Dienstag, 14. Juli 2009

Point Pelee

13 Juli, ein Tag an dem ich mich ewig erinnern werde.
Wir haben einen Ausflug nach der Südlichsten Spitze Kanadas gemacht. „Point Pelee“! Das ist Zipfel der spitz in den Eriesee läuft. Eins der kleinsten National Parks hier im Lande.
Aber nun vom Anfang. Picknick und Badehose eingepackt sind wir morgens los. Quer durch die Pampa, Richtung Süden. Wir sind Umwege gefahren, ansonsten sind es schätzungsweise ca. 160-170 Km. Die Gegend ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr Fruchtbar. Acker, Obst und Gemüse soweit das Auge reicht. Wunderschöne Anwesen, oder auch nur Häuschen, der Heimstolz der Kanadier ist nicht zu übertreffen! Man/ich weis nicht wo ich zuerst hingucken soll! Ehrlich mir tat die Schulter weh, besonders der Hals vom immer länger machen! Bei solch eine Fahrt, bete ich immer im geheim, dass das nächste Auto ein SUV (Geländewagen) oder ein Pick-up wird. …oder gar ein „Papa-mobil“…? Das wär’s doch! Der Passat ist zwar sehr komfortabel, aber dafür sitzt man auch sehr tief und die Landschaft hier streckt sich sooooo weit, dass könnt ihr Euch gar nicht vorstellen. Es ist auch unmöglich, sowas auf Fotos rüber zu bringen. Man muss es erleben!
Da wir vorerst nicht durch Ortschaften kommen, muss ich auch auf meinen geliebten „Tim Horten Kaffee“ verzichten. Doch irgendwann kam dann doch noch eine Stadt. Ich glaube sie hieß Leamington. Denn irgendwo muss ja das ganze Obst und Gemüse verarbeitet werden. Aber erst die vielen XXL Gewächshäuser. Meine Güte, ich dachte ich hätte die größten Anlagen schon in NRW und Holland gesehen!
Wie schon erwähnt; hier wird geketschupt was das Zeug her gibt. Das kommt Euch sicher bekannt vor: hier ist die riesen Fabrik zuhause!
Sofort ändert sich auch die Architektur der Villas. Ein gewisser südeuropäischer Einschlag ist zu bemerken. Ja, hier sitzen die Italiener mit den dicken grünen Daum und womöglich noch dickeren Portmonee! Aber viel wichtiger für mich; Ein Tim Horten!!! Auf zum Eiskaffee!
Ups, bin schon wieder zu schnell gewesen. Erst waren wir im Provincial Rondeau Park. Auch eine Halbinsel im Eriesee. Was die Kanadier hier alles tun für die Natur und Komfort der Besucher… da kann man nur mit den Ohren schlackern! Einfach Fantastisch!
Und stellt Euch vor; mein erstes eigenes Foto (mit meiner kleinen Kamera geschossen) von einem Aasgeier!
Dann mussten wir wegen eines (beladenen) Eichhörnchens bremsen. Und noch so andere Tiere, die dann doch schneller waren als ich.
Und dann der Strand… nur ich dachte, voll gepackt mit Menschen… schließlich ist Ferienzeit! Aber wir haben hier so viel Platz, da brauch man schon ein Fernglas um die „Nachbarn“ am Strand zu bespitzeln… Natürlich sind alle paar Meter Grillstellen mit Tischen und Bänken. Entweder schön im Schatten oder am Strand. Weit laufen um zu den Toiletten und Duschen zu gelangen, braucht man hier auch nicht.
Doch eigentlich wollten wir ja nach Point Pelee. Also ging es weiter, mit der Sicherheit, bald wieder zu kommen! Aber dann zum Kämpen!
Hier kann man in weiter Ferne die Halbinsel die im See sticht schon sehen. Auf Point Pelee wurde früher, in den 30gern viel Raubauz getrieben. Natur beschädigt, mit Autos bis zur Spitze vollgeknallt usw. Deshalb wurde es als National Park erklärt und wieder naturmäßig restauriert. Heute kann man nur bis zu einen gewissen Punkt weit fahren, dann wird man in regelmäßigen Abständen kostenlos gefahren.
