Dienstag, 16. Juni 2015

Verwechslungen und grausliche Partygäste

Ausgestattet mit ausgeborgtem Anhänger des 
Nachbarn, machten wir uns letzte Woche
 auf dem Weg um eine größere Menge Blumenerde 
fürs neue Domizil zu besorgen. 
Vom Baumarkt oder Blumenhändler 
das Zeug Säcke weis zu kaufen, wäre endlos.
Dort angekommen und gefragt ob, wie 
und was kostet… der nette junge Mann erklärte;
„normal quality top soil, $20,00 a bucket
 and top quality with fertilizer $30,00 a bucket“.
Als ich „bucket“ hörte, dachte ich an „Eimer“…
...ich dachte erst, der nette junge Mann 
hat nicht verstanden. 
Wir wollten die Erde doch nicht am Bach durch 
ein Sieb schwenken… und nach Gold suchen!
Ich hörte schon die paar Dollarscheine in meiner 
Tasche laut nach Hilfe schreien. 
Vorsichtshalber fragten wir, wie viele „buckets“ 
müssten wir kaufen, um den neu ausgeborgtem
 Anhänger halbwegs zu füllen.
Da sagte der nette junge Mann;
„da passt nur einer rein.“
Ok, wenn soooo, dann nehmen wir doch 
von den top quality top soil.
Der nette junge Mann stieg auf einen riesen 
großen Bagger mit einer riesen großen Schaufel… 
...na klar; „Schaufel ist auch ein bucket“!
Meine eingebaute Verstandsleuchtglühbirne 
flackerte erst ein wenig, plötzlich schien sie ganz hell, 
schon fast schmerzvoll hell und mir wurde klar;
die sogenannte „bucket list“ (den Löffel abgeben, 
oder ins Grass beißen) ist eigentlich 
keine „Eimerliste“, sondern eine „Schaufeliste“.
Aufgeregt und glücklich über die Tatsache, 
für nur $30,00 so viel eigene Erde und neue 
Erkenntnisse zu besitzen, ging es runter 
nach „Kerwood“.
Das Auto war voll beladen mit Werkzeug, Pflanzen 
und was frau sonst noch alles braucht, 
um fünf Tage richtig zu malochen.
Dort angekommen, musste ich ganz fix die Erde 
vom ausgeborgten Anhänger abladen, denn Kurt 
wollte gleich zurück um Fußball zu schauen.
Dabei blieb mir nicht nur fast die Puste weg,
ich habe echt Schaufel für Schaufel genau gespürt 
wie groß ein bucket in Wirklichkeit sein kann!
Es wurde schon langsam dunkel, ich duschte 
und viel erschöpft auf mein Bett in der Schnecke.
 Ich hörte noch das Heulen der Kojoten im Wald 
und schlief auch sofort ein.
Am nächsten Morgen merkte ich, dass ich 
über Nacht die Lampe draußen hab brennen lassen… 
...die Lampen-Party-Gäste hingen noch 
faul und verkatert herum. 
Deshalb diese hässlichen Bilder im heutigem Post.
Ach ja, wenn man/frau in der Natur leben will, 
muss man/frau auch mit der Natur leben!
Was ich an den weiteren fünf Tagen dort gemacht 
und erlebt habe, folgt soooo naaaach und naaaach.




Was Guckst Du?!





 Bitte entschuldigt mein seltenes Erscheinen 
in der Bloggerwelt, aber ich weiß zurzeit 
wirklich nicht was ich zuerst tun soll und abends 
falle ich nur noch hundemüde ins Bett.
Aber ich denke an euch allen da draußen 
in der weiten Welt
und grüße euch ganz, ganz lieb!
PS. Ich hasse Falter

