noch ein wenig Bunt, aber wieder gut erholt und funktionsfähig.
Mittwochabend am Campingplatz; Ally war wieder in Cincinnati. Scott ist aus Cincinnati angekommen. Meine Nachbarin, ihr kleiner Sohn, der schon seit ein paar Jahren Jakes Freund ist und ich, sind auch zum Campingplatz. So hatte ich mit noch zwei Nächte und einen Tag mit denen am See.

 Am Donnerstag wollte Sonja und Anhang Kanu fahren… ich wollte erst nicht mit. Ich muss euch ja nicht erklären, dass ich vor sowas eine Menge Schiss habe. Doch es fehlte ein Erwachsener zum paddeln. Ich ließ mich breitschlagen und bin mit… „ist ja nur auf dem Fluss und nicht auf dem See…“ „tragen ja eh alle eine Schwimmweste…“ „das Wasser ist ja auch nicht soooo tief…“ mit solchen positiven Gedanken habe ich mich geistig fürs Kanuun aufgewärmt.
Sonja, Scott und der Pumuckl in einem Kanu…

 Lori, ihr Sohn, Jake und ich im zweiten Kanu.
Ach, war doch eigentlich ganz herrlich! Das Gejammer vom kleinen Nachbarsjungen; „wie lange müssen wir noch?“ „Werden wir kentern?“ „Werden wir untergehen?“ „Werden wir ertrinken?“  „Wann fahren wir zurück?“ „…und, und, und…“, habe ich einfach überhört.
Ja, es war wirklich schön!
Als wir dann so die Hälfte der Zeit abgepaddelt und umgekehrt sind, ist es passiert!
Sonja ist eine ausgezeichnete Kanu und Kajak Fahrerin, doch Scot in diesem Gebiet unerfahren, hat sich wenig an ihre Anweisungen gehalten bis deren Kanu gekentert ist.
Oh mein Gott! Kanu umgedreht und am sinken.
Sonja wieder aufgetaucht!
Scot wieder aufgetaucht!
Pumuckl weg!
Geschrei, Geplansche, Manöver um das Kanu zu wenden… ich habe in Panik meine Trillerpfeife geblasen und geblasen… ein anderes Kanu mit einem jungen Pärchen eilten herbei… Pumuckl war unterm Kanu weiterhin verschwunden… Sonjas Rucksack ist aufgetaucht und wir nahmen ihn in unserem Kanu. Endlich konnte das Kanu umgedreht werden… und siehe da, der Pumuckl hielt sich noch instinktive an der Stang fest. Ich nahm ihn sofort rüber in unserem Kanu. Er war natürlich ein wenig geschockt und total durchnässt. Doch am schlimmsten war für ihn der Gedanke an dem, was die Fische hätten tun können. „The fishy bite my wiener two times“ wiederholte er immer und immer wieder… das alles weil; einen Tag davor, waren sie alle am Ufer vom Fluss und Finn zog in Windeseile seine Kleider aus und sprang im Fluss. Sonja musste ihn retten wollte aber nicht voll gekleidet ins Wasser, sagte sie zu ihm: „Wenn du nackig im Fluss gehst, beißen die Fische deinen Wiener!“ Es wirkte und er war wie von der Tarantel gescheucht aus dem Wasser! Dass es schon am nächsten Tag nicht so gut ankommt, konnte Sonja nicht ahnen. Bis heute erzählt er noch von den Fischi, die  angeblich zweimal seinen „Wiener“ gebissen haben…
Eines ist sicher; er wird nie wieder ohne Hose ins Wasser gehen!
Alle Handtücher und was sonst noch im Rucksack und Taschen war, Kamera, Portmonee, etc.,  war nass. Doch es war sehr heiß und somit weiter nicht schlimm in nassen Klamotten zu sitzen und nachdem endlich das Kanu aus dem Wasser gezogen und gewendet wurde, paddelten wir zurück.
Zurück zur Schnecke einmal umziehen und dann zum Eisstand… wir hatten eine Belohnung verdient! 
 Der Pumuckl war wieder ganz der Alte. Als wir am Eisstand in der Warteschlange standen, war er ruck zuck beim Fahrradverleih, hat sich vom Regal eines Helms bedient und sofort draußen auf eines der stehen Fahrräder… das alles in Sekundenschnelle.
Beruhigend und erholsam ist da der Gedanke, wie einfach der Jake im Vergleich zu handhaben ist.
Liebe Grüße!

Kommentare:

  1. ...oha, langweilig wird es bei euch nie, liebe Ela, oder? ist ja schön, wenn die Kids mutig die Welt erkunden, aber das ist wohl doch ein bisschen viel...
    schön, wieder von dir zu lesen...

    lieber Gruß von Birgitt

    AntwortenLöschen
  2. Lieb Ela
    wieder mal eine köstliche Geschichte vin Dir.Spannender als ein Krimi.
    Liebe Grüße Christa-R.

    AntwortenLöschen
  3. Weia....da kann ich verstehen dass du ne Ruhezeit haben moechtest. Ist zwar wirklich spannend aber bestimmt spannend anstrengend ;-)


    Liebe Abendgruessle

    AntwortenLöschen
  4. wow, der Luette haelt Euch echt auf Trab, aber Erholung ist wirklich was anderes ;o) Wenigstens wird es nicht langweilig....
    Knuddels aus dem immer noch sommerlichen Osten,
    Sue

    AntwortenLöschen
  5. Ela- da hast du ja wieder enigeserlebt1 Ja- Oma sein ist oft schwierig aber doch schön
    Erhol dich nun mal + lg schickt dir
    Elma

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Ela,

    ich finde deine Art zu schreiben super! Ich lese Deinen Blog furchtbar gern :-) Deine Enkelkinder, besonders Pumuckel, halten dich ja ganz schoen auf Trab :-)

    Liebe Gruess aus NB

    Mecki

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Ela,

    heute will ich endlich auch einmal wieder hier vorbeischauen. Ich habe ja lange nichts mehr von Dir gehört! Aber durch unsere Umzugsvorbereitungen, die noch bis Ende Oktober andauern werden, komme ich auch nicht mehr so viel in den Blogs herum.

    Ja, manchmal braucht man ganz einfach Ruhe und eine Auszeit. Und so kleine Kinder können doch ganz schön anstrengend sein, das kann ich mir lebhaft vorstellen. Das Gute daran ist, daß man sie als Großeltern nicht mehr ständig hat. Aber ich kann da noch nicht mitreden, da meine Kinder bislang alle noch keine Kinder haben. Hier bekommt man heute recht spät Kinder, aber mein Ältester ist auch noch nicht ganz 30, das hat wirklich noch Zeit.

    Schöne Bilder! Und Deine Tochter ähnelt Dir sehr!

    Herzliche Grüße aus der Ferne
    Sara

    AntwortenLöschen
  8. Du liebe Güte Ela, bei Dir ist ja wirklich immer was los. Zum Glück ging das Kanu-Abenteuer gut aus.... was für ein Schreck.
    Und trotz der Aufregung lieferst Du uns soo schöne Bilder und kannst alles noch so unterhaltsam formulieren.
    Liebe Grüße,
    Pia

    AntwortenLöschen
  9. Ela, bei deinem Bericht musste ich mehrmals schmunzeln! Du hast einen so tollen Schreibstil!
    Langeweile kommt wohl nie bei dir auf!

    Wünsche dir einen schönen Sonntag und liebe Grüße - Regina

    AntwortenLöschen