Und schwubb-di-wubb
bin ich wieder in Canada.
Aber, wie waren noch die letzten Tage in Cincinnati
mit Presshammer, Dreck und Staub?
Ohne Wasser oder Kochmöglichkeit im Haushalt
meiner Tochter mit Kind und Kegel?
Und was lief so hier seit ich zurück bin?
Ok, der Baustellenspuk war am Silvesternachmittag
zugekleistert
und Küchenschränke so wie Spülmaschine am Platz.
Sonja und ich wuschen, putzten und platzierten
(das meiste) zurück am Platz und freuten uns,
doch noch das geplante Raclet (wie auch immer sich das
schreibt,
ist ja nicht so, dass ich die die korrekt aufgereihten
Buchstaben esse…) für den Abend gebacken gegrillt
zu bekommen.
Dann schnell auf zu „Jungle Jim“. Da würde ich euch
gerne Fotos zeigen, nur wüsste ich garantiert nicht wo anfangen zu knipsen.
Also, das ist sowas wie ein Mega riesen Supermarkt, in
dem ganze Länderabteilungen, von quasi der ganzen Welt, mit entsprechenden
Produkten zu finden sind. Dort bekomme ich was mein Herz aus Deutschland
vermisst, egal ob Schwartauer Marmelade oder alle Sorten Rittersport.
Baked beans, Branston Pickle oder Mince Pies aus
England.
Bohnen oder Farinha aus Brasilien. Dulce de Leche und
Dulce de Guayaba aus Argentinien. u.s.w… u.s.w…
Die Gemüse und Obst-Abteilung ist ein internationaler
Traummarkt… einfach unglaublich!
Allein die Käse Abteilung, ist bestimmt größer als ein
ganzer Supermarkt in Deutschland.
Ok… in anderen Worten; der genau richtige Ort um
alles
zu finden, was man/frau für ein gut sortiertes Raclet/Raglette/Racklett braucht.
Es war lecker!
(Ich bin euch nicht böse, wenn ihr schreibt wie es
sich richtig schreibt. Aber, ihr müsst auch nicht böse sein, wenn ich es bis
zum nächsten mal wieder vergessen habe.)
Außerdem verbrachten wir den Abend mit Brettspiele.
Der neuste Hit bei den McGill’s ist „Ticket To Ride“! Ein Spiel, das Kurt für
Jake mitgeschickt hat.
Sonja liebte schon in ihrer Kindheit Brettspiele und
führt diesen Familienspaß heute noch weiter.
Trotzdem, müde vom ganzen Heck-Meck und Dreck der Tage
davor, hielten wir es alle nicht bis Mitternacht aus und sind erschöpft ins
Bett. Wir wussten ja, dass der Jahreswechsel auch ohne uns geschehen wird.
An dieser Stelle, ein Brandaktuelles Foto von der Wand
und meine Enkelboys. Dass ich zufällig mit drauf bin, hat sich so ergeben ;-)
Am 1. Januar… endlich schien wieder die Sonne! Zwar bedeutend
kälter, aber immerhin, Sonnenschein! Grund um die Wanderschuhe anzuziehen und
mit Kind und Kegel an die frische Luft!
Jake der Große (fast 11 Jahre), war nicht so
begeistert, aber das ist jetzt eh sein neues frühpubertierendes Hobby. Meine Güte,
mir tut Sonja Leid und ich Wünsche ihr wirklich viel Kraft und einen freien von
Ohr zu Ohr Durchzug!
Da fällt mir ein… für jeden Scheißdreck gibt es heut
zu tage Karten. Am 27. Dezember werden die Weihnachtskarten aus den Regalen
genommen und sofort durch Valentinskarten ersetzt!!!
Das wäre doch eine offene Marktlücke; Mitleidskarten
für leidende Eltern von pubertierende Teenies! Außerdem; das ganze Jahr über
verkaufbar!
Da würden mir auch sofort einige Titel einfallen.
Z.B.;
„Happy Scheißzeit mit deinem Sohn“
oder
„Schenke doch deine kleine Prinzessin einen Apfel“
Oder auch eine Karte mit Gutscheine… ein Tütchen mit
Beruhigungspillen…
Die Möglichkeit ist unendlich und die geplagten Eltern
bekämen geteiltes Mitgefühl und Aufbaukraft.
Ach, ich ahne schon, das wird wieder ein
Misch-Masch-Post heute, aber daran sind nur meine Adaptive-Affen schuld. Ooh…
das wäre jetzt der Moment, dass ich das auch noch erklären muss… nee, heute
nicht! Die Affen stelle ich euch ein anderes mal vor. Versprochen!