Aber erst habe ich mir den richtigen Hut am Stand besorgt! Ist er nicht niedlich?
Da ist er! Mein Papa-Mobil!!! Hoch sitzen, Ausblick in allen Richtungen und ein eigener Becherhalter für meinen Eiskaffee! Ganze sieben Minuten Papst sein! Nur das winken habe ich unterlassen! Das wäre den Waschbären und Co. eh nur am … vorbei gegangen!
Und da waren wir! Am 42ten Breitengrad! Gleich mit Barcelona und Rom und doch noch in Kanada!
Wir ihr auf das Kartenfoto sehen könnt, ist die Spitze in den letzen knapp 80 Jahren ganz schön geschrumpft. Liegt daran, dass hier eine sehr starke und gefährliche Strömung herrscht. Außerdem wandert die Spitze… ja, schon merkwürdig. Aber schaut man sich die Bilder der letzten Jahren an, da zeigt einmal die Spitze nach Westen, mal nach Osten oder einfach nur gerade aus. Es heißt, die Spitze erlebt man bei jedem Besuch anders.
Ich habe extra einen schönen „An der Spitze Rundgang“ Film gedreht und war super stolz. Doch nicht nur, dass da durch mein Akku schnell leer wurde (den ich vorher nicht aufgeladen hatte), sondern der Film ist nichts geworden! Nur drei so hampel Ausschnitte, mit denen ich nichts anfangen kann. Sorry!
Hier ein paar Fotos von dem untersten Zipfel Kanadas! Genau hier hört das Land auf!
Wenn man von Ende Richtung Land schaut.
..Und umgekehrt...
Hier stehe ich so zu sagen an der kanadische Westküste und fotografiere den Strand der Ostküste!
Viele Maulbeerbäume!
Ein paar Erinnerungen.
Mein Schatten mit Welle...
Winke, winke...
Mit all diesen Eindrücken und Erlebnissen, kam auch der Hunger! Tuch aufn Fels und Futter! Eine Schüssel für Papa Bär und eine Schüssel für Mama Bär. Hier noch einen Tipp: Was führ faule Leute; Im Nudelsalat alles rein schneiden was man sonst dazu essen würde (z.B. Wiener-Würstchen, Tomaten…), macht das Leben einfacher und schmeckt super!
Nachdem wir dann nochmal sieben Minuten zurück, Papa-Mobil genießen durften, sind wir zu unserm Auto zurück um zum Strand zu fahren und noch ein wenig baden. Der Strand nicht ganz leer… es hocken und kreisen überall „schräge“ Vögel die einem beobachten!
Mein erstes richtiges Baden in diesem Land! Das dunkle in der Mitte, ist keine Cucaracha, das bin ich im Eriesee! Das Wasser war herrlich warm! Ich hätte mich vor Freude am liebsten überschlagen! (Dann wäre ich wohl ertrunken.)
Kurt hat während dessen gemütlich seine Zeitung am Strand gelesen und geduldig auf mich gewartet. Danke für den schönen Tag!
Dann noch hoch zum Ausblickturm, ein letztes Foto aus saftlosen Kamera geschindet… und das war dann auch leider das letzte Foto des Tages.
Unten haben wir dann den „Marsh Boardwalk“ gemacht. Das ist ein Schwimmender Holzsteg durch das große Sumpfgebiet. Natur pur! So schön! Hier kann man sich auch Kanoos mieten und durch dieses schöne gebiet rudern. Das machen wir demnächst bestimmt.
Übrigens; Point Pelee ist so zu sagen die Flug Schleuse der gesamten Zugvögel und Schmetterlingen. Viele fliegen bis nach Feuerland! Daher sehr beliebt bei dem Naturliebhaber.
Wenn ihr das gelesen habt, seid Ihr mir in Gedanken bestimmt ein bisschen näher! Liebe Grüße!

