Dienstag, 19. Mai 2009

Ausflug 2. Teil

Auf Manitoulin diente eine einfache Fischerhütte als Unterkunft für die Nacht. Wunderschön am See gelegen aber wie schon erwähnt sehr einfach. Die Innenausstattung mehr oder weniger ein Gemisch aus Onkel Toms Schatztruhe und was es so auf dem Trödelmarkt gibt. Die Schlafzimmer nicht unbedingt größer als das Bett, und zwar in der kleinsten Ausstattung eines Doppelbetts. Dafür war aber die Heizung voll aufgedreht!
Am nächsten Morgen sind wir weiter. Hoch Richtung Nord, über eine Brücke zurück aufs Festland. Man könnte auch Felsland sagen. An Oberen Küste des Sees entlang. Wieder hat uns leid getan so schnell vorwärts zu kommen, es gab links und rechts unendlich Schönes zu sehen. Dort sahen wir auch den ersten (und einzigen) Bär. Er lief uns über den Weg und ratz fatz war er auch schon wieder weg. Sorry, kein Foto! Aber hier könnt Ihr einen Biber Staudamm sehen! Ach ja, einen Elch haben wir auch gesehen, war aber genauso wie mit dem Bär. Bin noch ein wenig die Spuren nach, über Stock; Stein und Gestrüpp… der Elch war weg!
Wie schon erwähnt ist es eine sehr felsige Landschaft. Jede Menge kleine, mittlere und große Seen. Manchmal konnte man gar nicht so schnell gucken, wusch war alles wieder vorbei. Vielleicht auch gut so, ich weis ja sonst nicht was ich zuerst zeigen soll. Dann sind wir östlich vom See ins Inland zur nächsten Hütte.
Auf dem Weg dorthin, hatte Kurt seinen Fuß ein wenig zu sehr aufs Gaspedal. Und wenn ich Euch schon kein Foto vom Bär zeigen kann, dann zumindest vom netten „Cop“, der Mitleid hatte und nur 110 Km/h anstatt 131 Km/h aufschrieb. Er sagte, er will uns das Wochenende nicht ganz versauen. Somit hat sich die Strafe auf nur $ 95,- reduziert.
Das ist der French River. Ein gewaltiger Strom. Mir wurde es auf der brücke schon ein wenig schwindelig.
Angekommen und auch eine sehr schöne Gegend, die Hütte total am Hang, unten der See, (einer von Tausenden) schön im Wald aber sehr kalt die Nacht. Die Hütte war sehr schön ausgestattet mit Kamin und allem, doch die Schlafzimmer sehr kalt und in Klaus und Wilmas war auch mächtig Zug übers Bett. Wilma hatte eine fast gefrorene Nase am nächsten Morgen.
Gedacht war ja eigentlich, dass Dort Klaus endlich mal den Haken ins Wasser werfen kann und wir abends Abwechslung vom Steak haben. War aber nichts. Es was Saukalt! Also sind wir dort einen Tag früher abgereist.
Wieder ein wenig zurück Richtung Zivilisation, Heimat und Süden, immer schön an der Georgian Bay entlang Haben wir gegen Abend noch diese Unterkunft gefunden. Sauber und neu, klein und zugig! Und es gab wieder Steak! Das schöne an den Unterkünften, die sind alle mit einen großen Gas Grill und Feuerstelle ausgestattet. Der Wind war sehr kalt und Klaus opferte sich die Fleischklumpen draußen zu grillen.
Doch am nächsten Morgen… wow! Kurze Hosen und T-Shirt Wetter. Blauer Himmel pur, Sonnenschein und warm!
Dann weiter immer schön der Küste nach, nach und nach dem in SW/Ontario bekannte Farmers Land.
Straßen die nie zu enden scheinen, mal hier und ein Schnappschuss aus dem Autofenster und abends wieder Zuhause! Es war ein wunderschöner Ausflug und ein herrliches ErlebnisWas sich hinter diesem Schloss verbirgt zeige ich Euch in den nächsten Eintrag!

Liebe Grüße!

