Liebe Leser,
endlich kann ich Euch vorstellen, was ich schon seit einiger Zeit geplant hatte.
Was es ist und um was es geht, steht alles hier beschrieben:
http://damalsinparaguay.blogspot.com
Viel spaß und herzliche Grüße!
Sonntag, 15. August 2010
Donnerstag, 12. August 2010
Singzikaden in Kanada
Bevor ich Euch mit weitere Urlaubsfotos langweile, weiche ich heute mal total vom Thema ab.
Für den Einen ist es unangenehmes Kribbel-Krabbel-Zeug,
für mich sind es Erinnerungen aus der Kindheit.
Der laute Gesang der Singzikade „Chicharra“.
Der laute Gesang der Singzikade „Chicharra“.
Es hat für mich was Heimatliches… ja, sogar angenehm und beruhigend.
In Tropen und Mittelmeerländer bekannt, doch das ich sie hier in Kanada wiederfinde,
In Tropen und Mittelmeerländer bekannt, doch das ich sie hier in Kanada wiederfinde,
darauf hätte ich nie gewettet.
Es gibt weltweit ca. 4000 bekannte Arten, doch nur die Singzikade gibt Laute wieder, die vom Menschen hörbar sind. Und wie laut! Aber nur die Männchen! Einmal um die Weiber anzulocken und um ihr Revier abzugrenzen.
Dass die Gesänge hauptsächlich von den Männchen ausgehen, war schon den alten Griechen bekannt und verleitete den griechischen Dichter Xenarchos zu dem Ausspruch:
„Glücklich leben die Zikaden, denn sie haben stumme Weiber“.
Eine Singzikade kann Laute bis zu 900Herz und Lautstärken bis 120dB erzeugen.
Es gibt weltweit ca. 4000 bekannte Arten, doch nur die Singzikade gibt Laute wieder, die vom Menschen hörbar sind. Und wie laut! Aber nur die Männchen! Einmal um die Weiber anzulocken und um ihr Revier abzugrenzen.
Dass die Gesänge hauptsächlich von den Männchen ausgehen, war schon den alten Griechen bekannt und verleitete den griechischen Dichter Xenarchos zu dem Ausspruch:
„Glücklich leben die Zikaden, denn sie haben stumme Weiber“.
Eine Singzikade kann Laute bis zu 900Herz und Lautstärken bis 120dB erzeugen.
Sie singen und pausen immer alle Gleichzeitig… Herrlich! Wie in Paraguay damals!
Sie singen nur Tags bei Sonnenschein, nicht wie Grillen auch nachts.
Obwohl wir in diesem Jahr so viele haben, sitzen sie sehr gut getarnt auf Ästen und Baumstämmen. Immer wenn ich sie suche zum Fotogerafieren, sind sie wutsch weg!
Sie singen nur Tags bei Sonnenschein, nicht wie Grillen auch nachts.
Obwohl wir in diesem Jahr so viele haben, sitzen sie sehr gut getarnt auf Ästen und Baumstämmen. Immer wenn ich sie suche zum Fotogerafieren, sind sie wutsch weg!
Sie können unheimlich gut springen und nehmen nicht nur Geräusche und Formen,
sondern auch Farben war.
Mir ist es aber doch gelungen sie zu fotografieren, ha! Musste nur wissen wann.
Mir ist es aber doch gelungen sie zu fotografieren, ha! Musste nur wissen wann.
Nach fünf bis acht Wochen ist die Embryonalentwicklung abgeschlossen. Die Junglarven sprengen die Eihülle und schlüpfen aus der Einstichöffnung heraus, wobei sie die Embryonalhülle abstreifen. Sie fallen auf die Erde. Von nun an leben die gelblichen oder weißlichen Larven grabend im Boden. Dazu verfügen sie über kräftige, zu Grabbeinen entwickelte Vorderbeine, deren sehr kurze Schenkel verdickt und bedornt sind. Die Larven saugen an Wurzeln. Haben sie eine geeignete Nahrungsquelle gefunden, legen sie sich eine Aufenthaltskammer an. Je nach Bodenverhältnissen sind die Larven zwischen 15 und 60 Zentimetern Tiefe zu finden. Zuweilen dringen sie sogar bis zu 3 Meter tief in den Boden ein.