Samstag, 11. Juli 2009

Alles unterm Hammer!

Hier waren wir heute. Einfach nur mal um zu sehen, wie es hier im Lande und auf dem Lande bei einer Versteigerung zugeht! Überaus interessant! Und noch unglaublicher was hier alles weg geht! ALLES!
Das Haus und 74 Acker bewirtschaftetes Land war nicht das Einzige. Sondern der gesamte Fuhrpark, angefangen mit Fahrräder, Rasenmäher, Traktoren, Pick-up bis hin zum Schaukelpferd! Jede Schraube, Nagel, Blech, Strick, Kabel und jede Menge Werkzeug. Antiquitäten, Möbel, Haushalt, Kitsch… Eben alles was sich auf einem Bauernhaus samt Scheune in mehrere Generationen ansammelt.
Hier ein paar Kostproben. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie ich von den Bauern angeglotzt wurde, weil ich überall fotografierte.
Brennholz
Flaschen, Ggläser...
Alte Einmachgläser noch mit Inhalt von Anno dazumal...
Alles was man braucht, oder auch nicht...
Trecker und Landwirtschaftmaschinen...
Luftschlauchboot
Kleine und große Schaukelstühle...
Große Waage...
Mittlere Waage...
Kleine Waage...
Das war mal ein Telefon!
Werkzeug und die dazu nötigen Sicherheitsstiefel...
Häkel und Strickdeckchen...
Machete, nur ein wenig rostig...
Kabelhalternägel...
Körbe...
Der Opa hat mir stolz diePferde aus Autoreifen die er für seine Enkel gebastelt hat...
Eins meiner Favoriten. Die gebastelten Gartenstühle vom Opa sind einfach Klasse!
Und die waren auch noch da; Familie Reh im Walde... Der Opa war fleißig!
Auf dieses Teil habe ich ein Auge geworfen. Ein Schraubstock für meine Werkstatt. Wie Ihr aber sehen könnt, hält dieser Bauer ununterbrochen seine Hand drauf, nachdem er das Ding zehnmal inspiziert hat.
Und dieses Teil… „gesehen und geliebt“. Doch ich saß schon vier Stunden herum. Und noch nicht einmal die Hälfte wurde versteigert. Und dieser Brachtkerl saß ganz am Ende. Schade!
Und wo was los ist, da gibt es auch einen Stand wo man ein Würstchen, Burger und süße Pies zur Stärkung holen kann. Erinnert mich an Paraguay; Wo was los ist, laufen immer die „Chiperas“ herum und verkaufen ihre heißen Maniokmehl-Brötchen. Hier ist es der Stand vom Lions Club, so kommt auch gleich was in die Kasse für den guten Zweck.
Und das ist der Schraubstock! Ja, ich hab ihn! $ 25,00 und er steht schon Zuhause!
Neulich habe ich Euch schon unsere Scheune geseigt. Allerdings nur Außen und den Dachboden. Jetzt habt Ihr auch die Gelegenheit zu sehen wie sie innen ausschaut! Hier soll meine Werkstatt hin. Mal schauen was daraus wird. Der Schrank/Regal oder was ihr hier sehen könnt, habe ich von unserm Nachbarn. (Sehr wahrscheinlich weil er mein „Hobbl“ auf dem Gewissen hat!) Ich sagte doch; er kann auch ein guter Nachbar sein. Auf jedem Fall; das Ding ist sehr massive und sehr schwer. Das bedeutet, ich habe eine gute Basis für meine Werkbank!
Arbeit die auf mich wartet, und das nicht zu knapp!
Lieben Gruß!

Freitag, 10. Juli 2009

Zapallitos!

