Sonntag, 16. Juli 2017

Ausgeflogen...

...sind alle Vögel!
Die einen packen ihre Koffer und steigen in den Flieger...
...andere warten bis ihnen die Flügel gewachsen sind!

(Die jungen Zaunkönige sind heute am frühen morgen zum ersten mal aus ihr schützendes Häuschen, hier am Schlafzimmerfenster, geflogen).
Alles ist immer so schnell vorbei, irgendwie traurig, aber das Leben geht weiter. Ja, ich vermisse mein Besuch! Wir hatten so eine schöne Zeit zusammen.
Damit behaupte ich nicht, dass es mir langweilig wird, im Gegenteil, ich habe schon wieder so viel vor, da bleibt keine Zeit zum grübeln, nur Zeit um an die schöne Zeit zu denken!
Außerdem.............
...ging ein Traum von mir in Erfüllung!
Ein großer TRAUM!!!
Ohne Grund platzierte ich die beiden "Traumfotos" (oben rechts) nicht. Und zwar, seit ich denken kann, bzw. set ich weiß, dass es so kleine Camper gibt, träume ich davon... ach ja, ich könnte nicht sagen wie viele Km ich gedanklich mit so einem Teil schon so herumgereist bin. Auf jedem Fall von Alaska bis Feuerland! Doch vorerst fange ich mit kleinere Touren an... nicht dass ich es aufgegeben habe, vielleicht schaffe ich es auch irgendwann... nur ist die "Olle Hex" (bitte, damit bin nicht ich gemeint, so habe ich das Fahrzeug getauft!) ja, sie ist ein älteres Modell und wird es wahrscheinlich bis Feuerland nicht packen.
Aber jetzt stelle ich sie erst vor, hier ist mein neuer alter Camper!
Ok, ein wenig abweichend vom "Traumfoto",  hat dafür auch nur ein 20stel. vom basis Modell  in neu Version gekostet! Sagen wir mal so; altersmäßig passen wir gut zusammen! Stellt euch vor, die hat sogar noch ein Cassetten Abspielgerät eingebaut!
Was die Innenausstattung angeht, bekommt ihr noch Fotos.
Ja, man/frau soll nie seine Träume aufgeben, im Gegenteil, fest daran glauben! Auch ich war nah dran es aufzugeben. Die Dinger sind hier schwer zu bekommen. Auf den Markt sind nur neu, halb neu und noch ein wenig neu, aber keine in der "Ella's Geldbeutel Kategorie".
Warum ich ausgerechnet so ein Teil wollte? Ganz einfach, weil ich damit praktisch überall stehen bleiben darf und spare mir somit die teuren Camp Gebühren.
So kam es, dass vor ca. zwei Wochen ein Freund anrief und sagte, er hat genau das gefunden was meine Vorstellungen entsprecht. Ein paar Stunden später waren wir auch schon in Chatham und besichtigten das Fahrzeug. Teresa und Porfi stimmten mir auch zu.
Ich sagte JA und kramte im Portmonee um eine Reservier/Anzahlung zu tätigen... $40,- hatte ich gerade mal dabei... der Besitzer schlug ein und war einverstanden. Ich machte mir fast ins Höschen vor Freude, Glück und Aufregung.
So fing alles an. Es dauerte alles, erst waren wir unterwegs, dann war der Besitzer unterwegs, doch am vergangenen Mittwoch bekam ich die Papiere und ging zur Anmeldestelle.
Eigentlich wollte ich ein selbst kombiniertes Nummernschild mit OLLE HEX (darf man/frau hier, bis zu 8 Buchstaben/Zahlen), doch $360,- plus 120,- jährlich war mir dann doch zu viel.
Die nette Dame zeigte mir was es so alles an Auswahl gab; Hockey Team Logo, Trillium Blume, etc. Ich entschied mich für die kanadische Flagge!
Noch hat es das T für temporary, zehn Tage habe ich Zeit um den "Safety Check" (TÜV) zu machen, dann kommt der Jahressticker drauf und ich kann los tigern! Apropos TIGER, das ist ja der zweite Traum! Jetzt fragt ihr euch sicher; "wie in Gottes Namen will sie das unter einem Hut bringen?"
Nicht unter einem Hut, aber in einem Camper!
Liebe Grüße!

