Sonntag, 12. Juli 2015

Petrolia

Die kanadische Luftwaffe zeigte sich gestern als schlechte Verlierer und wollten ihre Revanche. Sie lauerten zu tausenden und umzingelten das Haus… besonders die Türen. Woher wissen die Biester das??? Die gleiche Prozedur wenn man mit dem Auto einfährt. Sofort sammeln sich die wilden Blutsauger um den Autotüren… ist mir ein Rätsel! Na ja, wie auch immer… ich wollte nur weg und da draußen eh ein Wochenendmietauto vor der Tür stand, nutzte ich die Gelegenheit und flüchtete vor Moskitos und der vielen Arbeit die hier im jedem Eck genauso blutrünstig auf mich wartet.
Hier einmal Links, dann ca. 40Km kerzengerade und schon war ich in „Petrolia“.
Von unterwegs habe ich euch ein paar Schnappschüsse aus dem Autofenster mitgebracht.

 Ich liebe die typisch roten Barns. Ich stell mir dann immer vor, es ist Samstagabend und in der Barn ist so eine richtig urige Country-Fete. So auf Strohballen, Bier aus der Flasche, Cowboyhut- und Stiefel und natürlich eine richtig toll jaulende Band…
 …ja ja… und am nächsten Morgen wacht man hinter einer total verschiedenen Barn und erst recht total verschiedenen Farm auf… Ok, für solche Späßchen bin ich zu alt, aber nicht für den ersten Teil!
 
 Wie ihr sehen könnt auf dem Bild unten; der Grund warum Petrolia „Petrolia“ heißt.
 Es ist Kanadas älteste Öl-Stadt.
 Zufällig war gestern in Petrolia ein uriger Kunstmarkt.
 So mit Life Musik und allen ländlichen Drum und Dran.
Knopf- und Broschenbilder

 Gemaltes und Aquarelliertes
 Zierlicher Schmuck von einer Dame…
 …Solider Blechschmuck (aber hübsch) von kräftigen Herrenhänden gefertigt.
Schönes und Brauchbares aus der Töpferei
 Und natürlich noch so viele Kuriositäten bis hin zur Handgefertigte Ziegenmilchseife.

 Ach und sehr berühmt weit und breit ist das “Victoria Playhouse“. Ein tolles Theater und zufälligerweise sind wir am kommenden Samstag mit den Lions Club dort, und schauen uns eine Aufführung an.
(Unten im Bild)
 Dann ist da noch die schöne Bücherei (unten)
  Die United Church darf auch nicht fehlen. Hier nur von der Seite… irgendwie hing gestern die Sonne ununterbrochen auf der falschen Seite!
 Die Hauptstraße durch das Town.
 Ein paar Impressionen der Stadt.

Alte Victorianische Architektur 


 Kettenrestaurant mit Logo-Truck vorm Eingang
 Tolle Nischen und interessante Hingucker.
 Alte Türen mit denen ich mich am liebsten kichernd unterhalten hätte…
 Schnik-Schnak

Und zuletzt hier unten im Bild; Die alte Post von hinten. Wie sie von vorne aussieht und was ich drinnen alles entdeckt habe… spanne ich euch vorerst ein wenig auf die Folter. (oder so ähnlich… mein Teudsch… haha)
Einen schönen Sonntag und bis bald!

Grüßle!

Samstag, 11. Juli 2015

1:0 Mein Sieg!