Dieser Eintrag ist meinem lieben Bruder Manfredo gewidmet.
Lieber Manfredo, wie versprochen; sobald die erste Blüte zu sehen ist, kommt ein Foto in meinem Blog.
Hier ist sie!!!
Meine „fast“ Zapallito Pflanze, denn eigentlich ist es ja nur ein „Zier und Esskürbis“… Schaumamal was draus wird… und wehe sie schmecken nicht wie Zapallitos! Aber trotzdem, den guten Willen hast Du gezeigt und das weis ich zu schätzen! Für den Samen, nochmals
vielen Dank!!!
Was ich mir aber nicht verkneifen kann… vor ein paar Wochen hast du mit mir diskutiert. Du wolltest nämlich wissen ob sie auch im Blumentopf wachsen. Auf meine Antwort sie ranken am Boden, hattest Du mich ausgelacht und gemeint, ich wäre wohl schon zu lange von der Kolonie weg! Jetzt schau Dir doch mal das Foto genauer an! Sind das Ranken oder nicht? Du paulistischer Hochhaus-Guru! Nichts für Ungut, 1 : 0 für mich!
Das dritte Foto ist eine Zucchini Pflanze. Den Samen hast Du mir auch geschickt. Habe noch nie zuvor „runde" Zucchini gesehen!
Übrigens; die sind buschig und ranken nicht! Du könntest sie in einem großen Topf auf deine Hochhausterrasse Pflanzen. Die sind ziemlich unempfindlich und tragen viel.
Ganz liebe Grüße nach Sao Paulo!!!

Und zum Schluss; Flüssige Marmelade…

Wir waren Erdbeeren pflücken. Gähn, gähn… Normalerweise langweilig, aber hier ist es schon ein wenig anders. Ich will ja nicht angeben mit; „Hier ist alles größer“, aber wenn man mit dem Traktor zu den unterschiedlichsten Pflückstellen gefahren wird… und auf den Feldern stehen
3 Dixi-Kloos… na? Ja genau!
Doch trotz; „Resi, ich hol Dich mit dem Traktor ab“ und das Andere, war ich eigentlich ein wenig enttäuscht. $ 20,00 für zwei Körbchen und naschen konnte ich auch nicht viel, weil ein „Aufpasser“ wie ein Habicht auf uns Pflücker nieder schaute!
Na gut, das nächste Problem; die Marmeladen hier, (das kenne ich noch von England) sind alle sehr süß und schmecken wenig nach Frucht. Ich bin los und hab mal so geschaut, ob es hier auch sowas wie „Gelierzucker“ gibt. Ja! Aber haltet Euch fest. 3 ½ Tassen Frucht auf 7 Tassen Zucker (hier wird alles mit Tassen gemessen) und eine Tüte Geliermittel (Pektin)!!! Ich bin ja immer für (sehr) Süßes, aber das ist mir auch Zuviel! Dann habe ich eben die halbe Menge Zucker genommen und bin so zu meiner „flüssigen Marmelade“ und „rote Finger“ gekommen. Schmeckt übrigens sehr lecker… wenn man sie trinkt!
Zur Not gibt es hier auch Deutsche Marmelade zu kaufen, oder ich bleibe bei dem guten und überaus günstigen Honig!
War trotzdem ein schöner Ausflug!

Donnerstag, 9. Juli 2009

Was ist aus meinen Kräutergarten geworden?

Ich bin feste am ernten und habe schon jede Menge eingefroren!
Meine Finger waren grün und die Küche roch als gäbe es hier eine gute Köchin! Ha, Ha…
…und morgen erzähl ich Euch warum meine finger heute rot sind.
Chao und lieben Gruß!

Dienstag, 7. Juli 2009

Was gibt es in Poplar Hill?