Montag, 10. Juli 2017

Nebel in Wiarton

Vorletzte Woche sind wir für drei Tage die "Bruce" Halbinsel hochgefahren. Wegen Ferien und 150 Feier, waren Unterkünfte entweder besetzt oder überteuert. In Wiarton fanden wir was... na ja, was soll ich sagen... außer; es half ungemein, dass wir alle drei nicht anspruchsvoll sind. Aber, es war eh nur zum schlafen. Und ist man/frau/weiber tagsüber bis zum umfallen auf Achse, schläft's sich überall.
Aber eigentlich wollte ich garnicht viel schreiben, denn es ist schon spät abends und ich will euch Fotos zeigen.
An einen Nachmittag sind wir zur Bucht gefahren. Herrlicher Sonnenschein, wir liefen zum Wasser und da kam er... es war schon fast gespenstig wie der Nebel vom See in die Bucht rollte. Wir hatten das Gefühl vom Monster verschluckt zu werden.
Der Hafen verschwand.
 Kurze Zeit später rollte die dicke Schwarte zurück und wir fragten uns, war das jetzt, oder war es nicht?
Gute Nacht, ich muss ins Bett!
Ganz liebe Grüße und bis bald!


Freitag, 7. Juli 2017

Drei verrückte Weiber

Morgen (Samstag) sind schon wieder zwei Wochen vergangen seit ich die Mädels vom Flughafen abgeholt habe.
Es wird aller höchste Zeit wieder was zu posten. Ich weiß auch nicht wo ich anfangen soll... den Faden hab ich unter anderen schon lange verloren. Es war einfach viel zu viel los. Ich meine wirklich viel! Ich habe noch von Bulgarien und Deutschland zu posten... dann war ich in Cincinnati... und meine Güte, was und wo wir so alles in den letzten Wochen erlebt haben... ja, ich muss mich ranhalten, denn nächste Woche habe ich wieder einiges vor, dann, kaum sind die Beiden weg (und nein, ich freu mich nicht wenn sie weg sind!) muss ich eine Woche durchgehend arbeiten, dann kommen und bleiben meine Jungs für zwei Wochen aus Cincinnati... dann muss ich mich wieder anstrengen eine gute und halbwegs vernünftige Oma zu sein. Ja, ich dachte immer, wenn älter, dann mehr Zeit... inzwischen glaube ich was mein Bruder immer zu mir sagt;
"je oller, desto doller!"
Hier der Bewis, dass er ein wenig recht hat, denn wenn wir drei zusammen sind, ist immer was los. Heute Mittag kamen wir von einer vier Tage-tour zurück (herrlich, ich zeig euch nach und nach die Bilder.) Hier erst wie wir den restlichen Nachmittag verbrachten... mit Rezept!
Man/frau nehme eine kleine, gut gekühlte runde und Kernlose Wassermelone, Eine Bohrmaschine, einen Drahtkleiderbügel, eine Zange, ein spitzes Messer, ein paar Strohhalme und eisgekühlten Vodka!
Vom Kleiderbügel eine Seite ca. 20-25cm abglippen.
 In der Bohrmaschine stecken und gut fest anziehen.
 Einen Keil aus der Wassermelone schneiden, damit eine Öffnung entsteht.
 Bohrmaschine rein...
 ...schön kreisförmig das Innenleben der Melone pürieren...
 ...evtl. ein wenig abschütten, dann Vodka hineingießen...
 ...Strohhalme rein und fertig ist der erfrischende Cocktail!
 So lecker, wir hatten so viel Spaß und haben beschlossen, gleich morgen einen Vorrat an Wassermelonen anzulegen.
Dann gewitterte und regnete aus Kübeln oder, "wie in Paraguay"...
...doch wir saßen draußen, denn es blieb richtig warm.
Ganz liebe Grüße und bis bald!

Freitag, 16. Juni 2017

P-G in ACTION!