Montag, 8. Juni 2015

Kleines Hallöchen

Im Moment ist alles ein wenig drunter 
und trüber bei uns… ok, ist ja nix neues.
Gestern bin ich zur neuen Adresse gefahren. 
Habe Werkzeug, Holz, Erde, Blümchen und was 
sonst noch alles in Fritz passte.
Auch einen neuen kleinen billigen Holzgrill. 
Wir haben zwar einen Großen, der mit Gas betrieben
ist, doch ich denke; wenn schon grillen, 
dann auf echte Holzkohle.
Das Dingelchen musste ich selbst zusammenbauen, 
was bei dem Preis auch nicht zu verdenken ist. 
Es machte richtig Spaß, so ähnlich wie bei IKEA. 
Anfangs denkt man noch „Oh Gott“, doch nachdem 
die ersten Schrauben sitzen, geht es ratz-fatz. 
Nach Beendigung kloppt man sich gedanklich 
selbst auf die Schulter und für den Rest des Tages 
begleitet einem das schöne Gefühl ein Held zu sein!
Selbstverständlich habe ich auch ein paar Rinderrippen mitgenommen, schließlich musste der 
neue Grill auch gebührend eingeweiht werden.
 Hier steht das gute Teil und ich hatte meine Freude. 
Eigentlich ging der Enthusiasmus so weit, dass ich 
die Rippen so schnell gegessen hatte und ganz 
vergaß ein Foto zu schießen!
Anschließend saß ich noch eine Weile am Feuerchen.
 Später nach dem Duschen probierte ich die 
Funktionsfähigkeit alle Türschlösser und ging 
rüber in die „Schnecke“ um zu schlafen.
Heute früh wollte ich ins Haus mich waschen 
und einen Kaffee machen, ha… da hab 
ich erst mal blöd geklotzt: 
ICH WAR AUSGESCHLOSSEN!
Ich saß aufs Deck und schaute so ein wenig
 in den frisch verregneten Morgen.
Plötzlich tauchte „Charlie“ auf, stellte sich 
auf seine Hinterbeinchen und begutachtete 
seine neue menschliche Nachbarin.
 Einfach süß der kleine Kerl!
 Zum Glück hatte ich mein Rucksack und Autoschlüssel 
mit in der Schnecke, so bin ich eben ein 
paar Stunden früher Zurückgefahren.
Bitte entschuldigt, wenn ich z.Z. nur sehr wenig 
in der Bloggerwelt aktiv bin. 
Bin ich beim neuem Haus und ruh mich 
mal kurz aus… hab ich kein Internet.
Bin ich hier, muss ich entweder arbeiten gehen, 
packen, umräumen, reparieren, putzen, etc. 
Abends knall ich mich ins Bett und bin nur 
noch hundemüde.
Danke auch für all eure lieben Kommentare 
und Geneßungswünsche für meinen Fuß. 
Es geht besser, doch ich muss genau aufpassen 
wie ich Treppen steige oder ihn nicht aus 
Versehen drehe. Abends ist er dann immer 
sehr geschwollen, aber es geht… es muss eben.
Und… wenn ich etwas auf dem Jakobsweg 
damals gelernt habe;
„unsere Schmerzgrenze ist aus Gummi, 
besteht die Notwendigkeit,
 lässt sie sich unendlich dehnen.“
Liebe Grüße und zwischendurch werde 
ich mich immer wieder mal kurz melden.

Samstag, 6. Juni 2015

Ein echtes „Ñandutí“?