Montag, 18. Mai 2009

Ausflug - 1. Tag

Freitagmorgen sind wir beizeiten losgefahren. Richtung Grand Bend. Huron See und immer der Küste entlang bis zu Spitze der Halbinsel Bruce.
Unsere erste Mittagspause im Nationalpark. Und sogleich auch unsere erste Begegnung mit den „Black Flies“. Kleiner als unsere bekannte Obstfliege, aber beißwütig! Und selbsverständlich Tausende! Nahe Verwandte der in Paraguay bekannten „Mbaregu-í“ (Allerdings weis ich nicht ob ich es richtig geschrieben habe.) Schwärme von den Biestern!!!
Ziemlich oben an der Spitze der Halbinsel, sind wir bei Freunden zum Kaffee eingekehrt. Jack und Shirley haben sich eine alte Fischerhütte direkt am See als Domizil um- und –ausgebaut!
Außer den leckeren Kuchen und der guten Gesellschaft, habe ich eine identische Uhr entdeckt, wie unsere Alte in Paraguay, die schon zu meiner Geburt schlug! Ich war paff! Ist das ein Zufall oder was?
Weiter auf unseren Weg haben wir hin und wieder ein paar Schnappschüsse eingesammelt. Eigentlich hätte diese vier Tage Tour mindestens vier Wochen dauern müssen! Es ist einfach unmöglich alle Eindrücke zu vermitteln. Genauso unmöglich ist es alles Schöne zu fotografieren. Wir würden nie vom Fleck kommen. Das haben auch Klaus und Wilma gesagt; es ist viel, viel schöner als man es sich vorstellen kann, bzw. erwartet.
An der Nördlichsten Spitze angekommen, blieb uns noch ein wenig Zeit bevor wir auf die Fähre mussten. Das haben wir ausgenutzt um das Dorf zu besichtigen.
Den Leuchtturm anschauen und das Ufer ab zu klappern.
Kurt und Wilma machen eine kleine Verschnaufpause.
Anschließend ging es mit der Fähre hoch zur Insel Manitoulin. (Mir ist der Name wieder eingefallen.) Ist auch übrigens die größte Süßwasserinsel der Welt.
Das Wetter war nicht so besonders und es wurde auch zunehmend kalt. Trotzdem unbeschreiblich und schön!

Fortsetzung folgt!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Ab in die (halbe) Wildnis!

Morgenfrüh Freitag fahren wir Richtung Norden. Erst am Huron See bis zur Spitze von der Halbinsel Bruce. Anschließen mit der Fähre zur Insel … (habe den Namen vergessen) dann über der nördlichsten Küste des Sees Richtung Osten und auf der anderen Seite wieder runter. Stellet Euch vor die Karte hängt an der Wand. Oder man kann auch sagen; gen Süden, wieder heim! Wahrscheinlich sind wir am Dienstag hier. Vorausgesetzt die Bären und Mücken haben uns nicht aufgefressen. Ich schätze mal, die werden spätestens Morgen Abend ihre Speisekarte neu gestalten und sich das Maul lecken wenn sie uns ankommen sehen. Gegen Insekten haben wir genug dabei, aber wir haben nicht vor Bären zu jagen. Na ja, zur Not können wir Frauen uns immerhin hinter unsere Männer verstecken, da sind wir erstmal sicher oder zumindest bis uns was einfällt!
Da es viel zu sehen gibt, werde ich Euch auch wieder jede Menge Fotos mitbringen. Deshalb verschone ich Euch dieses mal.
Ich wünsch Euch auch ein tolles Wochenende und bis bald!

Dienstag, 12. Mai 2009

Klaus & Wilma zu Besuch in Canada

Am vergangenen Freitag habe ich die beiden in Toronto vom Flughafen abgeholt. Das Thermometer zeigte 26º an. Am nächsten Tag viel das Quecksilber um 20º und wir hatten ein durchwachsenes kaltes Wochenende. Das hielt uns aber nicht davon ab, uns ins Auto zu setzen und schon ein paar Tankfüllungen zu verbrasen und die Gegend ein wenig zu erkunden.
Am Sonntag waren wir in St. Jacob, Kitchener und Umgebung. Dort sind überwiegend Mennoniten. Wie auf diesem Foto, handgefertigte Besen und andere Gebrauchsgegenstände.Typische Menno Farmen.
Unterwegs mal eine kurze Rast gemacht. Saukalt und und ein süßer Welpe der meine Hände zum anbeißen fand!
Ich brauche dringen wieder ein Stativ! meinen "Überallanpassbares Mini Stativ" habe ich irgendwoh verloren. Jetzt kann ich immer nur Teilfotos machen!Gestern waren wir in Poplar Hill und Umgebung unterwegs. Hier hört man von Zuhause aus Tagsüber die kanadischen Wildgänse und Nachts die Frösche in den unterschiedlichsten Tönen quaken.
Heute hatten wir den ganzen Tag Sonne pur! Also sind wir Richtung See. Erst zum Pinery Park.
Dann endlang der Küste bis Sarnia.
Hier an der Küste ein Indianer Reservat. Imponierend ist hier die Landschaft. Schieferschichten in denen sich hin und wieder runde Felsen befinden!
Das ist Sarnia. Im hintergrund die Blue Water Brigde. Die habe ich Euch in ein früheres Post schon gezeigt. Auf der anderen Seite ist schon USA.
Dann Nachhause, ein leckeres Steak und... ...anschließend Marschmallows am Lagerfeuer!