Singzikaden durchlaufen fünf, durch Häutungen getrennte Larvenstadien, wobei sie dem erwachsenen Tier allmählich immer ähnlicher werden. Sie haben im Vergleich zum wenige Monate währenden Erwachsenenleben eine sehr lange Larvenentwicklungszeit. Diese dauert von neun Monaten bis zu mehrere Jahre. Meist sind es zwei bis fünf Jahre. Bei den Singzikaden der in Nordamerika verbreiteten Gattung Magicicada sind es sogar 13 oder 17 Jahre. Sie zeichnen sich besonders durch regelmäßige Massenvermehrungen aus.
Singzikaden durchlaufen fünf, durch Häutungen getrennte Larvenstadien, wobei sie dem erwachsenen Tier allmählich immer ähnlicher werden. Sie haben im Vergleich zum wenige Monate währenden Erwachsenenleben eine sehr lange Larvenentwicklungszeit. Diese dauert von neun Monaten bis zu mehrere Jahre. Meist sind es zwei bis fünf Jahre. Bei den Singzikaden der in Nordamerika verbreiteten Gattung Magicicada sind es sogar 13 oder 17 Jahre. Sie zeichnen sich besonders durch regelmäßige Massenvermehrungen aus.
Hier ist ein Beispiel, die letzte der fünf Häute die sie entschlüpfen.
Schon seit Jahrtausenden sind Zikaden, und besonders die Singzikaden, ein Bestandteil der Mythologie, Kunst und Folklore. Ihre besondere Bedeutung ergibt sich vor allem aus ihrem Gesang, ihrer außergewöhnlichen Lebensweise, ihrer Allgegenwärtigkeit,
ihrer Größe und ihrer Schönheit.
In der Literatur (Gedichte, Fabeln und Erzählungen) spielen die Zikaden eine bedeutende Rolle. Abgehoben wird überwiegend auf die Zikaden als Sänger oder als Sinnbilder für Musik und Kunst aber auch als Lärmverursacher.
Singzikaden und ihre Gesänge werden bereits in den frühesten schriftlichen Werken,
In der Literatur (Gedichte, Fabeln und Erzählungen) spielen die Zikaden eine bedeutende Rolle. Abgehoben wird überwiegend auf die Zikaden als Sänger oder als Sinnbilder für Musik und Kunst aber auch als Lärmverursacher.
Singzikaden und ihre Gesänge werden bereits in den frühesten schriftlichen Werken,
der „Ilias“ von Homer (800 v. Chr.) erwähnt.
Singzikaden wurden und werden auch in der Medizin eingesetzt.
Singzikaden wurden und werden auch in der Medizin eingesetzt.
Vor allem in China und Japan wurden die Larvenhäute verwendet, um daraus ein Mittel, ironischer weise gegen Ohrenschmerzen, herzustellen. Heute noch werden aus Zikaden Präparate gegen Fieber gewonnen. Im Orient wurde die „Rote medizinische Zikade“ für ein Mittel gegen Blasen eingesetzt. Von dem Glauben ausgehend, Zikaden wären unsterblich, nutzten auch die Oraibi-Indianer eine Medizin aus diesen Tieren gegen tödliche Verletzungen.
In der Ernährung spielen Zikaden, vor allem Singzikaden, auch heute noch eine Rolle.
In der Ernährung spielen Zikaden, vor allem Singzikaden, auch heute noch eine Rolle.
Zikaden haben 153 Kalorien pro 100g, ähnlich wie gebratenes Hühnchen. Weltweit sind 73 essbare Arten bekannt, darunter auch etliche Singzikaden.
Bei den Tabare Sine einem Volk, das im Hochland von Papua-Neuguinea lebt,
gelten die dort beheimateten Singzikaden als Delikatesse.
Ich mag sie zwar sehr, habe sie aber nicht zum fressen gern!
Woher ich das alles weiß? Dank Wikipedia!
Ich mag sie zwar sehr, habe sie aber nicht zum fressen gern!
Woher ich das alles weiß? Dank Wikipedia!