„Teilen“ hat eine starke Bedeutung für mich. Doch manchmal sind die Jenige mit denen ich teile, ein wenig zu gierig und ich ziehe oftmals die A-Karte. Besonders seit wir hier her gezogen sind, mitten in der Natur… oder, wie ich bevorzugter weise es gern betitele;
„im Zentrum der kanadischen Luftwaffenbasis“
Ja, die Natur ist wunderschön. Sehr wenig Verkehr, Vogelgesang ist ein wahrer Ohrenschmaus, Bambis und Klopfer, Kojoten, Dachse, Eichhörnchen, Frösche und natürlich Charlie und Co. einfach herrlich… wenn da nicht der ständige angriff aus der Luft wäre. Zwar nicht von einzelne Kämpfer, nein die Rede ist von einer unvorstellbaren Menge.
Gestern wollte ich endlich mal durch den Wald, bis runter zum Bach spazieren gehen. Habe mich drei- und vierfach eingesprüht und bin los.
Doch der Bach ist eher sowas wie ein langgezogen stillstehender Dümpel, sowie jede Menge sumpfige Wasserlöcher. Ja meine Lieben, das Sprühmittel hat den Plagegeistern zwar davon abgehalten mich zu stechen, trotzdem konnte ich kaum laufen, denn sie schwärmten um mich in flogen ständig in meinen Augen.
Auch hier um Haus herum ist es kaum möglich draußen was zu tun. Gott sei Dank ist es nicht immer so. doch im Moment hat es des Öfteren geregnet und es ist heiß-feucht, das perfekte Wetter für Moskitos!
 Draußen haben wir die tolle Terrasse und Pavillon, leider (momentan) nicht möglich 5 Minuten zu sitzen ohne total gestochen zu werden.
 Habe schon eine Citronella (Moskito Pflanze) gekauft und entsprechende Kerze aufgestellt… klaub mir, man kann richtig sehen, wie die sich darüber krumm lachen und trotzdem stechen!
 Inzwischen habe ich es satt, der wandelnder Blutspender zu sein und da fiel mir ein, seit wir hergezogen sind hängt über das Gelände so ein Moskitonetz für den Pavillon. Bisher hatte ich noch keine Zeit diesen zu beachten… bis heute eben.
 Hab mich sofort ans Zeug gemacht und nach kurzem studieren hing das Ding!

 Wow, wow… ich habe unter meiner Käseglocke gefrühstückt und fühlte mich wie die Queen! Na ja, dieses Mal hat die kanadische Luftwaffe die Schlacht verloren und die A-Karte gezogen! …und erst der Anblick wie sie mit umgebundenen Lätzchen und doofe Gesichter am Netz (von außen) hingen…
Unbezahlbar!
So, Pause ist vorbei und Sieg in der Tasche… Zeit um weiter zu machen!

Einen schönen Samstagabend!

Freitag, 10. Juli 2015

Da bin ich wieder!

Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7cm² und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das nicht, sie fliegt einfach. Dieses Beispiel bin ich die vergangenen sechs Wochen gefolgt und einfach das getan was getan werden musste. Den Luxus, es mir zu überlegen ob ich es überhaupt kann, konnte ich mir nicht leisten. Am vergangenen Montag war Schlüsselübergabe und Sonntagnachmittag bin ich im alten Haus fertig geworden.
Durchgehend jeden Tag einschließlich Sonn- und Feiertage 10 bis 12 Stunden allein für den Umzug geackert. Ich wusste zwar immer, dass dieser Umzug ein Alptraum wird und das hat sich auch bestätigt.
 Die kleinen roten Fläschchen, waren an manchen Tagen meine besten Freunde und haben mich ein wenig aufgeputscht.
 An einen Abend lag ich nach getaner Arbeit in der Wanne und zählte spaß halber die Blutergüsse (nur) an meinen Oberschenkel die mich wie eine bunte Kuh aussahen ließen. Es waren 33 Stück!
Über diesen Umzug könnte ich einen Roman schreiben, doch das Schlimmste haben wir hinter uns. Jetzt muss nach und nach hier ein- und umgeräumt werden, aber der große Druck ist G.s.D. weg. 
 So sieht es in der Garage und Co. aus… aber das wird schon.
Und außerdem will ich jetzt nicht über den Umzug schreiben, sondern mich kurz melden und Euch danken, dass ihr mir trotz dieser Abwesenheit treu geblieben seid.
 Auch wissen wir seit Montag Konkretes über Kurt sein Gesundheitszustand und wie es vorerst weitergeht.
Es wurde bestätigt, dass der Tumor am oberen Ende des linken Lungenflügels Krebs ist. Das Positive; er hat sich in der Zeit nicht vergrößert und hat nach allen möglichen Test der Wissenschaft auch nicht gestreut.
Kurt wurde in einem Testprogramm für ein neues und einzigartiges Bestrahlungsverfahren aufgenommen. Da wird gezielt nur der Tumor bestrahlt, anstatt einer größeren Fläche des Körpers. Diese Behandlung beginnt am Montag und wird jeden zweiten Tag und ins gesamt 8 Mal wiederholt. Danach muss eine Pause von 8 bis 10 Wochen eingehalten werden, dann wird das böse Teil rausgeschnitten und laut Lungenspezialisten, wird auch keine anschließende Chemotherapie von Nöten sein.
Obwohl die ganze Angelegenheit nicht optimal ist, so sind wir (hauptsächlich) Kurt doch viel beruhigter und voller Hoffnung.
So meine Lieben, das war’s für heute, kurz und knapp.
Da ich mir fest vorgenommen habe, dieses Wochenende leichter angehen zu lassen, werde ich mich auch wieder um dieses Baby (mein Blog) kümmern. Also bleibt gesund und dran!
Ein herrliches Wochenende wünsche ich euch!
PS. Habe gerade den Verursacher für die immer wieder frischen Löcher im Kräutergarten bei frischer Tat ertappt. Er gräbt sich ein in der weichen Erde und entkommt so die Hitze. Obwohl… wenn ich so hässlich wäre, würde ich mich auch in der erde einbuddeln!