Oder; auch Frauen markieren ihr Revier!
Nicht was ihr jetzt denkt, aber das werdet ihr beim lesen schon merken.
Ja meine Lieben, es sind so gut wie drei Wochen vergangen seit ich was gepostet habe, und ob ihr es glaubt oder nicht, ich hatte seit her auch nicht den PC hochgeladen. Hört sich zwar faul an, aber ich war alles außer das. Ich hatte so sehr viel zu tun und zeig euch auch ein paar Beispiele.
Doch ganz zuerst; mir geht es gut und hoffe das Gleiche von euch! Außerdem bin ich total aufgeregt und freue mich riesig, denn schon nächste Woche Samstag bekomme ich Besuch aus Deutschland.
Teresa und Porfi die auch aus Paraguay stammen und zu meine allerbesten Freundinnen gehören, wollen nun endlich auch mal Kanada von innen sehen. Da ist es doch nur selbstverständlich, dass ich meinen "Rancho" ein wenig herrichten muss!
Außerdem, ist so viel liegengeblieben und auch durch meine zwei größeren Reisen erst kürzlich.
Sicher wisst wir wie das so ist; will man/frau was machen, muss man/frau erst das und das machen sonst macht es keinen Sinn.
So war z.B. mit dem Winter auch mein alter Gazebo (Pavillon) vom Deck gegangen. Ohne ist es im Sommer und Mücken nicht auszuhalten. Also hatte ich mich erst in Kiji.. nach gebrauchte um- und angeschaut. Doch immer mit dem Ergebnis; zu klein, zu groß, zu alt, zu blöd... so habe ich mir online den für meine Bedürfnissen und Geldbeutel am besten geeigneten gekauft. Doch vorher war eine Entmoosung mit den Hochdruckreiniger bitter nötig. Dafür wiederum bekam ich den Wasserschlauchanschluss nicht ab... Mein Nachbar, alt aber alleinstehend, ungepflegt aber rüstig, fast taub aber kontaktfreudig, holt seine Post vom Briefkasten in Bademantel und Gummistiefel, (wisst ihr was ich meine?), hat mir schon mehrmals seine Hilfe angeboten, doch den wollte ich nicht darum bitten... ach egal. Also Wasserschlauch von der Wand ab, ins Auto und 30Km zu Freunde gefahren. Das ist was ich meine; Alles was man/frau macht, zieht einen Rattenschwanz mit sich nach!
Als ich dann endlich soweit war, habe ich den Hochdruckreiniger erst mal Nadelstrahl gestellt und Motivationsspruch, im wahrsten sinne des Wortes, eingeritzt. (Die Spuren sind leider geblieben.)
Könnt ihr lesen?
Brett für Brett und die gefährlich alte Rutschsoße verschwand nach ein paar Stunden Arbeit...
...und weil's so schön war, musste auch gleich das ganze Haus (Rancho) abgespritzt werden. Hier unten, die Wetterseite an der Garagenwand.
Herrlich sauber das Deck und ich konnte endlich den Gazebo aufbauen. Als ich die dazugehörende Anweisung des Herstellers las, bekam ich schon beim ersten Satz den ersten Schweißausbruch!
Da stand; für den Aufbau des Gazebos sind vier Mann notwendig!
Ach du Schande, ich hab ja nicht einmal einen, wo soll ich da vier herkriegen!!! Und glaubt mir; die sieben Zwerge, das war wirklich nur ein Märchen, die gibt es auch nicht hier im Wald!
Mein Nachbar? nein, nein und nein...
...aber er wusste von meinem Vorhaben und bat mir ausdrücklich seine Hilfe an... das Grün des Waldes hatte auch noch nicht seine vollste Fülle erreicht, so war ich für ihn noch nicht ganz unsichtbar.
Jetzt oder nie dachte ich, band erst die eine Ecke am Deck und zog...  dann die andere Ecke am Deck und zog in der Gegenrichtung... Stunden später...
...und nass geschwitzt, stand das Teil und im gleichen Augenblick bog das Auto des Nachbarn in seiner Einfahrt. GESCHAFFT!!! Er hielt kurz an und hielt seine Daumen hoch. Ich antwortete auf gleicher weise und in Gedanken klopfte ich mir selbst auf der Schulter und wisperte;
"Good Görl Ella, dein Revier ist markiert!"
Inzwischen sind die Mücken-Netz-Gardinen drum herum auch angebracht. Gestern las ich den Bericht, dass wir in diesem Jahr hier nicht nur 150 Jahre Kanada feiern, sondern auch das Jahr der Mücken!!!
