Montag, 24. Oktober 2011

Bin wieder da!

Zwar über die Grenze gerutscht, aber noch nicht so richtig anwesend.
 Es ist so viel los gewesen... es ist noch nicht alles verdaut. 
Ich war nicht nur in Cincinnati bei meiner Tochter und ihre Sippe... wir waren auch in Charleston, South Carolina.
 Wir haben den wahrscheinlich ältesten Baum Nordamerikas gesehen...
Ich habe im Ozean gebadet. 
Dieses Foto ist für alle die noch nicht wissen was "Orangenhaut" und "Gicht" bedeutet... ach, der "Fifi" ist mir auch noch davon geflogen...
Ha... was die Inge immer mit Fotobearbeitung macht, ist bei mir echt verzehrt!
 Wir haben bei Sonnenaufgang am Strand nach Muscheln & Co.-Schätze gesucht...

Ich habe meine Enkel mal wieder gehabt und geschaukelt...
 Ich habe die "Smoky Mountains" auf die Rückfahrt durchs Autofenster vorbeirauschen und "smoken" gesehen...
 Keine gute Bildqualität? Ich sagte doch; von der autobahn aus!
Jetzt bin ich wieder Zuhause und habe habe die Backen voll Arbeit... muss die Woche jeden Tag Arbeiten. Auch Zuhause ist viel zu tun, besonders im Garten. Nächste Woch wirds ähnlich, doch ab den 5. November habe ich zumindest eine Woche Zwangsurlaub. Nein, ich muss nicht im Knast... bekomme nur eine kleine OP an der Hand. Nix Großes (es ist leider die rechte Hand, sonst könnt ichs fast selber machen), aber solange die Fäden drinn sind, soltte ich die Hand schon ein wenig schonen. Was ich aber sagen wollte, ich konnte in den letzten Wochen zeitlich nicht viel bloggen, bzw in Blogs stöbern. Doch bald werde ich es nachholen. Hab doch sooooooooooooo viel zu erzählen und es kommt ständig was Neues hinzu. Kreist  momentan alles sehr geduldig in der Warteschleife.
Ach ja, morgen fang ich übrigens einen weiteren Job an... das ist jetzt mein Fünfter.
Ja, ja... ich weiss... ich hab immernoch einen Vogel!
Tschüssi!

Dienstag, 4. Oktober 2011

Die alte Mühle

Heutemorgen musste ich nach Arva (ein Ort in unserer Nähe) um Mehl zu kaufen. Natürlich kann ich auch Mehl im Supermarkt kaufen, doch wenn ihr diesen Post gelesen habt, dann würdet ihr es ganz bestimmt genauso machen.
Hiermit lade ich euch ein, mich im Nachhinein zur alten Mühle zu begleiten. 
 Schon die Einfahrt verspricht Idyllic.
 Ich backe regelmäßig unser Brot. Früher mit den Händen und Fleiß geknetet, heute mit einem Brotbackautomat. 
Meine Mischungen mache ich selbst, an Auswahl mangelts nicht. 
 So sieht die Mühle aus...
 ...und das ist ihre Geschichte:

Arva Flour Mills, in Arva, Ontario, am Ufer des Medway Creek, ist Kanadas älteste kontinuierlich arbeitende Wasser angetriebene Mühle und vielleicht die älteste in Nordamerika.
              Die Mühle, im Jahre 1819 gegründet, zeigt die riemengetriebenen Mühlen. Gebaut durch Tauschhandel und ein wenig Geld auf den damals Martins Creek (Bach). 
              Damals gab es Arva noch nicht. Der Ort hieß St. John, eine britische Kolonie von Ober-Kanada. Der Ort bestand aus einer kleinen Siedlergruppe. Im Jahr 1869 kaufte Jacob Hawkins St Johns Mühle für 5075 $. Er war in Devon, England geboren und absolvierte seine Lehre bei seinem Vater, George Hawkins. 
              Bis in die frühen 1880er Jahren, war das Bargeld sehr knapp, so wurden Gegenstände für Mehl getauscht.          Aufzeichnungen zeigen, Hawkins akzeptiert Bezahlung in Form von Rüben, Schuhen und Stiefeln. Die Arbeiter bekamen einen Tageslohn von 1,50 $ pro Tag. 
         Um 1912 wurden die Mühlsteine ​​durch Walzen-System ersetzt. Im Jahre 1919 schloss Hawkins seine Mühle an der Öffentlichen Stromversorgung an.
Im selben Jahr verkaufte Hawkins die Mühle und zog mit seiner Tochter Minnie nach (London, hier in Kanada).
Eine neue Partnerschaft zwischen den Besitzern, entwickelte sich durch die Heirat von H. Templeton's Tochter Lila und Clarence Scott.
Beide Familien zogen im Jahr 1919 in die kleine Ziegel Mühle, die auf dem Grundstück Stand.
Die Mühle hatte eine Produktionskapazität von 30.000 Pfund Mehl pro Tag in 100Pfund Säcken. McCormick‘s Imperial Cone Division in London war der Hauptabnehmer. In 1985 überlebte die Mühle einen tiefen Einschlag, als McCormick’s wegen Werksverlagerung als Kunde wegfiel. 
         Lilas einziger Sohn, Harold, übernahm die Mühle im Jahre 1967, als sein Vater nach 48 Jahren in den Ruhestand ging. 
           Heute wird die Mühle weiterhin von Mike Matthews, die vierte Generation der Familie Scott, betrieben. 
          Noch heute, erinnert das ständige Surren der Wasserkraft betriebene Turbinen, dass dies nicht nur eine weitere hübsche und veraltete Mühle ist. 
          Die mahlt nahezu auf die gleiche Weise wie in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Halb auf Wasserkraft, der Rest auf Strom.