Mittwoch, 24. Juni 2015

Der Hauswirtschaftsraum und…

…andere Ecken die eine kosmetische Korrektur dringend nötig haben.
Wie versprochen sind hier ein paar Fotos, die ich am Wochenende während meiner Arbeit machte.
Der Hauswirtschaftsraum musste vor eine mögliche Einräumung renoviert werden. 
 Um rein- bzw. runterzugehen, ging eine Treppe 70cm runter. Um an den Regalen zu kommen, musste man auf eine Schiebeleiter rauf und runter klettern.
Für mich ist das sowas wie eine riesen Mausefalle, aber für Menschen. Diese Falle/Minikeller erstreckt sich auch ein paar Meter in der gegengesetzter Richtung.
 Die kleine Treppe ausmontieren konnte ich bewältigen.
 Der gute Mann mit den drei linken Händen hatte eine Vorliebe für die größten Schrauben und Nägel die es auf den Markt gibt. Und bestimmt auch im Sonderangebot erworben, denn von „doppelt hält besser“ hielt er nichts, sein Motto war wohl eher; „Doppelt, doppelt und noch zwei zur Sicherheit, kann erstens nicht schaden und ich bleibe mit großer Wahrscheinlichkeit und sehr lange im Gedächtnis meiner Nachfolger!“
So war es mir bisher mit kleinem Handschraubenzieher und halb in der Luft schwebend, noch nicht gelungen diese Leiterbefestigungskonstruktion (unten in Bild) zu entfernen. Kommt noch.
 Die eine Seite/Richtung zurück, sah so aus. Ein Spinnenparadies!
Also, erst aussaugen… 
 Wattepads mit Pfefferminzöl in den Ecken. Spinnen und Mäuse hassen Pfefferminze und ich hasse spinnen und Mäuse!
 Anschließend zunageln! Zwar nicht einfach, da man/frau ständig rauf und runter klettern muss. Ein zweites paar Hände um all diese Arbeiten zu erledigen, wäre ein Geschenk des Himmels… ach, ich vergaß; Hände fallen nicht vom Himmel!
Immerhin, habe ich jetzt einen geheimen Ort im Keller und könnte rein theoretisch, auch meine eigene „Leiche im Keller“ unterbringen!
 Und so sieht es jetzt aus; ein Boden zum reingehen. (Leiter bitte wegdenken.)
 Hier noch so ein kleiner „Kopfschüttelleckerbissen“… der Eingang ist sehr groß (rechnet man die qm² zusammen, kommt man auf eine höhere Zahl als im Schlafzimmer.) Eine Wand ist verziert mit Natursteinen. Sehr schön und sehr rustikal…
 …nur, hätte das nicht richtig gemacht werden können?
 Ok, für den Anfang wird hier künstlichen Efeus hoch und runter ranken!
 Ach, da ist dann auch noch das Türschloss vom „Sonnenraum“, so zu sagen der Hintereingang. Weitere Erklärungen erübrigen sich!
 Am Haus angeschlossen ist eine sehr große doppelte Garage. Eine Seitenwand besteht aus metertiefem Regal bis zur Decke hoch. Sehr praktisch!
Praktisch hinter der Garage, sind zwei Räume. Der eine Raum wird mein Werkzeug/Bastel/Schreinerraum.