Ihr könnt es erahnen… es gibt wieder Fotos! Ich habe heute endlich meinen Akku bekommen. Schon unglaublich, dass man/ich so vieles von einen blöden Akku abhängig macht. Aber ohne Akku, keine Kamera, ohne Kamera keine Fotos und ohne Fotos keinen ((halb)gescheiten) Blogeintrag.
Wir haben sogar auf einen geplanten Ausflug an der südlichsten Spitze Kanadas verzichtet, bzw. verschoben. Das alles nur um Euch weiterhin informiert zu halten. Ist ja gut… ich klopf mir eben selbst auf der Schulter. (Oder hieß es "die" Schulter?) Ich werds nie lernen.
Na schön, kaum war das Ding da, bin auf um in Poplar Hill zu entdecken, was es so alles zu entdecken gibt. Will Euch aber nicht mit Fotos, von den vielen Eichhörnchen die mir übern Weg liefen und Blümchen, Blümchen und noch mehr Blümchen, langweilen. Sondern habe wirklich Einiges entdeckt oder wiederentdeckt. Wie man‘s eben nimmt.
Bin zur anderen Seite des Dorfes gelatscht. Dort ging früher die Hauptstraße durch, heute gibt es den neuen Highway. Auf dem Weg dorthin habe ich Himbeeren gepflückt und gegessen. Yammy… denn hier sind diese süßen Früchtchen anders. Nicht größer, wie sonst so Vieles, im Gegenteil. Eigentlich ist es eine Mischung zwischen den wilden Himbeeren die es in Paraguay gibt und den Euch bekannten Deutschen. Was soll ich sagen; ich konnte mich früher nicht entscheiden welche mir lieber waren! Jetzt hat mir der liebe Gott eine Mischung von Beiden geschenkt!
Aber dann; Aua auf einem Mal wurde ich (heute schon zum 2. Mal heute) von Mücken attackiert. Und was sonst noch alles summt und sticht. Ich musste mir schnell einen Ast abbrechen und damit pausenlos herum wedeln. Muss nachher duschen… habe immer noch das Gefühl, dass sich ein paar nur still verhalten bis ich im Bett liege.

Nun zu meine entdeckten Fundsachen. Ach ja, wieder zurück zur ehemaligen Hauptstraße die Verkehrsmäßig gesperrt und ziemlich zugewachsen ist; trotzdem wird dort immer mal wieder hingefahren um Überflüssiges abzuladen. Nicht unbedingt Müll, aber Steine und so.
Eigentlich bin ich dort hingelaufen, weil ich früher schon Steinplatten entdeckt hatte. Wollte nur mal so sehen ob sie noch da sind. Zuerst habe ich diese tollen …na wie nennt man die? so Gusseisengestelle um im Garten so schöne Bögen aufzustellen, woran später Pflanzen ranken können. Die werde ich mir holen!

Und hier liegen sie! Meine Terrassensteine! Sie sind noch da und niemand willse… 34 Große und 52 Kleine! Ja, Ihr ahnt es schon. Wie krieg ich die Dinger Heim? Die Großen werde ich kaum einzeln laden und entladen können. Mal schauen, ein Freund hat einen Pick-up. Auf jedem Fall mit dem Schubkarren hol ich sie nicht! Die Entfernung ist so 1 Km und ich müsste sie jedesmal, den einzigen Buckel der ganzen Region hoch schieben. Von der Peinlichkeit mal total abgesehen. So eine übermäßig peinliche Situation hatte ich als Kind in Paraguay. Kennt Ihr das; Wenn einem sowas, aber sowas von Peinlich ist und keiner kriegt es mit? Ich glaube ich war 11 Jahre. Wir wohnten in Villarrica, eine Kleinstadt. Da viel es unserm Vater ein, eine Schubkarre zu kaufen. Nichts außergewöhnliches, nur ich musste das Ding holen! Ich musste es tun, Ausreden und selbst auf „chancho rengo“ (hinkendes Schwein) machen, waren überflüssig. Ich musste den Schubkarren vom Markt, der so 14 cuadras (Blöcke) entfernt war holen, oder von einem Ende zum Anderen schieben. An meiner Schule, an den Häusern meiner Freundinnen und noch schlimmer, an den Häusern der Feindinnen vorbei. Oh mein Gott, war das schlimm für mich. So machte ich aus den 14 Blöcken 34 und war einen ganzen morgen unterwegs. War danach drei Tage krank und ging nicht zur Schule, denn sollt mich doch jemand erkannt haben, wäre es am 4. Tag bestimmt vergessen. Es hat anscheinend keine Seele was mitbekommen! Trotzdem, eine Schubkarrenphobie habe ich bis heute!
Aber nochmal zur Terrasse; so sieht unsere Terrasse zurzeit aus. Wie ihr sehen könnt; sie bräuchte einen Schönheitschirurgen! Sieht ganz nach größerem Projekt aus.