Und das bei meiner 90 jährigen alten 
pingeligen Dame, von der ich neulich erzählt habe! 
Ja, heute war ich bei ihr, um erneut den nicht 
vorhandenen Staub von ihren Antiquitäten zu wischen.
 Und da lag es!
Ein kleines vergilbtes und altes Deckchen unter 
der Vase am Eingang. 
 Nebenbei: bin ich befördert worden und darf inzwischen mit einem 
echten Wisch-Wedel… einen echten Mob (mit Stiel)… 
und in Zukunft Freitag anstatt Samstag arbeiten…
Jaaahaaaa, langsam lerne ich wieder mich durchzusetzen!
Als ich nach der Herkunft des Deckchens fragte, 
sagte die Dame, sie weiß es nicht mehr, sicher von irgendeinem Trödelmarkt. Ich erklärte ihr, 
das es sich um ein Ñandutí aus Paraguay handelt 
und die Geschichte dazu. Sie war begeistert!
Ich nehme an, dass dieses kleine Teil, irgendwann 
ein Mitbringsel der Mennoniten war. Auf dieser 
Weise findet man immer wieder etwas 
aus Paraguay hier in Kanada.
 Ñandutí ist Guaraní und bedeutet „Spinngewebe“.
Die Kleinstadt Itaguá, in der Nähe von Asunción,
 ist die Heimat des Ñandutí.
Diese Stickerei entsteht auf einen Stoff der auf 
einen Holzrahmen gespannt ist. Später, 
wenn die Stickerei beendet ist, wird der Stoff 
ganz oder teils, je nach Muster fein weggeschnitten.
Typisch für Paraguay, gibt es verschiedene
 Geschichten, was die Herkunft der Stickerei betrifft.
Angefangen von der Sage in der zwei jungen 
Indianern um die Gunst der Angebetete kämpften. 
Oder die Geschichte, in der eine kleine Angestellte 
von der Patrona so lange eingesperrt wurde, 
bis das Mädchen inspiriert von einer Spinne, 
einen Ersatz für das alte und kaputtgehende 
Spitzentuch der Spanischen Patrona erstellte.
 Genau kennt man seine Herkunft nicht. 
Ich persönlich tendiere für die logische Erklärung; 
Die Wurzeln stammen aus Teneriffa.
Ca. 300 Jahren zurück, wurden Frauen aus 
Teneriffa nach Paraguay geholt, um die zu der 
Zeit dort lebenden Spanier zu heiraten. 
Da es diese Stickerei schon lange vorher in Teneriffa 
gab (Teneriffe Sol Lace), wurde von dort diese 
einzigartige Stickerei mitgebracht und eingeführt.
Leider habe ich meine Ñandutí Sachen 
schon eingepackt. Gerne hätte ich euch ein 
paar Fotos gezeigt. Besonders von 
meinem buntem Gockel Bild.
Aber ich habe noch Bilder von einer paraguayischen Tanzgruppe. Als ich September 2013 in Deutschland war, traten sie zum Jahrestreffen vom Club Paraguay auf. 
 Die Kleider wurden alle aus dieser schönen 
paraguayischen Ñandutí Stickerei hergestellt.
Übrigens; die Paraguayer sind sehr lebensfrohe 
Menschen und drücken das gerne 
im Gesang und Tanz aus.
La Galopera, so heißt der berühmte Flaschentanz,
wird auch mit einem Cántaro (Tontopf) getanzt.
Die Flaschen werden ohne sie in irgendeiner Weise zu befestigen, während des Tanzes auf dem Kopf balanciert. 
Weitere Flaschen kommen während des Tanzes hinzu.
 Ich habe euch einen Link rausgesucht. Hier Tanzt eine gruppe bei einem Festival in Spanien. Schaut her, wie viele Flaschen diese Tänzerin auf ihrem Kopf balnciert.
(unten klicken)




 Einige Tänzerinnen heben mit ihrem Mund ein Tuch vom Boden ohne die Flasche/n festzuhalten.
(Ok... manchmal auch ohne Tuch...)
 Das Balancieren wird in Paraguay schon früh gelernt.
 Zum Schluss noch ein Foto mit Eduardo Huber im Bild, 
der Vorsitzende vom Club Paraguay e.V.
...Nee, das war noch nicht der Schluss...
psssst...
...schaut mal was ich bei der alten Dame heute im Besenschrank entdeckt habe!
Ich musste schmunzeln, denn ich konnte es mir bildlich, farblich und cartoon-mäßig vorstellen, wie sie die Waffe abfeuert und dabei rückwärts auf ihren Allerwerteseten knallt.
Ok... war wohl nicht so eine gute Idee, die gsamten Folgen von Dr. House anzuschauen. Sein Sarkasmus hat offensichtlich bei mir Spuren hinterlassen.
Ach was soll es, die Woche war ziemlich bescheiden 
und sehr anstrengend, da tut Lachen auch mal gut... 
auch wenn es über andere ist.
Ich wünsch euch einen schönen Sonntag 
und sende liebe Grüße!

Mittwoch, 3. Juni 2015

TAPECUE hilft!