 Mike, der Besitzer Zeigte mir ein Teil der Mühle.
Die eigentliche "Mühle" ist eine Etage höher, und wird von hier aus angetrieben. Dort durfte ich aber aus Vorschriftszwecken nicht hin.

 Der kleine rote Anbau ist der Laden... ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gerne ich hier einkaufe.
 Alles was es an Mehlsorten und Körner gibt, gibt es hier.
 Auch Nudeln und hausgemachte Marmelade.
 Bohnen, Gewürze, Honig, Trockenfrüchte... Das ist es einfach Wert, es dem Supermarkt vorzuziehen!
 Das passende Auto dazu.
 Geht man hinter der Mühle, sieht man das.


 Vorm Parkplatz der Mühle, kommt erst noch der Bach und die dort lebenden Gänse und Enten.
Mit scharfen Feder...
 ...oder auch mit unscharfen Feder.
 Ach ja, zur Aufklärung habe ich auf dem Rückweg noch ein paar Fotos geschossen. Es geht um meinen letzten Eintrag. Da war nähmlich nur das Foto vom Sojabohnfeld und meine Beine aktuell... die anderen Herbstfotos waren vom letzten Jahr.
Ja, bei uns ist der Herbst auch noch nicht soweit.
Hier ein brandaktuelles Foto von heute. Soja Braun, Wald im Hintergrund fängt erst an sich zu verfärben.
 Hier kann man es auch deutlich sehen... obwohl die meisten Kühe schon braun sind.
 Ach, und aus meinem Blog überhaupt nicht weg zu denken... Ja, die Aasgeier sind auch noch da!
 Wieder Zuhause angekommen, kommt mein Weißmehl in einem großen Eimer, dann kommt Zusatzmehl und beliebige Körner hinzu, alles gut gemischt und meine Brotbackmischung ist fertig!
 Und ich habe mir ein leckeres Stück Brot mit Butter und leckeren kanadischen Hönig verdient!
Mit vollem Mund:
Ganz liebe Grüße und ich hoffe ihr habt den kleinen Ausflug an diesem herrlichen Tag, mit mir genossen!

Sonntag, 2. Oktober 2011

Und plötzlich ist er da!

Nicht dass ich blind bin, doch ich habe meine ganz eigene Erfahrung gemacht um hier in Kanada zu merken, dass es Herbst ist.
Es sind nicht nur die schönen Sojabohnenfelder die sich goldgelb färben und eine baldige Ernte ankündigen...
 ...es sind auch nicht nur die Bäume die plötzlich ein neues Kleid anhaben...
 ...oder, die Blätter die fast lautlos von ihnen fallen...
 ...es ist der alljährlich wiederkehrende Griff ins Cremetöpfchen. Von Mai bis september ist dieser wegen der warmen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit, einfach nicht möglich und vor allem auch nicht nötig. Die Haut ist glatt und zart, die Haare brauchen keinen Conditioner und liegen trotzdem besser als zur anderen Jahreszeiten, mit dem Zeug.
 Ich kann endlich wieder lange Hosen tragen... ach ja, es ist auch die Jahreszeit um Winterklamotten vor zu kramen. Wie ihr sehen könnt; sogar meine langen Unterhosen und Wollsocken sind schon anzugsbereit für den frostigen Notfall.
 Ach, wie schön ist doch Kanada! Egal zu welcher Jahreszeit, ich liebe dieses Land!
Gehofft habe ich auch auf mehr Zeit... das war wohl nichts... Habe noch einen zusätzlichen Job angenommen, außerdem laufen noch Projekte auf Bestellung. 
UUUUUUUUUUND... und vor allen Dingen, arbeite ich sehr fleißig an der Babykleidungdecke meiner Tochter. Das es viel mehr Arbeit ist als ich Anfang annahm, bzw. wahrhaben wollte, ist ja wohl klar. 
Nur fahre ich am 13. Oktober zu ihr... ja genau, die Decke sollte eigentlich mit fahren, doch leider glaube ich selbst nicht mehr dran.
Die Fahrt will und kann ich aber auch nicht verschieben, denn wir fahren von Cincinnati auch weiter nach Charleston, South Carolina! Ich bin ja sowas von wow-aufgelegt und aufgeregt!
Trotzdem, ich werds versuchen, das mit der Decke.
Kurz und gut... ich muss wieder an die Arbeit! 
Liebe Grüße!