Liebe Grüße!
Dienstag, 10. August 2010
French River Waterfalls
Sonja ging es nicht gut am zweiten Morgen, so sind Scot, die Kinder und ich zum nahegelegenen und bekannten French River gefahren um eine kleine Wanderung bis zu den Wasserfällen zu unternehmen.
„Nur“ 1600mtr. …aber Schwierigkeitsgrad XL… Mein Schwiegersohn Scot, hatte die zu seinem Vorteil glänzende Idee, den kleinen Finn den Weg runter zu den Fällen zu transportieren, während ich den Rückweg übernemen sollte.
Auf geht’s… wollt Ihr mit? Aber nur mit festem Schuhwerk und guter Kondition!
Hier ging‘s rein im Wald… Gott sei Dank, es war schon am Morgen ziemlich heiß!
Jake hatte sich einen Stock organisiert und war unser Führer. Es machte ihm Spaß, immer die Markierungen und den richtigen Weg zu finden.
Wie schon erwähnt, besteht die gesamte Landschaft aus Felsen.
Huhu… hier bin ich mit Jake. Ich trage keine Augenbinde, es ist der Schatten vom Schild.
Manchmal ging es ganz schön schwer den Felsen hoch.
Wieder eine Hürde geschafft!
Weiter geht es… wie weit ist es denn noch bis zu den Fällen?
Über Stock und über Stein…
…hier heißt es; über Wurzel und über Stein!
Eine Lichtung! Der River!
Mit viel gegenseitiger Hilfe und geduldiger Abstieg oder Abrutsch… endlich angekommen!
Der River rechst vor uns…
…und links vor uns.
War‘s das schon? Hier ist doch alles so groß… wo sind die „großen“ Wasserfälle, die vom Cliff runter in den Fluss rauschen…?
Ok, es ist schon mehr und größer als hier auf dem Bild zu sehen.
Jake wollte unbedingt rein und war sehr enttäuscht, dass er nur oben im Tümpel bleiben musste. Er konnte nicht verstehen, dass der Fluss ihn mitgerissen hätte.

Wieder einmal gehörte der Platz und seine Natur uns allein. Am anderen Ufer sind später noch zwei Fischer hinzugekommen, ansonsten teilten wir diesen wunderschönen Ort nur mit diesem Schmetterling.
Dann wurde es auch schon wieder Zeit um den Marsch zurück anzutreten.
Oma packte sich den Pumuckl auf dem Rücken und schnallte ihn fest an. Jake und Scot sind noch ein Weilchen geblieben und später nachgekommen.
„Nur“ 1600mtr. …aber Schwierigkeitsgrad XL… Mein Schwiegersohn Scot, hatte die zu seinem Vorteil glänzende Idee, den kleinen Finn den Weg runter zu den Fällen zu transportieren, während ich den Rückweg übernemen sollte.
Auf geht’s… wollt Ihr mit? Aber nur mit festem Schuhwerk und guter Kondition!
Hier ging‘s rein im Wald… Gott sei Dank, es war schon am Morgen ziemlich heiß!
Der River rechst vor uns…
Ok, es ist schon mehr und größer als hier auf dem Bild zu sehen.
Jake wollte unbedingt rein und war sehr enttäuscht, dass er nur oben im Tümpel bleiben musste. Er konnte nicht verstehen, dass der Fluss ihn mitgerissen hätte.
Oma packte sich den Pumuckl auf dem Rücken und schnallte ihn fest an. Jake und Scot sind noch ein Weilchen geblieben und später nachgekommen.
Der kleine Pumuckl schlief sehr bald in seinem Rucksack ein und ich marschierte zurück!
Nassgeschwitzt kam ich an, aber es war jeden Schweißtropfen wert!
Herzliche Grüße!!!
Sonntag, 8. August 2010
Felslandschaft
Als Gott Kanada erschuf, hatte er seinen besten Tag! …als er wieder einen guten Tag hatte, gab er mir die Möglichkeit sein Meisterwerk kennen zu lernen.
Wieder habe ich ein schönes Eckchen von diesem wundervollen Land gesehen.