Jetzt ist es weit nach Mitternacht und ich gönne mir eine Mütze voll Schlaf! Gute Nacht und bis bald!

Donnerstag, 7. Mai 2009

Ein halbes Jahr in der neuen Heimat.

Am 4. November 2008 hat mein neues Leben in CA angefangen. Die Bäume hatten so gut wie keine Blätter und der Winter brach kurz darauf ein. Ich wurde gewarnt und man hat spekuliert, dass ich den Winter nicht gewachsen sei. Es hat mir auch hart getroffen, denn laut den Einheimischen, war es ein sehr harter Winter wie seit langem nicht mehr. Aber wisst ihr was? Es war mein schönster und angenehmste den ich je erlebt habe! Wirklich! Ich habe es mir viel, viel schlimmer vorgestellt! Vielleicht lag es daran, dass wir zwar viel Schnee hatten und sehr kalt war, aber trocken mit viel Sonne. Endlich weg vom deutschen „Sudelwetter“!
Jetzt sind Die Bäume wieder grün und alles blüht! Zeit eine kleine Halbjahresbilanz zu machen!
Eeeehhh, mmmmhhhhhmmm, eeeehhh… was soll ich schreiben?
Meine lieben; es ist wie im wirklichem „Leben“! Das trifft es am besten.
Wie alle, so muss auch ich hin und wieder in die Hocke gehen um Steine aus meinem Weg zu räumen, oder auch einfach nur drüber steigen. Manchmal haue ich mir auch die Zehen an! Doch meistens ist es ein schöner und ebener Weg. Dass es mir gut geht, dafür trägt Kurt sehr viel bei. Danke!
Bereue ich Deutschland verlassen zu haben? NEIN!
Fehlt mir was? JA! Und zwar, wäre noch viel glücklicher, könnte ich mein persönliches Hab und Gut endlich schicken lassen. Es steht leider immer noch bei Baumanns im Lager und ich könnte es gut gebrauchen. Doch leider, wie scheinbar überall, geht es auch hier nur sehr langsam bei den Ämtern voran. Trotzdem; Danke liebe Familie Baumann!
Ansonsten, habe ich hier alles was mein Herz begehrt! Vermissen tue ich nur viele Menschen. Ja, dass ist wahr! Am meisten vermisse ich das viele Lachen. Schnattern wie wilde Gänse, kichern und lachen. Auch wenn es Sinnlos ist, aber es tut gut, kostet nichts und ist die beste Medizin gegen (fast) alle Wehwehchen! Wie dankbar bin ich der fortgeschrittenen Technik, so kann ich hin und wieder Skypen und viel, viel lachen!
Morgen kommen ein paar nette Freunde aus Deutschland, ich freue mich sehr und wir hoffen, dass Klaus und Wilma sich hier wohl fühlen.
Bis bald und heute nicht nur einen Gruß, sondern auch ein herzliches Lachen!

Sonntag, 3. Mai 2009

Trillium

Wie jedes Bundesland, so hat auch Ontario seine Blume. Die „Trillium“ Blume kann man in weiß und etwas seltener in dunkelrot zurzeit bewundern. Ganz nah bei uns blühen sie in beide Farben. Heute Morgen habe ich Euch ein paar Bilder mitgebracht. Ihren Namen hat sie bestimmt, weil jede Blüte drei Blätter hat. Eigentlich eine Namensvetterin von mir…! Oder was?
Die weiße zeigt sich mit dem Gesicht dem Licht entgegen. Während die dunkelrote, unbegründet verschämt nach unten schaut.
Liebe sonnige Frühlingsgrüße aus Ontario!