Montag, 26. September 2011

Mir ist Engel erschienen!

Nein, ich habe nicht im Stall übernachtet… und nochmal nein, der Engel hatte mir auch nichts zu sagen.
Doch so und nicht anders, kommt man doch auf die eine oder andere Deutung. Dahinter wiederum, steckt nur der Glaube; Was will ich glauben, was sollen Andere glauben?
Ich kann mir doch so vieles darunter vorstellen. Es könnte mir so viel sagen, Hinweise geben, mein ganzes Leben könnte plötzlich Kopfstehen!
Ich muss doch nur daran glauben!


Nehmen wir doch beispielsweise die gleiche Situation, den gleichen Pilz, doch zu einer anderen Zeit. Ein halbes Jahrtausend zurück… z.B.
Keine Kamera, kein Internet, geschweige weder eine Möglichkeit etwas zu beweisen oder wiederlegen. Doch mit meiner eigenen Überzeugung, „mir ist ein Engel erschienen“ kehre ich mit meinen gesammelten Heilkräutern und Wurzeln (um das Märchen ein wenig Echtheit zu verschaffen) aus dem Walde zurück. Mein ganzer Körper zittert vor Aufregung… das Dorf noch nicht erreicht, verkünden meine Schreie und Atemlosigkeit über das eben erlebte Wunder… Menschen rennen herbei und bekreuzigen sich, andere heben nahbeiliegende Steine auf und drohen sie nach mir zu werfen.
Ja, zur damaligen Zeit ging sowas sehr schnell. Entweder wäre ich eine sogenannte Halbheilige und ginge in der Geschichte… ok, vielleicht auch nicht in der niedergeschriebenen Geschichte ein… Oder, und vermutlich eher, ich hätte meinen ganz persönlicher und wahrhaftig heißer Logenplatz zur Betrachtung des allerletzten Sonnenuntergangs meines Lebens, und zwar auf dem Scheiterhaufen.
Sein wir ehrlich, insgeheim hinterfragen wir uns oft, wie so manch eine Sage, Erscheinung, Wunder, bis hin zum festen Glauben daran, entstehen konnte. Warum geschehen denn heuer kaum noch solche „Wunder“? Ich will ja nicht unter meinem Niveau kriechen und folkloristisch werden, aber Fakt ist doch; früher war es wesentlich leichter Menschen zu verarschen. Wir sollten aber auch nicht außer Acht lassen, das daaaaaaaaaaaaamals… Menschen sowas auch brauchten. Der Glaube… und zwar der zweifelslose Glaube, spielte eine große Rolle. In welcher Richtung auch immer dieser ging, sprang man hinterher als sei es der letzte Zug im Leben.
Ohne Glauben können wir nicht leben. Auch wenn ein wenig rund- und abgeschliffen, für die heutige Zeit angepasst und modernisiert (bei den meisten Völker zumindest) ist er heute genauso gegenwärtig wie früher. Sei es aus tiefster Überzeugung, oder Saison bedingt aus Zufällen (meist Traurige Situationen), die leider oft nur zum Aufpolieren des eigenen Egos dienen. Aus Gewohnheit oder Erziehung, aus Dummheit oder aus Pflicht. Glaube kann was Wunderbares sein und so viel Gutes tun, so kann aber auch der Glaube zur Waffe werden und sehr viel zerstören. Doch letztendlich ist Glaube Macht. Es gab ihn immer und es wird ihn immer geben.
Menschen sind sehr unterschiedlich (Gott sei Dank ist das so), in wie weit sie mit ihren Glauben gehen, liegt womöglich daran, an wie weit sie sich selbst überzeugen können. Wer einen Floh besitzt und selbst fest davon überzeugt ist es sei ein Elefant, kann er „seinen Floh“ auch genauso  glaubwürdig als „Elefant“ verkaufen. Wir wollen zu gerne glauben, auch wenn wir wissen, dass es nur ein Floh ist, glauben wir an dem Elefanten. Also doch, wir Menschen lassen uns heute noch verarschen (ups, mein nicht zu hoch aufgebautes Niveau, sank gerade wieder um eine Stufe…), da können auch Jahrhunderte nichts daran ändern. Wir lassen uns verarschen, weil wir Angst haben als dumm da zu stehen, weil wir Angst haben nicht dazu zu gehören!
Wie herrlich und genial fand ich immer das Märchen von Hans Christian Andersen „Des Kaisers neue Kleider“. 