Ja, ein milder Winter, sehr warm in Februar und dann das Dreifache als Durchschnitt an Regenfälle im Mai... (das wurde sogar den Regenwürmer zu viel und flüchteten bis im Hausflur... ehrlich jetzt!) beste Voraussetzung zur explosionsstarke Vermehrung  unsere "kanadische Luftwaffe"!
Die hohe Luftfeuchtigkeit kommt noch hinzu. Wie genau das ist, erkläre ich euch erst auf (mein) Schwäbisch;
"Heidenei, heut isch wieder dämpfig!"
und auf kanadisch;
"Ganztägiger Sonnenschein, 30 Grad, ich hänge morgens meine Wäsche auf der Leine, Abends hole ich sie rein, Wäsche noch feucht und Füße nass vom Gras!"
Welcome to Canada!
Neulich draußen; der Rasen musste gemäht werden. Eigentlich ist kein Rasen... 93,5% besteht aus einer Unkrautvariation und 6,5% Wildgras... also sollte ich es auch nicht "Rasen" nennen... aber, "das Unkraut mähen" hört sich auch doof an... ach, einigen wir uns auf "Grünfläche ums Haus".
Na gut, ich holte erst den kleinen Benzin-Motor-Rasenmäher aus den Schuppen, der nach einigen Versuchen dann doch ansprang und ich mähte Kanten und Ecken. Dann setzte ich mich auf den Großen und nichts ging... nada! Batterie zeigte keine Reaktion und wie man/frau beim Aufsitzer eine Batterie Wiederbelebt, ist mir fremd.
Also wohl oder übel die gesamte Fläche mit dem Kleinen ablaufen. Das tat ich auch und als nur noch eine ca. 4mtr2 Grünfläche stand war das Benzin alle... Sch.... aber auch! So geht das nicht weiter; ich brauch jetzt wirklich einen Mann oder eine neue Batterie! Am nächsten Tag viel mir auf das der besagte Nachbar seine große Grünfläche zum ersten mal mit einen kleinen Benzinmäher schneidet. Ich sprach ihn darauf an, was mit seinem großen ist. er sagte sein großer hätte eindeutig seinen Geist für immer aufgegeben. Daraufhin fragte ich ihn, ob er ein Batterieladegerät hätte. Ja, war seine Antwort.
Ich erzählte ihn von meinen Rasenmäher und dessen Lustlosigkeit anzuspringen und schlug vor, wenn er die Batterie lädt, ihn dann auch benutzen kann. (Er mäht ja auch immer meine Straßenseite mit). Da er ja ein pensionierter Mechaniker ist, sind wir beide geholfen und das Teil steht im unabgeschlossenen Schuppen. Er hält ihm im stand und könne ihn also zu Jederzeit benutzen, ausgeschlossen wenn ich draufsitze. Er antwortete sofort, das es eine gute Vereinbarung sei, aber wenn ich draufsitze, sich ganz bestimmt nicht mit einer Frau anlege, die alleine einen riesen Gazebo aufbauen kann! Und nun hatte ich auch die Bestätigung, dass auch er die Grenzen meines Reviers geschnuppert hat!
Für drinnen waren auch einige Projekte angesagt. Zwei Zimmer ausrümpeln. Möbel von einem zum anderem Raum. Streichen, flicken, hämmern und schrauben. Vieles verkauft, oder einfach noch zum "Good Will" gebracht oder abholen lassen.
Kurt sein Bett mit angebauten Nachtschränken passte nicht im 2. Schlafzimmer. Also habe ich es verscheuert und für die große Matratze ein Bett gezimmert. Ein kleineres Bett gebaut fürs zweite Zimmer und wenn Besuch kommt...
...dann hatte ich schon lange den Traum von einen ganz gewissem Tisch und Stühle in unterschiedlichen Farben. Einen Tisch fand beim Second Chance Laden. Vier Alte Kiefer Stühle bekam ich durch Kiji.. doch erst mussten diese Teile abgeschliffen werden... boh eh, das war Arbeit, zumal ich es ja richtig haben wollte. 
Tischbeine wurden offensichtlich von Mensch und Tier misshandelt, doch ich erkannte trotzdem sein Potential und machte mich an die Arbeit.
Auch mein alter, von Freunden geerbter Lieblingsstuhl sollte dazugehören.
Nach viel harter Arbeit und passende Sitzkissenanfertigung mit Stoff den ich noch aus Paraguay hatte, sieht das Ergebnis so aus
Ein altes Bettgestell für meine Matratze und Untermatratze habe ich neulich auch gefunden. Doch auch das musste erst bearbeitet werden, denn, wer will schon ein Raben schwarzes Bettkopfteil?