Der Zweite Raum… ist eher sowas wo man die Tür verschließt oder zunagelt und einfach vergisst, dass der Raum existiert! Leider können wir uns das nicht leisten, denn der Raum 3mtr x 5mtr, ist ideal als Abstellraum für die vielen Sachen, die wir nicht sofort unterbringen können.
So sieht es von innen aus! Wände sind 3mtr hoch und ja… grausig!
Der klägliche Versuch die Wand zu verschönern ist auch gewaltig in die Hose gegangen. Auch mit einer weit überflüssigen Menge an 3Zoll Nägel befestigt.
 Ich musste sie trotzdem so vorsichtig wie möglich abnehmen, zurechtschneiden und damit die Tür zu verkleiden.
 Um die Wände zu verkleiden benutzte ich Spanplatten. Die Teile messen 2,5mtr x 1,25mtr. Wären die einfach nur dran zunageln, wäre es einfach(er), doch der gute Mann mit den drei linken Händen, hatte z.B. hoch oben Holzklötze angebracht um z.B. Kabel drüber zu führen, dass eh schon mit einen Abstand von 20cm befestigt/angenagelt war. Nur, diese kleinen Holzklötze sind auch wieder mit 4Zoll Nägel bombenfest gehauen. Es war unmöglich, auf einer Höhe von über 2mtr und aus eine Plastikbox stehend, diese Nägel rauszuziehen. Doch Klotz stand ab und verhinderte eine Befestigung der Platten. Ok… ich behalf mich, in dem ich die Klötze mit aller Kraft zurückhämmerte. Die großen sperrigen Platten anbringen war auch so eine Herausforderung, so ganz ohne ein extra paar Hände, die ja angeblich nicht vom Himmel fallen… und erst recht nicht am Sonntag… Immer wieder dran stellen, ausmessen, leisten am Boden befestigen wo sie draufkommen, dann wenn endlich soweit das das nageln beginnen kann… liegt der Hammer zu weit weg… Rückwärtsgang, neu einparken und langsam wieder mit dem ersten Gang beginnen. Sitzt aber die erste Platte, folgen die anderen ein wenig leichter. Nur passen dann keine ganzen… sie müssen passend gesägt werden. Ok, genug und ich glaube, ihr könnt es euch einigermaßen vorstellen.
 Nebenher habe ich Regalfächer in Schränken eingebaut und meine geliebten Metallregale die ich aus Deutschland mitgebracht habe und hier im Schuppen standen, transportiert, gereinigt, abgeschliffen und neue Farbe verpasst. Danke John, diese tollen Regale von dir, sind immer da wo ich auch bin oder sein werde. Sollte ich sie mal nicht mehr brauchen, erbt sie Sonja! (Ist ja nicht so, als würde ich meine Kinder nichts hinterlassen wenn ich mal abnibbele!)
 Um diese Arbeit und andere Arbeiten besser und leichter bewältigen, habe ich mir eine „Maus“ geleistet! Sie ist sehr handlich und kommt in allen Ecken!
 Ach, ich liebe mein neues Mäuschen!
 Euch noch einen schönen Tag… ich muss weitermachen!
Herzliche Grüße!