Diese sogar mit phantasievollem eingedrücktem Blattdekor! Ist sie nicht hübsch? Die bekommt einen schönen Platz!
Voller Pläne im Kopf, lief ich Heim. Mal hier klotzend und da klotzend stand ich plötzlich unter einem Baum. Und stellt Euch vor; es ist ein Maulbeerbaum! Ein Maulbeerbaum, hier wachsen Maulbeerbäume! Und das nur vier Häuser von uns entfernt. Da musste ich erst mal pflücken, essen und nochmal Yammy!
So meine Lieben, ich wird duschen und Feierabend machen. Demnächst mehr, bis dahin liebe Grüße!

Montag, 6. Juli 2009

Happy Birthday Sonja!!!

Liebe Sonja,
heute zu deinem 30. Geburtstag wünsche ich Dir alles Liebe, Schöne und Gute.
Besonders Gesundheit und viel Glück.
In all den Jahren, hast Du uns viel Freude geschenkt und ich sage hiermit nochmals; Danke!
Vielleicht ist es nicht mehr angebracht von „My Little Girl“ zu sprechen, doch in meinem Herzen wirst Du es ewig bleiben.
Alles Liebe! Deine Mamuschka!

Mittwoch, 1. Juli 2009

Happy Birthday Canada!










































1. Juli ist „Canada Day” und das Land feiert seinen 142. Geburtstag.
Es ist auch genau ein Jahr her, dass ich mich entschlossen habe, hier zu leben. Grund genug diesen Tag mit einem Eintrag zu ehren.
Was weis ich inzwischen über meine neue Heimat?
Es ist das zweitgrößte Land der Erde und laut statistische Nachforschungen gibt es noch Folgendes über Kanada zu berichten;
1. Freundlichstes Land.
2. Die vielfältigste Natur.
3. Politisch Stabil.
4. Korruption existiert hier so gut wie gar nicht.
5. Reicher als die Amerikaner.
6. Gesünder als die Schweden. (Durchschnittslebenserwartung: 81,23 Jahre.)
7. Industrieller als Deutsche.
8. Essen besser als Franzosen.
9. Haben im Durchschnitt mehr Liebhaber als Italiener.
10. Hier wird mehr Ferngesehen als in Japan.
11. An dritter Stelle was Fitness, Gesundheit und Stressfreiheit angeht.
12. Nach China und Australien wird hier das meiste Obst und Gemüse konsumiert.
13. Die dritt höchste Einwanderung Quote. (ein knappe Viertelmillon im vergangenen Jahr!) ((Kein Wunder, dass ich so lange auf die Bearbeitung meines Antrages warten muss...))
14. Die Schönsten Binnenseestrände der Welt. (Alleine der Huronsee ist ein 1/6 so groß wie gesamt Deutschland.)
15. Die Kanadier können am besten über sich selbst lachen.
16. Schönes Wetter.
Zum leben; Das schönste Land der Erde!

Das ist wohl so das Wichtigste was mir einfällt und ich gelesen habe. Nichts Ausgedachtes, sondern Fakten.
Selbstverständlich gibt es auch, wie im jedem Land, einiges was nicht so besonders toll ist, doch heute ist Canada Tag!
Gefeiert wird überall. Hauptsächlich mit Paraden, Picknicks, Barb-Qs, etc. und abends mit riesen Feuerwerke.


Alles wird geschmückt. So ähnlich wie in Deutschland im Endfinale der Fußball WM.
Leider hat die Post mein Kamera-Akku noch nicht geliefert, daher immer noch keine Fotos.
Nur ein paar aus dem Internet.
Euch auch einen schönen Tag und lieben Gruß!