Unser jetzige Keller ist ein Ort, der geeigneter ist um
einen Horrorfilm zu drehen und nicht um ihn in irgend einer
Weise zu nutzen. In gebückter Stellung kann man sich eh 
nicht länger als absolut nötig aufzuhalten.
So beschränken sich die runter-geh-Gänge auf das Bedienen 
der Waschmaschine und ab und zu des Trockners.
Zusätzlich ist alle paar Monate  der Gang nach unten 
notwendig, um 5 Säcke Salz à je 20Kg runterbringen 
und im Wasserenthärter rein kippen.
Da Kurt ein wenig wackelig auf den Beinen ist, erledigte
ich diese Angelegenheit. So auch am vergangenen Freitag.
Als ich vorsichtig, aber nicht vorsichtig genug und beladen
 runter ging, dachte ich erleichternd vor mir hin;
 „thank God, I’m doing this f*****g job for the last time”
(Das hätte ich lieber nicht denken sollen :-(
Auf der vorletzten Stufe knickte mein rechter 
Fuß nach innen, schrabbte sich total an der Wand
 auf und im selben Augenblick saß ich und Sack Salz
auf einem höllisch schmerzenden Fuß!
Ich konnte mich nicht bewegen, nur 
abwechseln laut heulen und fluchen!
Das hat Kurt gehört und kam sofort zur Hilfe, doch ich 
bat ihn mich einfach sitzen zu lassen, 
die Schmerzen waren höllisch.
Ich nahm mir das Recht, weiter zu heulen und weiter 
zu fluchen. Mir war klar, dass ich zur NA ins 
Krankenhaus musste, doch das ging vorerst nicht, 
wir kamen gerade vom Krankenhaus wo Kurt 
in die Röhre musste und noch leicht Narkotisiert war. 
(ich zeige euch hier lieber ein Foto vom hässlichen 
Keller als vom hässlichen verletzten Fuß!)
 Also, nach ein wenig Schmerzlinderung suchend, nahm ich 
ein paar Tabletten und schmierte erst mal 
dick „Tapecue“ Salbe drauf, meine neueste 
Errungenschaft; die wundersalbe aus Paraguay!
Noch nie was davon gehört… auch im Internet nichts
darüber gefunden…  aber viele Leute in Paraguay 
schwören drauf.
Na ja, was lt. Auschfrift der Dose gut ist für Pilze, 
Ekzemen, Hämorrhoiden, Herpes
(für Uñes und Susu’a konnte ich keine Übersetzung finden),
muss auch gut auf frische Wunden sein!
Außerdem ist sie so schön leuchtend rot...
Meine Freundin konnte an diesem Tag auch leider nicht
mit mir ins KH. So blieb mir nichts anderes Übrig, 
als warten bis Kurt ein längeres Schläfchen 
hinter sich hatte und wieder fahrtüchtig war.
Doch für den späteren Nachmittag war wieder ein
Hausbesichtigungstermin vereinbart. In anderen Worten;
das Haus muss dafür sauber und menschenleer sein.
 Leider hält sich das gnädige Fräulein Sauberkeit 
bei uns nie länger auf…
…Zähne zusammenbeißen und das Gröbste 
oben und unten erledigen!
Als ich in jeder Hinsicht am Ende gelangte, kam ich 
mit dick angeschwollenem Fuß letztendlich 
doch noch zur Notaufnahme.
Warten… starkes Schmerzmittel eingenommen… 
warten… röntgen… warten, warten und warten 
bis der Doc mir die gute Nachricht brachte; 
 „das ich Glück hatte“, keine Knochenbrüche, nur gewaltige Prellung und Verstauchung. Nach der Abklärung 
nach Alter der letzten Tetanusimpfung, schickte er 
mich wieder nachhause .
So humpelte ich mich durchs Wochenende und 
jetzt kann ich sagen, heute geht es schon ohne Schmerzmittel. 
Der Fuß ist zwar noch geschwollen, bunt und 
total verschrammt, aber viel besser!
Morgen gehe ich wieder arbeiten.
 Tapecue macht ihren Ruf alle Ehre!
Liebe Grüße!

Dienstag, 2. Juni 2015

Willkommen im Club der Deppen!