Wo war ich denn? Scroll, scroll… ach ja, noch in
Cincinnati.
Am nächsten Morgen Samstag der 2. Januar fuhr ich mit Fritz zurück
nach Canada. Wieder eine sehr ruhige und angenehme,
aber etwas langweilige
Heimfahrt. Fritz redet ja nicht mit mir.
Sag ich was, brummt er nur vor sich
her. Oh, wo wir gerade bei Fritz sind… der arme, hat gestern wieder eins voll
auf Maul bekommen und muss morgen zur Versicherungsvorgutachtung für die
Notwendige plastische Chirurgie. Neuer Kotflügel, Grill- und Stoßstange, ach so
einiges dass gestern bei einen Unfall zusammen- und -ab krachte. Aber keine
Angst, es war G.s.D. kein Personenschaden entstanden. Klar ist es nicht
angenehm und mit Kosten verbunden, aber es ist wie es ist.
Kurt hat am vergangenen Mittwoch mit seiner
Chemotherapie begonnen und muss auch sonst sehr viele und starke
Medikamente
nehmen. Somit sollte er den nächsten Wochen
nicht mehr am Steuer
sitzen.
Nebenbei was anderes. Könnt ihr euch an meine Bambis
erinnern? Die hier so schön herumspazieren? Also, allein in dieser Saison und
von dem ausgehend, was ich selber sah, wurden schon drei Rehe totgefahren und
lagen am Straßenrand. Und nein… ich habe sie nicht für die Gefriertruhe eingesammelt!
Winter ist auch endlich eingekehrt. Ok, nicht so
brutal wie schon früher erfahren, aber immerhin die hohen, überaus
ungewöhnlichen und konstanten Temperaturen bis Weihnachten sind vorbei.
Gerade schneit es mit einem extrem starken Wind und
ich habe einen Heiden Spaß. Und zwar habe ich die Woche zwei Futterhäuschen für
Vögel direkt vor mein Schlafzimmerfenster gehängt. Dazu noch einen großen Ast.
Jetzt während ich hier schreibe haben die kleinen
Chicadees
so was wie „Betriebsausflug an Ellas Fenster“ wow… ich
hätte ein
halbes Duzend Futterstellen aufhängen sollen. Es ist ein Schauspiel erster
Sahne und ich kann die kleinen Kerle auf einen halben Meter beobachten.
Ich hoffe die Bilder wären was, doch bestimmt
nicht so
wie in natura.
Wie ihr lesen könnt, hier ist trotz der
Waldeseinsamkeit immer
was los. Zum Glück ist die kommende Woche nur eine
leichte dünne Arbeitswoche und ich hoffe auch wieder
was anderes nebenher zu
machen.
Oh ja… mit meiner Freundin gehe ich die Woche den
neuen Star Wars angucken… ich freu mich schon!
Außerdem stehen vorgenommene, längere Spaziergänge auf
meine Liste. Früher bin ich ja immer zwei Km zur Arbeit gelaufen, jetzt bin ich
faul. Im alten Jahr nahm ich mir vor abzunehmen. Ich bin zwar nicht der Typ der
sich resolutions fürs neue Jahr macht, es ergibt sich einfach am Jahresende.
Liegt wohl an der großen Fresserei und das einschaufeln von Süßigkeiten.
Doch jetzt hat das Jahr angefangen, alle Reste sind
weg, die Süßigkeiten auf mysteriöse Weise verschwunden und ich muss
feststellen, dass ich gar nicht zugenommen habe! Gut, da ist da noch die alte
Plage vom „Bäuchchen“... habe mich aber entschlossen Frieden zu schließen… ja,
wir duzen uns jetzt so zu sagen. Ich nenne es ab sofort nicht mehr „mein
Bauchspeck“, sondern liebevoll „mein lustiger Flummi“, der immer
wabbelt wenn
ich lache!
Meine Güte, was soll es, ich bin 63 und eine echte Oma
hat ein echtes Bäuchlein! Man/frau muss seinen Körper akzeptieren wie er ist, Hauptsache
gesund! Ich habe genug um die Ohren, da ist es Zeit sich von
Nebensächlichkeiten zu trennen!
Nun habe ich genug schriftlich gelabert, es wird Zeit
an den Sonntagsbraten zu denken und Euch allen eine tolle Woche zu wünschen.
Doch vorher noch
Das Wort Zum Montag:
"Denke nicht
so viel drüber nach, was andere Menschen
zu Deiner Entscheidung sagen. Lebe dein
Leben so,
wie du es für richtig hältst, denn nur Du allein musst
mit Deinen
Entscheidungen leben!"
Ein friedliches, gesundes und glückliches neue Jahr!