Montag, 22. Juni 2015

Das geht zu weit!

Neulich fiel mir schon viel mir auf, dass Rosen ganz oben auf der Liste des Buffets der Raupen stehen. Doch als ich Samstagnachmittag dort ankam und sah wie gierig diese Schweinepriester wurden, ist mir die Geduld geplatzt! Gedanklich zerriss ich den Vertrag den Garten zu teilen, den ich auf geistiger Ebene mit den zukünftigen Schmetterlingen und Co. vereinbart habe.
Bewaffnet mit einer gefüllten Parasitengiftsprühdose, eröffnete ich das Feuer und der Grieg begann!
Zufrieden sah ich am Abend die verkrümmten Leichen unter den Rosenstöcken.
1 : 0 für mich!




 Eins meiner Kräuterbeete… schaut‘s euch an; Bambigetrampel und Spuren  einer erfolgslosen Schatzsuchorgie der Eichhörnchen!
Darüber rege ich mich nicht auf, denn die Kräuter blieben unversehrt. Und wenn, dann hoffe ich, sie fangen bei meinen scharfen Oregano an und verbrennen sich ihr gieriges Maul. Ok, vielleicht es den einen oder anderen Leser nicht bekannt, (ich kannte es auch nicht) aber der Oregano ist scharf wie Nachbars Lumpi! Schmeckt total nach Oregano und Chili.
 Nach einem mit Arbeit erfüllten überfüllten Samstag, reichte meine Kraft gerademal um ein kleines Steak auf dem Grill zu brutzeln.
Ok, es sieht ein wenig größer aus, aber ich hatte für den nächsten Tag sehr viel vor und brauchte richtig viel Kraft.
 Um die Bitte meiner Leser nachzukommen, werde ich im nächsten Post darüber berichten, was ein Typ, der nicht nur aus Versicherungstechnischen Gründen, eine Kappe mit der Aufschrift; „Vorsicht, Mann mit drei linken Händen“ tragen sollte, so alles verzapfen kann. Auf so viel Kreativität, kann man/frau grün vor Neid werden!
Einen schönen Montagsfeierabend wünsche ich euch… ich muss jetzt zur Vogel-Jeannie arbeiten gehen.
Ganz liebe Grüße!
PS. Ist die nicht schön? Sie blühte gestern für mich auf und erfreute meinem Tag!

Freitag, 19. Juni 2015

Einen Kuchen für den hilfsbereiten Nachbar!

Neulich, um unsere Pflanzenerde zu erwerben und transportieren, leite uns unser Nachbar Rick seinen Anhänger. Eine Woche vorher half uns Rick die fast neue aber neu erworbene Couchgarnitur aus London in der neuen Residenz… (wow, wie sich das anhört…) abladen. So wie mal ein und ausladen oder auf und abladen. Genau wie wir, gehört Rick zur älteren Generation… oder eher wie Kurts.
Wie auch immer, hatte ich vor einer Woche zwei Rhabarberkuchen gebacken. So eben nur, nicht weil ich gerade so wahnsinnig viel Lust und Zeit habe. Außerdem, hatten wir hier und beim neuen Haus viel von dem leckeren Stängelzeug. Und, weil hier nicht so Kuchen wie in Deutschland gebacken werden, sonder eher Pies oder Crumbles draus gemacht wird, dachte ich; ich schick mal so einen halben Kuchen zum hilfsbereiten Nachbar rüber. Ein paar Stunden später kam eine email mit folgendem Text. „Nochmal so einen leckeren Kuchen, und du kannst mein Anhänger für einen ganzen Monat ausleihen.“
Ok, das ist die Erklärung, warum ich heute für den hilfsbereiten Nachbar einen Kuchen gebacken habe.
Ok, und jetzt kommt die Erklärung warum ich euch das erklärt habe; Weil mir beim backen, ein alter Witz eingefallen ist:
Ein Ehepaar
Sie; „Schatz, der Lichtschalter am Eingang hat schon seit Wochen einen Wackelkontakt. Kannst du das bitte reparieren?“
Er: „Bin ich Elektriker?“
Im gleichem Haushalt zu einem späteren Zeitpunkt.
Sie; „Schatz, Die Tür vom Garderobenschrank hängt und schließt nicht mehr. Kannst du dich bitte drum kümmern?“
Er; „Bin ich Schreiner?“
Im gleichem Haushalt und gleiches Paar.
Sie; „Schatz, der Wasserhahn in der Küche tropft jetzt noch mehr. Kannst du bitte die Dichtung auswechseln?“
Er; Bin ich Klempner?“
Einen Tag später kommt abends der Ehemann wie gewohnt nachhause. Er bemerkt sofort, dass der Wackelkontakt behoben ist. Er hängt seinen Mantel weg und hoppla; die Schranktür ist repariert. Er holt sich ein Glas Wasser und aha; Der Wasserhahn tropft nicht mehr!
Er; „Schaaatz, sag mal… hattest du die Handwerker im Haus?“
Sie; „Nein, das war der Nachbar. Er war sehr hilfsbereit.“
Er; „Und was hat er dafür genommen?“
Sie; „Er ließ mir die Wahl; entweder ihn einen Kuchen backen, oder mit ihm Sex haben.“
Er; „Ach so, dann hast du ihn einen Kuchen gebacken?“
Sie; „Bin ich Bäcker?“
Keine schöne Presentation wie man sonst auf Blogs sieht. Keine schönes Geschirr, keine Serviette, keine Blümchen, keine Kerzen, Sekt oder Schnick-schnack... aber hey Leute wir sind am umziehen!
So meine Lieben, während ich hier schrieb, sind die Kuchen sicher abgekühlt und ich gehe zum Nachbar „meine Schulden bezahlen“!