Letzte Woche, am Montag kam Sonjas Mann aus Cincinnati und am Dienstagfrüh sind wir alle Richtung Norden, ca. 500Km von hier, in der Gegend von Parry Sound. Ein altes Holzfäller Städtchen mit 6000 Einwohnern und umgeben von 30.000 Inseln.
Wenn Ihr rechnen könnt… es sind noch einige Inseln unbewohnt und zu haben!
Wir hatten uns kurzfristig eine Fischerhütte gemietet. Mussten nehmen was es noch gab, denn die Dinger sind alle schon Monate vorher ausgebucht. Man sagte uns, eine Grundausstattung sei vorhanden… das Ding war so primitiv, wir waren echt froh, dass das Klo schon innen war. Obwohl, bei den Anblick hatte man schon eher Sehnsucht nach einem Plätzchen hinter einen schöngewachsenen Busch.
Wir machten das Beste draus, (mit viel Überwindungskraft) und kauften eben ein. Der nächste Supermarkt war ja nur 80 Km entfernt.
Hier geht die Trans Canadian Highway durch und das war‘s auch schon. Will man zum Wasser, muss man ins Boot steigen. Ja, ja… „ins Boot“!
Ich wollte mich eigentlich davor drücken. Hatte zur Ausrede, dass ich hiken (wandern) will. Doch Sonja hatte es dann doch geschafft, mich zu überzeugen, wieder in so eine zum Boot gequälte Badewanne zu steigen. Ok, ich muss zugeben, hatte schon etwas weniger Angst, denn Sonja ist eine Wasserratte und selbst Jake mit seinen 5Jahren hätte mich retten können.
Wir wohnten am Kye River und mussten ca. 8Km in der Wanne schippern, um am See zu kommen.
Im Nachhinein musste ich zugeben, dass es wunderschön war. Ich habe als erste und einzige meine Schwimm- (Rettung)weste angezogen und mit zusammengebissenen Zähne die Hitze darunter ertragen.
Mit Kind und Kegel fuhren wir in der aufgemotzten Badewanne davon...
Wieder habe ich ein schönes Eckchen von diesem wundervollen Land gesehen.
Letzte Woche, am Montag kam Sonjas Mann aus Cincinnati und am Dienstagfrüh sind wir alle Richtung Norden, ca. 500Km von hier, in der Gegend von Parry Sound. Ein altes Holzfäller Städtchen mit 6000 Einwohnern und umgeben von 30.000 Inseln.
Wenn Ihr rechnen könnt… es sind noch einige Inseln unbewohnt und zu haben!
Wir hatten uns kurzfristig eine Fischerhütte gemietet. Mussten nehmen was es noch gab, denn die Dinger sind alle schon Monate vorher ausgebucht. Man sagte uns, eine Grundausstattung sei vorhanden… das Ding war so primitiv, wir waren echt froh, dass das Klo schon innen war. Obwohl, bei den Anblick hatte man schon eher Sehnsucht nach einem Plätzchen hinter einen schöngewachsenen Busch.
Wir machten das Beste draus, (mit viel Überwindungskraft) und kauften eben ein. Der nächste Supermarkt war ja nur 80 Km entfernt.
Hier geht die Trans Canadian Highway durch und das war‘s auch schon. Will man zum Wasser, muss man ins Boot steigen. Ja, ja… „ins Boot“!
Ich wollte mich eigentlich davor drücken. Hatte zur Ausrede, dass ich hiken (wandern) will. Doch Sonja hatte es dann doch geschafft, mich zu überzeugen, wieder in so eine zum Boot gequälte Badewanne zu steigen. Ok, ich muss zugeben, hatte schon etwas weniger Angst, denn Sonja ist eine Wasserratte und selbst Jake mit seinen 5Jahren hätte mich retten können.
Wir wohnten am Kye River und mussten ca. 8Km in der Wanne schippern, um am See zu kommen.
Im Nachhinein musste ich zugeben, dass es wunderschön war. Ich habe als erste und einzige meine Schwimm- (Rettung)weste angezogen und mit zusammengebissenen Zähne die Hitze darunter ertragen.
Mit Kind und Kegel fuhren wir in der aufgemotzten Badewanne davon...
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