Das habe ich zu mir selbst gesagt und mir gewünscht, als ich am
vergangenen Samstag, in der Kommunikationsabteilung des 
W-Mart,
den Vertrag unterschrieb und mein Handy entgegen nahm.
Bevor sich irgendjemand auf Schlips oder Schürze getreten fühlt,
muss ich das mit den „Club der Deppen“ erklären.
Ich habe nicht nur ein neues Handy, nein… es ist mein erstes
richtiges mobiles Gerät seit ich hier in Canada lebe! Wow!
(Vor lauter Aufregung habe ich dort meine dazugehörigen
Kopfhörer liegen lassen. Muss eben nochmal hin.)
Immer wenn ich nach meiner Handy Nummer gefragt werde
und ich erkläre sowas nicht zu besitzen,
werde ich angeschaut als hätte ich zwei Nasen!
Neulich als ich in Paraguay war, sagte meine Freundin Hilde;
 „gib mir deine Handynummer und wir können uns in
 „WhatsUp“ Nachrichten schreiben.“
Als ich ihr erklärte, dass ich kein Handy habe, fing sie laut
an zu lachen und sagte: „wie? Du hast kein Handy?
Heutzutage hat doch jeder Depp ein Handy!“
Erklärung angekommen?
Eins der Gründe nie eines zu besitzen war, 
es würde bei Unerreichbarkeit, z.B. bei
Empfangslosigkeit in der Wildnis wenn ich hike,
für Verständnislosigkeit sorgen und eine gewisse 
Panik auslösen. Das wiederum hätte bei mir 
ein schlechtes Gewissen ausgelöst, sowie das Gefühl, 
unter ständiger Beobachtung zu stehen.
Hiking war immer eine Flucht, die mir die
 Sicherheit bot, alleine und frei zu sein. Das war mir
zu wichtig und heilig, um es mir durch
dem Besitz eines Handys, nehmen lassen.
Inzwischen hat sich Vieles verändert und außerdem ist 
es undenkbar in der nächsten Zeit unerreichbar zu sein.
Einmal weil ich viel arbeiten muss und Kurts
Gesundheitszustand eine gewisse Erreichbarkeit fordert.
Was das anbetrifft, habe ich noch nichts Neues zu berichten.
Noch laufen Tests, Untersuchungen und Scans.
Wir versuchen, soweit es geht, alles „normal“ (was auch immer
das im Moment bedeutet) weiter laufen zu lassen.
Spekulationen sind ganz fehl am Platz!
.....................
Ok, mit neuem klingendem Deppen-Club-Mitgliedsschein
in der Tasche, ging ich am Samstagmittag schnell 
zurück zum Auto, wo Kurt auf dem Parkplatz 
und angekoppelter Schnecke, wartete.
Bei eine Temperatur von 28º brauten sich Braungelbe-
Tornadowolken rasend schnell am Himmel zusammen.
Aus lauter endlich wieder Campen, und das auch noch auf zukünftig eigenen Hinterhof, vergaß ich den 
Wetterbericht zu studieren.
Am Tag davor hatte ich mein Fußgelenk arg verletzt und 
konnte eh nicht viel tun, deshalb wollte ich einfach 
nur RUHE und weg!
Hinkend schnell gepackt und los.
Schon unterwegs (was gar nicht weit ist) lagen
 umgefallene Bäume.
Dort angekommen haben wir ein schönes Plätzchen 
ausgesucht und die Schnecke abgekoppelt. 
Kurt ist wieder zurückgefahren, und der Regen ist 
gekommen. Ich machte mich langsam ans aufbauen
und war noch nicht ganz fertig, da regnete es richtig…
es regnete… und es regnete…
Seit Wochen und Monate war hier kein richtiger Regen, 
nur kurze Schauer und alle jammerten. 
Endlich wurden wir beschert, es regnete pausenlos 
den ganzen Nachmittag, die ganze Nacht
 und weiter den ganzen Morgen.
Die Temperatur senkte sich auf 7º!!!
Ich hatte keine lange Hosen und auch keine Socken…
…ach, und auch keine Heizung dabei!
G.s.D. lagen einige Decken in der Schnecke verstaut.
Ach ja, meine Kühltasche mit Proviant lies 
ich auch Zuhause stehen.
Also bin ich nach dem Aufbau ins Bett. So gegen 
20:00Uhr kam die Nachbarin und brachte mir 
einen kleinen Elektroheizer. Herrlich!
Am nächsten Morgen rief ich Kurt an (mit mein neues 
Handy) und bat ihm, mich aus Sibirien zu holen!
Seit gestern steigt wieder der Zeiger des Thermometers 
und es geht weiter mit sommerlichen Temperaturen.
Danke Petrus, dass du mein Wochenende 
ins Wasser hast fallen lassen!
Euch allen auch liebe Grüße!

Montag, 1. Juni 2015

Bald himmlische Ruhe!