Zurück zu „meinem Engel“… oder, war es eine kleine Wald Fee? Ach glauben wir dem Foto; zurück zum halb amputierten Pilz im Wald… ich fand ihn wirklich so, beim wandern im Pinery Provincial Park. Doch meine Aufmerksamkeit und die Linse der Kamera, galten für einem Moment nur den kleinen Pilz.

Erstens: Soll ich jetzt einen Wallfahrtsort daraus machen weil mir dort ein Engel erschienen ist? Soll in einem halben Jahr der Park nicht mehr nach den Pinery sondern nach Weihrauch riechen? Also Tacheles; Dieser Park ist seit ich hier meine Heimat gefunden habe, auch mein Lieblingspark = Wallfahrtsort… ich renn ja eh schon immer hin. Also, das wäre schon mal geklärt!
Zweitens: Bei dem gleichen und selben Spaziergang, sah ich ein Schild in dem gleichen und selben Wald, da wurde darauf hingewiesen, dass der Park Freiwillige für seine Projekte sucht. (Kanada großes Erfolgsrezept ist die Angewiesenheit auf Freiwillige für alles und überall.) Also, ich dachte so… „Ela, du bist so gerne hier im Park, du liebst diesen Park, du liebst den Strand, den See, alles… fühlst dich ein wenig wie eine Königin, da kannst du doch auch was für den Park tun. Anstatt nur dumm rumlaufen, dumm baden, dumm rumliegen, dumm etc., kannst du dich doch auch an Projekten beteiligen und was sinnvolles tun“.
 So sind z.B. die damals in 1960 unwissend und irrtümlich gepflanzten Pines wieder nach und nach auszurotten, bevor diese, diese einzigartige und seltene Oak-Savannah zerstören.
Oder im Oktober läuft ein Projekt für die Erhaltung einer ganz seltenen und vom Aussterben bedrohten Schildkröte.
Es gibt dort so viel zu tun. Ich werde mit anpacken!
Also bin ich zum Besucher Zentrum des Parks um mich als Helfer des Parks einzutragen.
Jetzt könnte ich an dieser Stelle fest behaupten, dass es eine direkte Eingebung des erschienen Engels war… nein, das war es nicht. Diese Eingebung habe ich dem Schild zu verdanken und ich weiß auch nicht mehr genau, ob ich den Engel vor meiner plötzlichen Entscheidung sah, oder danach.
Doch auf diese Art und Weise, könnte ich es glauben und es ganz überzeugt weitergeben. Ich tu es aber nicht!
Es war nur ein halbamputierter Pilz!
In diesem Sinne… und mit einem lieben Gruß verabschiede ich mich für heute.

Samstag, 24. September 2011

Stranddeko

Außer Sonne, Himmel, Wasser und Strand, zeige ich heute mal andere "eye catcher" von "meinem Strand".
Genau der richtige Post, wenn frau, zeitlich gesehen, zwei Wochenenden fehlen; Viel zum zeigen, wenig zum schreiben!
Stellt euch vor, ihr schlüpft durch dieses Bild und seid in einer anderen Welt. Kurze Entspannung... was fürs Auge... was für die Seele...
 Der Strand liegt voll von angeschwemmten Treibholz. (Besonders im Frühling, weil über den Sommer, Leute nach und nach diese Teile,  als Deko für den Garten, mit Nachhause nehmen.) 
Es verschönert den Strand und  bietet den einen oder anderen Sitzplatz.






Oft kann man sich Figuren und Gesichter vorstellen...
...sich in einer Welt der Drachen sehen...

...diesen Kandidaten kennt ihr schon aus dem vorletzten Post, aber aus einer anderen Perspektive... daher auch nicht mehr so "sexy" wie ich per e-mail kommentiert bekam...
 ...jetzt eher ein kleines Gespenst, oder Pinocio zeigt mir den wunderschönen See.


 Hier musste ich an einen ungepflegten Königspudel denken...

 Dieses letzte Foto entstand ein paar Tage früher, doch trotz bedeckter Himmel, ein schönes Teil... ich würde diese Skulptur der Natur den Tittel "Schrei nach Liebe und Geborgenheit" geben.
Euch allen, und wo auch immer ihr seid, wünsche ich ein schönes und erholsames Wochenende!
Liebe Grüße!