Herzliche Grüße und ein super-duper-Wochenende!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Die Zeit im KH nutzen

Ich sitze gerade im Wartebereich des Krankenhauses und warte bis ich Kurt ein wenig später nachhause nehmen kann. 
Er bekam heute eine Lungenbiopsie, eines der vielen Tests die bis zur endgültigen Diagnose und weitere Vorgehensweise nötig sind.
Alles ist mit Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen verbunden.
Das schöne hier in Kanada ist die sehr herzliche und fürsorgliche Vorgehensweise der Ärzte, Krankenschwester und das dazu gehörige Personal. 
Am 6. Juli hat der behandelnde Arzt alles zusammen und wir werden wissen, was genau mit Kurt ist bzw. welche Vorgehensweise erforderlich sind.
Am 6. Juli ist auch Stichtag um aus dem alten Haus draußen zu sein. Ja, wir haben feste Käufer und das Leben geht weiter!
Am 6. Juli hat auch Sonja Geburtstag... ich hoffe ich vergesse es in dem momentanen Durcheinander nicht.
Allerhöchste Zeit den Umzug gewaltig voran zu treiben. Mir wird's schon ein wenig schwindelig bei dem Gedanken, was noch alles zu tun ist. Eben jeden Tag was machbar ist. 
Morgen Freitag muss ich bei der bewaffneten alten pingeligen Dame den Staubwedel schwingen. 
Anschließend mit Henry eine Ladung Kartons zum neuem Haus fahren.
Samstag hole ich ein Mietauto für eine Woche, denn in dieser Situation ist es sehr schwierig mit einem Auto auszukommen. Ständig muss ich hin und her fahren und Kurt hat seine eigenen Prioritäten wofür er das Auto braucht.
Am Wochenende muss ich einiges dort bauen, wie Sperrholzwände in dem Lagerraum anbringen um dort einiges aufzubewahren.
Regale einbauen, dann ist da noch der Haushaltsaufbewahrungsraum... echt, da muss ich euch mal ein Foto zeigen... Wer den zusammengezimmert hat sollte eine Kappe tragen mit der Aufschrift 
"Vorsicht, Mann mit drei linken Händen".
Stellt euch vor; erst geht eine dreistufige Treppe runter um sofort eine Leiter wieder hochzuklettern. Nur so kommt man an den Regalen!
Ja, so Sachen müssen sehr bald gemacht werden, bevor eingeräumt werden kann. 
Außerdem wird es Zeit nachzuschauen, ob meine neu angelegten Kräuterbeete noch existieren. 
Das schöne Leben in der Natur! Neulich am Morgen nach dessen Entstehung, waren die Kräuter aus der Erde herausgerissen und das Beet verwüstet... Bambis, die niedlichen Eichhörnchen, Waschbären und Co.

Oh ja... ich darf den Hasenstalldraht nicht vergessen... morgen unbedingt mitnehmen!
Um die Kräuterbeete anlegen zu können, musste ich Charlie's Hochsitze vorher mit der Axt behandeln. 


Wie ihr sehen könnt, Charlie ist mit dem Ersatz ganz happy. 

Übrigens, die kleinen Scheißer sind ständig in meiner Nähe und beobachten mich. 

Doch jeder hat seinen Platz oder Thron.
Charlie ist immer in meiner Nähe und garnicht scheu. Drüben auf den Steinen hinter den Hostas sitzt Lorelei.
Am Hauseck schaut der kleine "Rotarsch" immer mal kurz hervor.
Ok, ich schreibe schon wieder von Streifenhörnchen, aber z.Z. sind sie nunmal der größte Teil von dem was mein soziales Leben ausmacht. 
Hoffentlich ändert sich das irgendwann wieder! 
Ich geh mal kurz rein und schau wie es Kurt geht... 
...ja, es geht ihm gut und er schläft gerade. 
Das ist gut! Denn wenn er wach ist, denkt er ununterbrochen wie Scheisse es ist, noch keinen Kaffee trinken zu dürfen.
In ca 20 Minuten wird er entlassen. Ich geh dann jetzt zur Cafeteria hoch und überrasch ihn mit einen frischen, duftenden Kaffee.
Also bis später und wenn ich zuhause bin, werde ich das hier schnell posten.
Liebe Grüße!