Dieser Eintrag soll keine Abschiedserklärung werden… es geht eher um Veränderungen. Ok, ich langweile euch bestimmt mit meinen ständigen Lebensveränderungen, aber es ist leider so und glaubt mir, ich habe es auch satt und sehne mich nach Beständigkeit und vielleicht doch noch irgendwann
auch sowas wie ein echtes Zuhause zu besitzen.
Doch bis es soweit ist, bleibt es vorerst bei „mach das Beste draus“.
Übrigens ist mir heute in aller Herrgottsfrüh, bei meinem täglichen
„über das Leben nachdenken“ inspirierenden Pott Kaffee im Bett,
 bewusst geworden, dass meine immer häufiger auftretenden Blogfaulheitsphasen, wenig mit Faulheit oder fehlenden
Themen zu tun haben.
Ok, muss zugeben; an Zeit und sehr langsames, 
hinkendes Internet liegt es zurzeit auch.
Das Problem ist eher, dass ich zu viel habe und gedanklich
 erst alles in einen einzigen Eintrag unterbringen will.
Dann wird’s mir schwindelig, zu viel und schon wird’s verschoben.
Dann kommt hinzu, dass ich mir viel zu viel Mühe gebe,
 es evtl. Jedem recht zu machen.
So wie; vielleicht passt es den einen oder anderen nicht
und entscheide mich letztendlich für einen dicken Brocken Sonnenschein.
Was wiederum zu seltene Posts führt, denn glaubt mir; nur weil ich
immer über schöne Erlebnisse und Dinge schreibe,
muss es im echten Leben nicht ständig so sein.
Dann sind da auch noch die lieben Leser, die sich weniger über Inhalt freuen,
sondern mehr über das „ach schauen wir mal, wie viele Rechtschreibfehler
sie heute wieder rein gehauen hat“. Ich kann es mir auch bildlich richtig vorstellen, wie mein Text von den kleinkarierten Mausedreckaufsteller ausgedruckt wird, nur um diesem mit Rotstift zu überarbeiten
und anschließend das Ergebnis drunter zu schreiben.
Für euch Lieben, habe ich ein kleines Dankeschön;
(Aus Pinterest kopiert. Danke Ingbert-Maurice Scholz!)
 Weiter geht es mit der baldigen himmlischen Ruhe.
Anschließend kommen erst ein paar Schnappschüsse, die ich eben
 in weniger als drei Minuten von unserem Balkon aus gemacht habe.
 Kanada ist so groß, die Weite unendlich, Natur einmalig,
doch wo ist der (schwer) Verkehr am schlimmsten?
Vor unsere Haustür!,
Bzw. vorbei an mein Schlafzimmerfenster.
Die die mit mir hin und wieder telefonieren oder Skypen, wissen es.
Obwohl ich vorher immer erst Fenster schließe, werde ich ständig
gefragt ob gerade ein Laster durchs Zimmer fährt.
 Wir wohnen direkt an einer X Kreuzung (sagt man dann Xreuzung oder Ixung?), und zwar an der Schnellstraße oder Highway 22 und die LKW Route die von und nach Norden und Osten den gesamten Transport erledigt.
 Im Garten kann man sich nur durch ständiges Anschreien verständigen.
Am Wochenenden fallen die LKWs zum größtem Teil weg, dafür sind dann
die Jungs und Mädels mit ihren aufgemotzten Harleys zu duzenden unterwegs.
 Wie ihr sieht, nur einen weiteren Grund, sich auf himmlische Ruhe zu freuen.
Hier ist es sehr schwer was zu mieten, besonders auf dem Land
und teuer darf‘s auch nicht sein.
Doch wir hatten echt Glück und sind jetzt stolze Mieter von
einem Bungalow, eher sowas wie ein Ferienhaus.
 Es besteht aus ein großes Wohnzimmer, großes Esszimmer, offene Küche, zwei Schlafzimmer die leider sehr (arg sehr) klein sind… vielleicht nicht ganz so klein dass man im stehen schlafen muss, aber doch eben klein.
Dann ist da noch einen Sonnenraum, Badezimmer, sehr großer Eingang, doppelte Garage mit zwei unfertigen Nebenräumen, Schuppen und einen
Holz-Deck mit Pavillon Überdachung und Moskitonetz!!!
 Das schönste; es liegt mitten im Wald und
Nachbarn sind im Sommer unsichtbar.
Kein Frachtverkehr und nur eine Handvoll Autos in einer Stunde!
Mehr Details und wie ich meine erste Nacht dort in der „Schnecke“
(unser Camp-Trailer) verbracht habe folgt!
Herzliche Grüße!