Unkraut und Ameisen wucherten an und unter meinen Eingang. Da nahm ich alle Platten raus, ein paar rote lagen noch im Schuppen und jetzt...
...sieht es schon ein wenig einladender aus, oder?
Die Liste an Arbeit (auch auswerts Arbeit) der vergangenen Wochen ist ewig lang, aber ich bin so froh, dass ich all das hinter mir habe und jetzt den Sommer so richtig genießen kann.
Ganz liebe Grüße!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Die heilige Blume aus Deutschland

Für den einen nichts Besonderes, für den Anderen
ein Stück Heimat im fernen Land... das war die Schlüsselblume für Kurt.
Warum ich darüber schreibe?
Weil genau diese Pflanze ihre ganz eigene Geschichte hat. Immer wenn ich sie sehe, denke ich an die Zeit zurück,
als sie mir noch "Angstschweißperlen" auf meiner
Stirn jagte.
Als ich vor acht Jahre nach Kanada kam, viel mir sehr schnell auf, dass Kurt ein Natur und Gartenliebhaber war.
Er liebte sein Gemüse, seine Blumen und seine
(wie er sie nannte) "Natur-Inseln".
Unter anderem war an einer Hauswand ein großzügiges Blumenbeet angelegt... sehr schön, doch es schrie
förmlich nach eine Erneuerung. Doch nix da... er kannte
und somit traute er meinen "grünen Daumen" nicht. Und außerdem, stand in dem Beet auch die winzig kleine
und mickrige "Schlüsselblume" die er mal aus
der Heimat mitgebracht hatte.
Doch die heilige Blume wollte nie so richtig. Sie kümmerte so vor sich hin und einmal im Jahr bekam sie zwei, maximal drei Blüten an einem einzigen Stengel. Trotzdem war es immer der Highlight des Frühlings!
Wenn ich mal ein wenig Unkraut zupfte, hieß es gleich; "Vorsicht... die Schlüsselblume!"
Ganz ehrlich jetzt; ich hatte Angst vor einer Pflanze!
In meinen Kopf spielten sich Szenen ab, in dem die Pflanze allein durch meine Nähe total eingehen könnte.
So blieb sie ein Verreckerle!
Doch vor zwei Jahre, als wir das Haus verkauften, musste wohl oder über die "heilige Pflanze" auch umziehen.
Gaaaanz vorsichtig und gut zuredend nahm ich sie raus,
teilte die Wurzeln und pflanzte drei kleine Teile
hier im Garten.
Das zureden und beten half; sie wuchsen sehr toll ran und schon im folgenden Frühling blühten die Pflanzen wochenlang aus voller Kraft und protzten vor Schönheit.
Die Bilder oben zeigen's.
So hatte Kurt noch vor seinem Tod, wahre Freude
 an der Blume aus der Heimat!
Inzwischen ist sie aus aller Nähte (Beete) geplatzt,
und kurz bevor ich Anfang April verreiste, habe ich sie nochmals ganz grob verteilt. Als ich nachhause kam
und in meiner Einfahrt fuhr, war es die blühende Schlüsselblume die mich als erstes begrüßte!
Meine neue Heimat!
Liebe Grüße ☺